Der Adel hat gewählt!



In Aventurien haben die bornländischen Bronnjaren über den nächsten Adelsmaraschall abgestimmt. In der realen Welt lag die Entscheidung in der Hand der Spieler und wir bedanken uns für die zahlreichen Stimmen und den regen Wahlkampf im Internet. Nun ist es an der Zeit auszuzählen und die Zukunft des Bornlands zu planen.

Der von der Spielerschaft gewählte Kandidat wird für fünf aventurische Jahre die Geschicke des Bornlands lenken und auch seine Kontrahenten haben weitere Pläne in der bornischen Politik.

Das Ergebnis geben wir im kommenden Aventurischen Boten und zeitgleich auf dem Ulisses Blog bekannt. Im Boten, der am 27.7. erscheint, erfährst du außerdem mehr über den aventurischen Ablauf der Wahl und die Reaktionen der unterlegenen Kandidaten.

Bis dahin heißt es hoffen und Meskinnes trinken.



Mehr zu den Kandidaten, die zur Wahl standen, erfährst du im folgenden Artikel aus der Feder von Niklas Forreiter und Daniel Heßler, den Autoren der Theaterritterkampagne. Erschienen ist er im Aventurischen Boten 183, in dem du auch weitere Artikel zur Wahl lesen kannst.



Festumer Flagge, Boron 1040 BF

Höret! Höret! Der Adel wählt!




Festum. Der Adel des Bornlandes, die stolzen und aufrechten Nachkommen der Theaterritter, versammelt sich im Firun 1040 BF, wie alle fünf Jahre, in Festum und wählt seinen neuen Adelsmarschall. Mächtige Grafen, einflussreiche Barone, reiche Ritter und mit ihnen viele Adlige, deren Stimmrecht ihr kostbarster Besitz ist, treten zusammen und schreiten zur Wahl. Anlass genug, an dieser Stelle die Kandidaten vorzustellen und bekannt zu machen.
Die angesehene Kalinda von Schwertbergen tritt erwartungsgemäß nicht wieder an, sondern koordiniert den ordnungsgemäßen Ablauf der Adelsversammlung – gilt die Gräfin zu Kasmiref doch als unbestechlich und allseits respektiert. Derweil wird mit Spannung erwartet ob Leudara von Firunen, die selbsternannte Kor-Priesterin, erneut antreten wird, oder ob ihr Bedarf an Aufmerksamkeit und Skandalen nach den jüngsten Ereignissen vorerst gedeckt ist. Allgemein hofft man in Festum, abgesehen von den üblichen Auseinandersetzungen und Sticheleien der Kandidaten untereinander, auf einen friedlichen Ablauf der Wahl, sollte doch der gemeinsame Kampf gegen den Korsmal-Bund einige Gräben geschlossen haben.

Nadjescha von Leufurten

Die amtierende Adelsmarschallin hat in ihrer Amtszeit den Großen Heiligengang ausgerufen und sich den feindlichen Kräften, die nach der Macht im Bornland gegriffen haben, erfolgreich entgegengestellt. Verglichen mit Thesia von Ilmenstein mag ihr die kriegerische Anmut und das entschlossene Heldentum fehlen, nichtsdestoweniger konnte sie den Adel auf ein gemeinsames Ziel einschwören, traf kluge Entscheidungen und besiegte den üblen Feind. Eigenschaften, die einer Adelsmarschallin gut zu Gesicht stehen. Mit dem Gewinner des Heiligengangs, Graf Linjan von Elenau an ihrer Seite, mag ihre Beliebtheit in den nächsten Jahren sogar noch wachsen. Und zu ihren Gunsten verzichtet der Kriegsheld und „Gebietiger der Gebietiger“, wie ihn manche nennen, trotz exzellenter Aussichten auch auf eine Konkurrenzkandidatur.

Alderich von Notmark

Der strenge Graf aus dem Norden hat gezeigt, dass er keinesfalls in den Fußstapfen seines übel beleumundeten Vaters tritt. Viele Adlige nach alter Sitte unterstützen den Grafen, steht er doch für Stärke und Entschlossenheit. Gerade Vertreter von Adelshäusern, die sich in ihrer Rolle im bornischen Bruderkrieg vor 20 Jahren bis heute missverstanden fühlen, sympathisieren mit Uriels Erben. Zudem ist er der Kandidat, der dem wachsenden Einfluss der Kaufleute und anderer Bürgerlicher am entschiedensten entgegentreten will – was ihm weitere Freunde unter jenen einbringen dürfte, die bei ebendiesen, gerade wie er selbst, hoch verschuldet sind. In seiner Jugend focht und gewann Alderich zahlreiche Duelle, um die Ehre seiner Familie wiederherzustellen. Womöglich werden ihm die daraus entstandenen Verletzungen bis heute nachgetragen, was bei der Wahl zum Zünglein an der Waage werden könnte.

Joost von Salderkeim

Unter Kaufleuten ist der Prinz von Salderkeim zweifellos der bevorzugte Kandidat. Joost entstammt einem angesehenen Adelshaus, ist selbst mit vielen Talenten gesegnet und zudem mit Alin Stoerrebrandt verheiratet, wodurch eine nicht unbedeutende Verbindung ins Mittelreich und den gesamten aventurischen Handel besteht. Traditionell gesinnte Adlige lehnen ihn aber aus ebendiesen Gründen ab, und Gerüchten zufolge unterstützt auch Graf Hanning Alatzer, selbst einflussreicher Kaufherr, die Kandidatur nicht. Das Lager der Kaufleute scheint also gespalten, wobei unklar bleibt, welchen Kandidaten Alatzer stattdessen im Hintergrund unterstützt.

Gewinja von Ilmenstein

Die Nichte der großen Thesia von Ilmenstein vermag vor allem mit ihrem großen Namen zu glänzen und solche auf ihre Seite zu ziehen, die an die Vererbung von Göttergunst und großer Fähigkeiten glauben. Darüber hinaus gibt es wenig Bemerkenswertes über sie zu berichten. Ob ihre umfängliche, aber recht eintönige Betonung der alten Traditionen und der ruhmreichen Taten ihrer Base für einen Wahlsieg ausreichen, darf bezweifelt werden, zumal sich andere Mitglieder des Hauses im letzten Sommer mit dem Feind verbündeten. Zuletzt versucht Gewinja damit zu überzeugen, Verbindungen zu einer gewissen Zelda aus dem Hause Ilmenstein zu haben, welche die mächtigste Hexe des Landes sein soll. Mit ihr wolle sie die mysteriösen Ereignisse im Land aufklären und alle Gefahren bannen. Wo die einen sofort vor unlauterer Beeinflussung der Wahl durch Zauberei warnten, verweisen einige greise Bronnjaren darauf, dass der Tod von Thesias Zwillingsschwester Zelda in Kindertagen tatsächlich nie zweifelsfrei festgestellt wurde.

Jucho von Elkinnen

Dem Vernehmen nach nicht daran interessiert, tatsächlich Adelsmarschall zu werden, besteht der Wahlkampf von Jucho von Elkinnen vor allem darin, die Umstände seiner versehentlichen Kandidatur aufzuklären (siehe „Kein Goblin in der Adelsversammlung“). Es mehren sich jedoch Äußerungen, denen zufolge ein Kandidat, der kein Interesse am Amt hat, vielleicht am besten dafür geeignet sein könnte. Verfolge er doch keine egoistischen Ziele und wolle wahrscheinlich auch niemandem seine Pfründe streitig machen. Nach zwei Legislaturperioden als Landesvogt kann Jucho heuer nicht mehr als politisch unerfahren gelten – was jedoch seinem schon sprichwörtlichen Hang zu Missgeschicken und Leichtsinnigkeiten bisher keinen Abbruch tat.