Räuber/Wegelagerer und ihr Glaube (12G Gebiet)

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Re: Räuber/Wegelagerer und ihr Glaube (12G Gebiet)

Beitragvon zakkarus » Sonntag 18. Juni 2017, 11:26

Glaube und Verehrung nicht verwechseln. Im 12G-Gebeiten sind der Glaube an die ZWÖLF Normalität. Aber das bedeutet nicht das jeden Praiostag jeder Aventurier zum nächsten Schrein/Tempel pilgert und dort seiner beleibten Gottheit gedankt.
Natürlich mag sich ein Räuber dem Diebesgott Phex näher fühlen als der schützenden Travia - deren Gebote ein Wegelager ja genauso verletzt wie die von Praios. Ich denke daher die meisten Räuber etc. denken eher an ihr Elend als an die ZWÖLF wenn sie mal wieder ihren Job nachgehen - schlimmer wäre es wenn sie mit einem Bein schon bei den Erzdämonen stehen. Dann doch lieber denken das dieser "harmlose" Raub im Sinne Phex sei.
Nun kommt noch eines hinzu, nämlich niemand wird als Räuber geboren. Wo und wie wuchs derjenige auf, welche Götter gedachten seine Eltern etc. Dies mag auch später noch nachklingen.
Was hingegen leider - auch in Abenteuern - vergessen wird das selbst die meisten Wegelagerer einen großen Respekt vor Geweihten haben - so lange sie noch irgendwie an die ZWÖLF glauben. Daher wird ein Überfall auf eine Gruppe mit einem offensichtlichen Geweihten anders (oder gar nicht) ablaufen als eine Gruppe ohne Priester.
Bisher wurde eher wenig auf den Umgang Geweihte und ihre Umwelt, wie z.B. deren Auswirkungen auf Wegelager gemacht, nachgedacht. Aber vielleicht mag es daran liegen das die meisten Räuber in Abenteuer namenlose Alriks sind.
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Re: Räuber/Wegelagerer und ihr Glaube (12G Gebiet)

Beitragvon x76 » Sonntag 18. Juni 2017, 13:05

Man darf nicht glauben, dass die Masse der Aventurier viel über ihren Glauben weiß. Die meisten kennen nur das, was gepredigt wird und da ein Großteil der Bevölkerung auf dem Land lebt, kennt man meist nur ein paar wenige Götter der 12e genauer (nämlich die Gottheit des Dorfgeweihten). Von den restlichen Geweihten sieht man mit viel Glück mal einen Wanderprediger oder an hohen Feiertagen einen "Boten", aber viel Religion oder gar Wissen wird bei solchen Gelegenheiten sicher nicht vermittelt.

Wer sehr viel Glück hat, hat eine Praiostagsschule und darf sie sogar besuchen, aber bei einem Tag pro Woche kommt auch nicht all zu viel heraus in den Jahren (zumal die "Schule" wohl nur Kinder besuchen).

Unter dem Strich reicht es, um an den Gottesdiensten teil zu nehmen. Der überwiegende Rest ist jedoch fantasiereicher Volks- und Alltagsglaube und der ist bei weitem nicht immer das, was in den "Kirchenlehrbüchern" steht.

Aber auch in der Stadt, wo man theoretisch einen besseren Zugang zu den 12en und echtem Religionswissen hat, reicht es den meisten Leuten einfach ihr Leben zu leben. Man geht überwiegend zu dem Gott der "interessiert", nimmt die Gottesdienste mit "bei denen man als guter Gläubiger nicht fehlen darf" und geht zu den großen Festen, zu denen sowieso jeder geht. Man weiß sicherlich etwas mehr über die 12e, aber viel ist das immer noch nicht.

Wie schon gesagt wurde, denkt der typische Räuber sicher nicht, dass er mit einem Bein bei den Erzdämonen steht, sondern natürlich dass die Götter seine schlimme Lage verstehen und die Not heiligt dann die Mittel. Deshalb kann er wie jeder andere "Frevler" guten Gewissens zu den Göttern beten und Gebete helfen natürlich dabei eine eventuell verbleibende Schuld zu verringern. Mangelndes Fachwissen erleichtert dies noch einmal deutlich. Der typische Räuber hat keine Ahnung vom Phexglauben, weiß aber natürlich dass der Gott der Diebe und des Glücks Ansprechpartner "zuständig" für ihn ist. Das Phex Raub und Co. nicht gutheißt, dürften nur die wenigsten wissen und selbst die es wissen, hindert es sicher nicht daran zu ihm zu beten. Schließlich müssen sie sich ja selbst helfen und außer Raub gibt es keine Alternative.

Menschen sind nun mal Sünder und können den vielen Geboten der 12e gar nicht gerecht werden. Auf dem Sterbebett macht man sich dann vielleicht zum ersten Mal wirklich ernste Gedanken übers Seelenheil. Im Alltag hat man genug damit zu tun über die Runden zu kommen. Räuber wird man nicht weil es ein toller Beruf ist, sondern weil man dazu gezwungen ist und die meisten Räuber werden nicht alt. Man wird hingerichtet oder welkt durch das Mangelleben in Wald und Höhlen dahin und stirbt an irgendeiner Krankheit, Hunger etc.

Unabhängig davon, werden viele Räuber sich wohl von den Göttern verlassen fühlen "die kümmert mein Schicksal doch nicht" und deshalb auch keinen all zu tiefen Glauben pflegen. Das der Glaube mit der Zeit nachlässt ist sehr wahrscheinlich. Würden sich die Götter nämlich kümmern, würde es ja nicht von Jahr zu Jahr schlechter werden.
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