Perainegweihter (NPC) patzt kritsch: Was passiert mit ihm?

Knappe, kurze Fragen können hier schnell geklärt werden.

Re: Perainegweihter (NPC) patzt kritsch: Was passiert mit ih

Beitragvon E.C.D. » Samstag 17. Juni 2017, 17:01

Iiiiich, kompliziert? Iwo! :roll:

@ a)
E.C.D. hat geschrieben:Und ob sie [die Götter] es [Patzer verhindern] in Zukunft nicht mehr machen oder es in Zukunft niemals gemacht haben werden, ist mir persönlich total schnuppe.

@ b) korrekt

@ c) (wie Cifer)
Bei der Art der Patzer glaube ich, dass alle Auswirkungen 4-12 vom Geweihten eher 'geschluckt werden' - eine Erschütterung seines Gottvertrauens bewirken, aber der Umwelt doch eher verborgen/vertuscht bleiben.
Bei falscher Wirkung und falschem Ziel wird es natürlich schwieriger, das zu negieren.
Bei einem Flammenchaos unmöglich.

Nur sind diese Dinge immer noch selten und die Welt ist immer noch schlecht vernetzt.
Ein Einzelfall wird in aller Regel zu eifrigem Vertuschen führen. Religionen können sehr gut vertúschen, weil die Theorie von der Sünde immer wahr sein kann, und in den Augen des äußeren Betrachters wahrscheinlich gerne angenommen wird.
Aufgeweckte Geister in den Kirchen werden erst bei 2-3 entsprechenden Berichten und durchschnittliche Kapellmeister vermutlich noch später aus dem Schlaf der Gerechten erwachen. Wahrnehmen und handeln sind noch zweierlei. Wer nachhakt, muss auch ein Bedürfnis haben. (Mindestens Cifer hat die Handbücher des Drachen ja gelesen :mrgreen: ) Man hat aber eher nicht das Bedürfnis das Weltbild und die eigene Position ins Wanken zu bringen. Also müsste das Bedürfnis "Vermeidung" sein - aber welcher Geweihte maßt sich diese Kompetenz an?

Ähm nö... ich glaube nicht, dass es viel mehr als ein "Is halt jetzt so" geben muss.
Und auch dieses macht erst in einigen Jahren Sinn.
Nachhaltige Wachsamkeit entspricht einfach nicht meiner Erfahrung mit beunruhigenden Nachrichten und Reaktionen der Umwelt.
Trotzdem möchte ich die Einbindung eines solchen Ereignisses in ein Heldenwerk-Abenteuer stark befürworten - gute Idee.

Wenn ich es schriebe, wäre jener Heretiker "zu schützendes Objekt", der dem Geweihten die Herbeiführung eines Infernos unterstellt.
Ich glaube solche Leute sind in weit größerer Gefahr als die Empfänger von Liturgien...
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Re: Perainegweihter (NPC) patzt kritsch: Was passiert mit ih

Beitragvon TrollsTime » Montag 19. Juni 2017, 09:41

Leomar hat geschrieben:
  • Patzer in übernatürlichen Bereichen sind meistens deutlich unangenehmer als Patzer in vielen weltlichen Bereichen.
kann ich nicht nachvollziehen. Es kommt auf die Situation und die Tätigkeit an. Beim Stricken passiert? Hemd kaputt, kein Ding. Beim Zimmern? Vom Dach gestürzt, NSC tot.
Bei taktischen Anweisungen (Kriegskunst)? Ein Dutzend arme Redskirts in den Tod geschickt, Desaster.
  • Patzer im karmalen Bereich sind entweder neu in Aventurien und erregen deshalb massives Aufsehen, Verunsicherung, Panik usw. oder schon immer existent und damit als alter Hut ohne besondere Beachtung. Das muss geklärt werden.
  • Zustimmung.
  • Alle Geweihten, egal welcher Gottheit sie folgen, leiden unter exakt denselben Folgen eines Patzers. Jeder Gottheit eine eigene Tabelle zu geben oder wenigstens darauf hinzuweisen, dass die aktuelle Tabelle bloß beispielhaft zu verstehen ist, wäre nicht zu viel verlangt gewesen.
  • Absolute Zustimmung! Klarstellung vom Redachs erbeten, dass es nur beispielhafte Angaben sind!!!
  • In DSA4 konnten Liturgien ebenfalls patzen, doch waren die Auswirkungen stets zur Gottheit passend, ordnend in ihrem Sinne, bloß nicht im Sinne des Geweihten. Dies ist gewiss ein rein subjektives Urteil, doch würde mich wundern, sollten dies nicht viele Spieler ähnlich sehen: Selbst eine misslungene Liturgie, so sie nicht z.B. direkt vom Namenlosen korrumpiert wurde, sollte nie gegen die Grundprinzipien der Gottheit wirken.

  • Wenn ein Gott einem Geweihten seine Gunst entzieht, hat das fast die gleiche Auswirkung wie "gegen die Grundprinzipien".
    Praios entzieht dir das wärmende Sonnenlicht
    Rondra lässt dich in Extragegner laufen, weil du den ehrenhaften Kampf nicht ehrtest und es jetzt mal am eigenen Leib erfahren solltest
    Tsa sagt: Dieser Heiler da bringt nur den Tod
    Boron lässt als Ermahnung die Toten auferstehen, nur: Anders als Thargunitoth hat er nie vor, sie dauerhaft wandern zu lassen.
    Ingerimm bringt die sichere Höhle zum Einsturz.

    Kurz: Der Flammensturm ist in vielen Fällen ein ungeschicktes Beispiel, keine Frage. Das hat aber weniger was mit Grundprinzipien als mit Phantasie (hier der Autoren) zu tun.
    Zuletzt geändert von TrollsTime am Montag 19. Juni 2017, 09:43, insgesamt 2-mal geändert.
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    Re: Perainegweihter (NPC) patzt kritsch: Was passiert mit ih

    Beitragvon E.C.D. » Montag 19. Juni 2017, 14:14

    Das klingt für mich so, als wertetest Du (TrollsTime) die Patzer als Sanktion der Götter.
    Also, als absichtliche Torpedierung der Liturgie.
    Das schmeckt mir aber überhaupt nicht.

    1. Wenn es so wäre, dann läse ich gerne, dass der Patzer ungehorsame Geweihte trifft, und nicht im Schrotgeballer ungefähr jeden mal im Laufe seines Lebens.
    2. Wenn es so wäre, könnte "schlechte Lenkbarkeit der Karmalströme" nicht die Begründung für Patzer sein.

    Wenn es so wäre, verstünde ich den Ruf nach "Ereignissen, typisch für den Charakter der Gottheit. Allenfalls ihrer Ausrichtung genau entgegengesetzt."
    Obwohl ich nicht verstehe, warum RONdra jetzt Ehrlosigkeit besser finden sollte als brennende Umgebung... Aber unter gewissen didaktischen Grundannahmen könnte man die Strategie sicherlich vertreten: wenn Gewalt z.B. als Erziehungmethode gegen gewalttätige Kinder eingesetzt würde.

    Wenn es so wäre, bestünde genau die Situation, in der ich eine Regelung der Sorte 4.1 befürworten müsste: auch beim spektakulären Misslingen einer Liturgie ist die Wirkung vom Geist des dahinter stehenden Gottes (und seiner Ordnung) erfüllt.

    Meine Lesart ist dagegen, dass die Götter die Energie sozusagen "loslassen" und genau nicht mehr bestimmen können, was damit passiert.
    Ich habe das schon immer angenommen. Für mich ist auch Karmaenergie "farbloses Mana". Die genau gegenteilige Einschätzung kann jedoch genau so richtig gewesen sein (für DSA4.1 macht PRAios="weißes Mana" absolut Sinn). Z.B. macht eine Erschwernis an falschen Orten, an falschen Tagen etc. ja eigentlich nur Sinn, wenn die Energie oder der Anwender "irgendwie nicht so recht will". Für mich ist das halt der Anwender.

    Jetzt ist Karamenergie 'nicht mehr so gut lenkbar' - das spricht noch einmal dafür, dass ich bislang irrte (denn was jetzt nicht mehr ist, muss wohl bislang so gewesen sein). Es spricht aber eben auch dafür, dass die "Farbe", die die Götter der Energie mitgegeben haben, nicht mehr zuverlässig wirksam bleibt. Und daher Missgeschicke dem Geweihten eben nicht mehr im Geiste der karmaspendenden Gottheit um die Ohren fliegen sondern eher schon zu einem Gefühl des 'Verlassenseins' führen.
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    Re: Perainegweihter (NPC) patzt kritsch: Was passiert mit ih

    Beitragvon TrollsTime » Montag 19. Juni 2017, 15:32

    E.C.D. hat geschrieben:Das klingt für mich so, als wertetest Du (TrollsTime) die Patzer als Sanktion der Götter.
    ja
    Also, als absichtliche Torpedierung der Liturgie.
    nein
    Das schmeckt mir aber überhaupt nicht.
    Du wendest mein Rezept falsch an, da kann es nicht schmecken...
    1. Wenn es so wäre, dann läse ich gerne, dass der Patzer ungehorsame Geweihte trifft, und nicht im Schrotgeballer ungefähr jeden mal im Laufe seines Lebens.
    2. Wenn es so wäre, könnte "schlechte Lenkbarkeit der Karmalströme" nicht die Begründung für Patzer sein.

    Meine Lesart ist folgende:
    Wenn ich als SPIELER einen Patzer würfle, dann hat ingame der CHARAKTER etwas falsch gemacht. Das muss ich nicht ausgespielt haben...
    Was das genau ist, ist mir fast wuppe. Ich gehe - mittlerweile - halt nicht mehr nach der Methode vor: "Hä, das ist doch unlogisch, weil X und Y!" sondern
    nach der Methode "Es wird schon - ingame- eine Erklärung geben. Vielleicht fällt mir jetzt noch keine ein, vielleicht doch!"

    In etwa so, wie ich nur noch ungern am Charakterspiel meiner Mitspieler rumkrittele, sondern statt dessen (uU angestrengt) versuche, für das in meinen Augen zunächst ungewohnte Charakterspiel eine Erklärung zu finden.
    Nicht "Das passt nicht in mein Weltbild, deshalb weg damit", sondern "Ich versuche das mal irgendwie in mein Weltbild zu integrieren".

    Wenn es so wäre, verstünde ich den Ruf nach "Ereignissen, typisch für den Charakter der Gottheit. Allenfalls ihrer Ausrichtung genau entgegengesetzt."
    Obwohl ich nicht verstehe, warum RONdra jetzt Ehrlosigkeit besser finden sollte als brennende Umgebung... Aber unter gewissen didaktischen Grundannahmen könnte man die Strategie sicherlich vertreten: wenn Gewalt z.B. als Erziehungmethode gegen gewalttätige Kinder eingesetzt würde.

    Wenn es so wäre, bestünde genau die Situation, in der ich eine Regelung der Sorte 4.1 befürworten müsste: auch beim spektakulären Misslingen einer Liturgie ist die Wirkung vom Geist des dahinter stehenden Gottes (und seiner Ordnung) erfüllt.

    Meine Lesart ist dagegen, dass die Götter die Energie sozusagen "loslassen" und genau nicht mehr bestimmen können, was damit passiert.
    Ich habe das schon immer angenommen. Für mich ist auch Karmaenergie "farbloses Mana". Die genau gegenteilige Einschätzung kann jedoch genau so richtig gewesen sein (für DSA4.1 macht PRAios="weißes Mana" absolut Sinn). Z.B. macht eine Erschwernis an falschen Orten, an falschen Tagen etc. ja eigentlich nur Sinn, wenn die Energie oder der Anwender "irgendwie nicht so recht will". Für mich ist das halt der Anwender.

    Jetzt ist Karamenergie 'nicht mehr so gut lenkbar' - das spricht noch einmal dafür, dass ich bislang irrte (denn was jetzt nicht mehr ist, muss wohl bislang so gewesen sein). Es spricht aber eben auch dafür, dass die "Farbe", die die Götter der Energie mitgegeben haben, nicht mehr zuverlässig wirksam bleibt. Und daher Missgeschicke dem Geweihten eben nicht mehr im Geiste der karmaspendenden Gottheit um die Ohren fliegen sondern eher schon zu einem Gefühl des 'Verlassenseins' führen.


    Ich mag eher, die These der "langen Leine". Die Priester haben viele Freiheiten zu schalten und zu walten und manchmal laufen sie auch in die entgegengesetzte Richtung und ebenso oft, denkt sich die Gottheit "soll er ruhig, irgendwann findet er den Weg".
    Nur, wenn der Priester es zu weit treibt, greift die Gottheit ein.
    Damit kann beides passieren:
    A) Der Priester geht unvorsichtig mit seinen Kräften um. Den Schaden, der entsteht, hat er selbst verursacht, die Gottheit hat damit nichts zu tun.
    B) der Priester geht unbotmäßig mit seinen Kräften um. Der Schaden, der entsteht, ist eine Strafe der Götter.

    Ergänzt um C)
    Jemand anderes kommt vorbei und tritt dem Hund, äh Priester in die Fresse bzw hat genageltes Fleisch ausgelegt als diabolischen Köder.
    C) Der Priester hat richtig gehandelt, die Gottheit hat ihre Finger nicht im Spiel, aber jemand anderes Mächtiges

    Zuguterletzt ist auch eine Mischung denkbar.
    Und NEIN: Da muss nicht zwingend der Spieler was "falsch" gemacht haben.
    Das kann durchaus etwas gewesen sein, dass sich - ausnahmsweise - mal seiner "Wirkhoheit" entzieht.
    Es ist ein Patzer
    Er ist unwahrscheinlich
    Er darf eine Ausnahme darstellen
    Finde eine Erklärung... aber nicht immer die erschütterndste
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