ED4 Unempfindlichkeit

ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon BTL » Samstag 17. September 2016, 09:11

Hallo liebe Gemeinde,

Habe mal ne Frage bzgl. Unempfindlichkeit beim Krieger. Bisher war es ja immer so, dass die Unempfindlichkeit des Kriegers alle anderen Überragt hat. Nun reiht er sich in die Riege der anderen Kämpfer ein. Ist das beabsichtigt? Ich denke das der Krieger damit stark geschwächt wird, da Einstecken und Austeilen ja bei keiner anderen Disziplin so essentiell ist.
Ich mein mal ganz ehrlich, wenn der Schwertmeister sich genau so oft treffen lässt, wie der Krieger, dann hat er verdient umzukippen, oder?

Find nur ich das unbefriedigend oder gibt es einen Sinn dahinter, den ich nicht erschlossen habe? Oder habe ich einfach nur ein Errata übersehen?
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Re: ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon Vestrial » Samstag 17. September 2016, 14:08

Hi,
das neue Konzept sieht vor, dass es nur noch 3 verschiedene Arten von Unempfendlichkeit gibt, in die sich jede Diszplin einreihen muss.

- Kämpfer 7/8 Vorne
- Supporter 5/6 Mitte
- Zauberer 3/4 Hinten

Ich halte das System für fair. Der Schwertmeister war auch früher kein reiner Ausweichkünstler und der Krieger hatte ebenso
seine Ausweichmöglichkeiten oder die Möglichkeit seinen körperlichen (physischen) Wiederstand zu erhöhen.

Ich habe mich z.B. immer gefragt warum der Luftpirat schwächer war als der Krieger, das ist doch auch eine kämpfende Disziplin (und nicht zu knapp)

Und der Krieger hat jetzt mit den optionalen Talenten genauso die Möglichkeit mehr auf Abwehr als auf Angriff zu gehen:
- Akrobatische Verteidigung
- Manöver
- Kampfsinn

Letztendlich ist das reine Geschmacksache, ähnlich wie die einheitliche Karma-Würfel-Regel für die Rassen ..
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Re: ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon BTL » Sonntag 18. September 2016, 08:07

@Vestrial:
Vielen Dank für deine Antwort. Zu deinen Gedanken werde ich nichts sagen, da das eh nur zu Diskussionen über persönliche Sichtweisen und Geschmack führt. Aber die Aussage mit den 3 Kategorien war erkenntnisschaffend.

Erstmal mein Hintergrund zur kurzen Erläuterung: Ich habe erste lange zeit die erste Edition gespielt, bin dann über kurze Ausflüge über die second deutsch, second englisch und revised zur third gekommen, und habe mich mit den Regeln auch sehr wohl gefühlt. Nun habe ich mir zumindest mal die PDFs von ED4 zugelegt und wälze ein wenig um Ende des Jahres ein paar Neulinge für eine längere Kampagne nach Bersaive zu führen. Warum soll ich Neulingen auch Regeln an die Hand geben für die es in Zukunft keinen Hintergrund mehr gibt...

So langsam erkenne ich eine Struktur hinter dem ganzen Aufbau und stelle fest, ich hätte das Thema wohl besser Disziplindesign nennen sollen.
Je höher die Unempfindlichkeit, um so weniger Gimmicks kostenlose Talente und Karmaproben bekommt die Disziplin. Erstmal ein vertretbarer Gedanke. Ob es jetzt gefällt, Unempfindlichkeit an den Kreisaufstieg zu binden oder nicht, ist jedem selber überlassen. Ich kenne die Stimmen die Sagen, 'Super! Endlich keine Charaktere mehr mit 200HitPoints auf Circle 2!" genau so wie die die sagen, dass der Umstand, dass die Höhe von Trefferpunkten von der Stufe des Charakters abgekoppelt ist, eine angenehme Verbesserung zu anderen stufenbasierten Rollenspielen ist. Aus diesem Gedanken heraus jetzt aber zu versuchen jedem Charakter auf Grund seiner Kampffertigkeit einen Platz in der "Schlachtformation" zu geben, tut dem Spiel aber in meinen Augen unrecht.
Darauf basierend hat man sich für ED4 dann ausgedacht, wir machen 3 Kategorien. Zu diesem Zweck nehmen wir eine Schablone und Pressen da alles durch. Wenn hinten was raus fällt, ist das Super. Denn jeder weiß, standardisierte Produkte sind immer die besten.
Persönlich finde ich diesen Ansatz ein wenig Schade. Denn es beschränkt das Spiel vom Grundgedanken her auf wilde LP- generierende Würfelorgien ohne den bunten und mannigfaltigen Möglichkeiten eines P&P- Rollenspiels gerecht zu werden. Anders kann ich mir zum Beispiel nicht erklären, warum ein Tiermeister in der gleichen Kategorie wie der Krieger steht, der Schütze aber, der viel geradliniger (Hihi!) und einseitiger als der Beastmaster ist, und im Rahmen seiner Disziplinstalente, mal abgesehen von ein wenig Jahrmarktschießen, auch schwerlich einen anderen Weg einschlagen kann als den Weg des Kampfes. Ja, mir ist schon klar das so ein Tiermeister ordentlich austeilen kann und in der ersten Reihe recht ungeschützt ist, aber ein Tiermeister ist so viel mehr als ein Kämpfer.
Aber diesen Diskurs hier weiter zu führen hat wenig Sinn, da man wohl nichts ändert. Hatte halt nur die Hoffnung, dass es ein Tippfehler war oder ich was übersehen habe.
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Re: ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon Just_Flo » Sonntag 18. September 2016, 09:07

Und gerade, weil man dass von dir befürchtete nicht wollte gibt es Optionsltalente ...
Falls es für die Nutzung einer meiner Ideen durch Ulisses notwendig wäre, dass ich Rechte an der Idee oder an von mir gepostetem Text abgebe, dann seien diese Rechte hiermit unentgeltlich an die Ulisses Medien & Spiel Distribution GmbH abgegeben.
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Re: ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon Just_Flo » Sonntag 18. September 2016, 09:07

Und gerade, weil man dass von dir befürchtete nicht wollte gibt es Optionstalente ...
Falls es für die Nutzung einer meiner Ideen durch Ulisses notwendig wäre, dass ich Rechte an der Idee oder an von mir gepostetem Text abgebe, dann seien diese Rechte hiermit unentgeltlich an die Ulisses Medien & Spiel Distribution GmbH abgegeben.
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Re: ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon Belenus » Sonntag 18. September 2016, 10:55

Die Begriffe "Kämpfer, Supporter und Zauberer" waren jetzt auch nur von Vestrial für ein besseres Verständnis gewählt und stehen meines Wissens nicht so im Regelwerk.
Denn wie du schon Recht hast, ist ein Tiermeister deutlich mehr, als ein Kämpfer.
Die Unterteilung richtet sich wohl wirklich überwiegend nach der Positionierung im Kampf und den Fähigkeiten den Schaden doch noch abwenden zu können.
So wird ein Schütze z.B. eher immer hinter einem Zauberer stehen, so hat dieser aber dennoch einige Fähigkeiten mehr, die ihn schützen, wenn er denn mal in den Nahkampf muss.
Und (glücklicherweise) sieht Earthdawn es auch nicht allzu eng, wenn ein Schütze im Nahkampf schießen muss ^^
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Re: ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon cpfcpf » Montag 19. September 2016, 12:18

Darüberhinaus hatte der Krieger doch ohnehin nur eine höhere Todesschwelle. Bewusstlos wurde der doch damals genausoschnell wie beispielsweise ein Luftpirat. Von daher ist das mit dem 'mehr einstecken können' ja auch sehr relativ.
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Re: ED4 Unempfindlichkeit

Beitragvon saryakan » Mittwoch 28. September 2016, 07:47

Ein Krieger hält auch in ED4 inhärent mehr aus als ein Schwertmeister.
Er mag die selben Unempfindlichkeitswerte besitzen, doch sorgen seine Kerntalente dafür, dass ein Krieger länger stehen wird. EIn Schwertmeister, der sich auf Defensive spezialisiert kann diese Lücke zu einem Offensivem Krieger vielleicht schließen, aber tendentiell steht der Krieger einfach länger.
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