Ein paar Regelfragen 4. ED

Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon saryakan » Montag 8. August 2016, 13:38

#1
"Krankheiten in Earthdawn funktionieren regeltechnisch wie Gifte." S.121 Also Ja.
#2
Ja und Nein. Du musst nach 2 Stunden die erste Probe ablegen und danach jeweils pro Tag eine, bis eben 4 Tage und 4 Proben um sind. Der Worst Case sieht aber viel schlimmer aus. Jedesmal wenn der Erkrankte eine "Gift-/Krankheitswiederstandsprobe" nicht schafft, würfelt der Meister ja mit der Stufe des Giftes (in diesem Fall 10|2W8) gegen die Zähigkeitsstufe des Erkrankten, welcher dann pro Erfolg bei der Krankheitseffektivitätsprobe -2 Stufen bekommt. Der worst case ist sprichwörtlich -infinity.
Bedeutet aber auch, dass selbst wenn der Erkrankte alle 5 (Ansteckung + 4 Wirkung) Wiederstandsproben verratzt, es möglich sein kann, dass er die Krankheit ohne Abzüge übersteht, wenn der Meister bei der Krankheitseffektprobe schlecht würfelt.
#3
Ich sehe nicht, warum diese nicht gelten sollten.
#4
Das ist eine gute Frage und ärgerlich, dass das nicht eindeutig geklärt ist. Ich glaube persönlich würde ich das hier Hausregeln, so dass "Lähmende Gifte/Krankheiten" keinen Malus bei Erholungsproben verursachen, während "Schwächende Gifte/Krankheiten" ihren vollen Malus auf Erholungsproben geben.

#4b/Zu Feuerblut:
Soweit ich die Regeln übrigens verstehe kann man Feuerblut nicht für diese Probe nutzen. Der Spieler muss bewusst eine Probe ausgeben und diese nur für die Gift-/Krankheitsminderung aufwenden. Feuerblut hingegen verbraucht eben eine Erholungsprobe, ist aber eine Talentprobe und keine Erholungsprobe und kann dementsprechend nicht für Gift-/Krankheitsminderung eingesetzt werden.

#5 Sehr gute Anmerkung. Früher war ja Wundschwelle = Niederschlagsschwelle. Theoretisch ist sie jetzt ja auch nur Wundschwelle+5 und daher leicht berechenbar, aber einen extra Platz auf dem Charabogen dafür wäre echt Sinnvoll.
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Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon Ma'tetz » Montag 8. August 2016, 15:54

Erstmal Danke für die Antwort.

zu 4.

Natürlich kann man Feuerblut nicht zum abschütteln von Krankheiten einsetzten. Aber man kann ja krank sein und mittels Feuerblut seine Lebenspunkte anheben wollen, was besonders wichtig ist, wenn man auch noch eine Wunde hat, die man ausheilen möchte oder einfach wenn man krank in einen Kampf gerät.

Bei schwächenden Giften steht "-2 auf alle Aktionsproben". Damit ist die Wirkung schon definiert.

Meine Frage ist eigentlich: Ist die Regenerationsprobe eine Wirkungsprobe oder eine Aktionsprobe? Laut Seite 20 des Grundregelwerks sind Erholungsproben Wirkungsproben. Mit Feuerblut müsste es eigentlich eine Aktionsprobe sein, weil es ein Talent ist (Standardaktion). Das würde aber bedeuten, dass die Erholungsprobe je nach Fall, mal von dem Schwächungsmalus betroffen wäre und mal nicht. Das kommt mir komisch vor.

Bei Wunden ist das klarer. Hier steht auf Seite 227 des Grundregelwerks die Anzahl der Wunden wird von der Erholungsprobe abgezogen. Zusätzlich gelten die Wundmodifikatoren auf alle Proben (Aktions- und Wirkungsproben) außer Erholungsproben da die sonst doppelt belastet wären.
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Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon Ma'tetz » Donnerstag 29. September 2016, 06:56

Hallo der nächste Spielabend steht an und ich komm immer noch nicht klar.

Unterscheidet das System bei Boni und Mali zwischen Aktionsproben und Wirkungsproben?

Sind Aktionsproben alle Proben, die man gegen einen Mindestwurf ablegt?
Dann wäre die Erholungsprobe zum Abschütteln von Krankheitseffekte eine Aktionsprobe, weil man gegen die Stufe des Giftes Würfelt.

Oder sind einfach alle Proben Aktionsproben?
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Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon Vestrial » Freitag 30. September 2016, 20:37

Hallo,

ja, das System unterscheidet zw. Aktions- und Wirkungsproben, aber du solltet dich nicht an dieser Definition aufreiben.

Denn egal ob Aktion oder Wirkung, die Fälle werden zum Teil unterschiedlich gelöst. Also wenn es bei dir um Erholungsproben geht,
schau bei Wunden und Erholung nach. Wenn es um Kampf geht in der Kampf Sektion und bei Gift im Spielleiter HB.


Wenn ein Spieler Abzüge auf die Initiative bekommt, dann logischer weise auch wenn er das Talent Lufttanz einsetzt. (da steht es sogar mal dabei im Bezug auf die Rüstung)

Kriegt er Mali auf die Erholungsprobe, dann auch auf Feuerblut. (beide Proben basieren auf dem Attribut Zähigkeit, aber Feuerblut muss zwingend in einem Kampf eingesetzt werden)
Aber bitte keinen künstlichen Streit beginnen, es sollte schon lebensbedrohlich sein :-)

Kriegt ein Spieler allerdings Abzüge auf seinen Schwertangriff, solltet du ihm keine Abzüge auf seinen Schadenswurf verpassen.
Das wäre zwar logisch, macht aber die Kämpfe nur länger und nervt die Spieler. Hier sollte Spielspass vor Logik gehen.

Gleiches gilt für Zaubern und Zauberschaden.

Bei der Wundheilung wird sogar geraten, bei den ersten Spielen, die Mali durch Wunden nicht von der Erholungsprobe abzuziehen. Es bringt auch nichts wenn die Spieler ein Abenteuer lang nur im Sanatorium liegen. Und wenn der Malus von Gift erzeugt würde, darüber steht was im Spielleiter HB. Der Spieler kann eine unmodifizierte Erholungsprobe machen und für jeden Erfolg wird der Malus durch ein Gift um 2 gesenkt.
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Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon CHKRON » Sonntag 2. Oktober 2016, 08:16

Grundsätzlich lege ich bei Schadenswürfen (physisch und magisch) keine direkten Mali für die Spieler fest.
Indirekte, die sich aus Mali für GE, WA, ST usw. ergeben, da ist es logisch.
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Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon Ma'tetz » Dienstag 4. Oktober 2016, 08:45

Der Spieler kann eine unmodifizierte Erholungsprobe machen und für jeden Erfolg wird der Malus durch ein Gift um 2 gesenkt.


Gifte/Krankheiten und Krankheiten waren eben genau der Auslöser für meine Frage.
Der Absidianer meiner Gruppe hat durch eine vor Harpyen übertragene, schwächenden Krankheit -6 auf alle Aktionsproben bekommen und hatte noch eine Wunde, die nochmal -1 eins auf alle Proben beschert. Damit war die Stufe seiner Heilprobe = 0, wenn man die Abzüge Berücksichtigt. Damit blieb ihm nur noch sich 2 Wochen ins Bett zu legen, bis die Krankheit vorbei ist.

Spielleiterhandbuch Seite 112
Falls der Charakter will, kann er eine Erholungsprobe gegen die Wirkungsstufe des Giftes ablegen, was den Malus pro Erfolg um 2
senkt.

Das Wort unmodifiziert finde ich da nicht. Aber der Spieler hat eigentlich nur dann eine Chance eine Krankheit abzulegen, wenn man es so macht.

Ich will garnicht streiten, ich versuche nur möglichst allgemeine Regelgrundgedanken zu finden, damit ich mir nicht so viele Insellösungen merken muss. Auf jeden Fall Danke für die Antwort.
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Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon Leutas » Freitag 16. Juni 2017, 13:40

Hallo zusammen,

ich mache mich seid kurzem mit Earthdawn als Meister vertraut.
Dabei bin ich über das Thema Sturmangriff bezüglich Waffe zerbrechen und für Sturmangriff ungeeignete Waffen gestolpert.
Im Spielhandbuch S.237 unter Sturmangriffe steht:
"Einige Waffen sind für Sturmangriffe nicht geeignet und können beim Aufprall zerbrechen (siehe die Waffenbeschreibung, S.243)."

1)
Doch unter den Waffenbeschreibungen sehe ich nur bei Hellebarden den Hinweis auf ungegeeignet für Sturmangriff.
Offensichtlich sind laut S.237 lanzenähnliche Waffen, Speer, Schwert und Streitkolben geeignet.
Eigentlich hätte ich eher erwatet einen Bruchtest bei einer Lanze und Speer zu machen, da sie bekanntlicherweise tatsächlich wegen ihrer Länge bei einer Lanzenangriff zerbrechen können.
Bei welchen Waffen muss ich nun eine Probe auf Zerbrechen durchführen?

2)
Ich habe nirgendswo eine Beschreibung gefunden, wie ich ein Bruchtest auf eine Waffe mache.
Schilde haben einen Bruchschwelle, aber Waffen nicht und einen pauschalen Bruchschwellenwert für alle Waffen anzunehmen macht für mich keinen Sinn.
Wie und mit welchen Mindestwurf wird die Probe auf Waffenbruch nun durchgeführt?

Vielen Dank für eure Hilfe
Leutas
 
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Re: Ein paar Regelfragen 4. ED

Beitragvon Belenus » Montag 19. Juni 2017, 13:59

Hi,

du hast recht, das Spielerhandbuch gibt nicht genug Informationen dazu her.

1) Waffen, die nur Zweihändig geführt werden können, sind meiner Auffassung nach ungeeignet für einen Sturmangriff. So würde ich entsprechend in der Waffenbeschreibung eher danach suchen, ob eine Zweihandwaffe nicht doch für den Sturmangriff verwendet werden kann, wie es bei der Lanze beisteht.
Gleiches gilt natürlich für zu kurze Waffen, da würde ich mich einfach nach der Waffengröße orientieren.

2) Ich würde es einfach so handhaben, dass bei einem kritischen Misserfolg (nur 1en) bei der Stärkeprobe, ob man nach dem Angriff im Sattel bleibt / die Waffe in der Hand behält, die Waffe zerbricht. Natürlich kann der Spielleiter dies Situationsbedingt immer noch anders handhaben. Magische Waffen bilden hier wie immer eine Ausnahme.
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