Bannfluch und wo geht die Seele hin?

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Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Deirakos » Freitag 2. Juni 2017, 12:30

AGW s 141
"Der Bannfluch gilt als das mächtigste Bestrafungsinstrument
der Kirchen, denn damit verdammen sie eine
Person und schließen sie aus allen Paradiesen und den
Totenreichen aus.
"

Wo gehen die Seelen der Verbannten dann ein? Bleiben sie in ner Zwischenebene oder gehen die dann direkt in die Niederhöllen ein? Wenn sie in die Niederhöllen eingehen, ist das nicht kontraproduktiv aus sicht der Kirche, wenn man dann noch die Kriegsmaschinerie mit sowas stärkt?
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Re: Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Cifer » Freitag 2. Juni 2017, 13:35

Das ist in der Tat kontraproduktiv. Letztlich ist es die Ultima Ratio: Wir nehmen in Kauf, mit deiner Verbannung die Feinde der Schöpfung zu stärken, weil deine Verbrechen schlimm genug sind, dass nur die Seelenmühle eine angemessene Bestrafung darstellt.

(Also, theoretisch könnte der Verfluchte auch als Geist umgehen, aber das kann er ja nicht beeinflussen - auch wenn das Versprechen, in die Niederhöllen aufzusteigen, sicherlich eine gute Motivation ist, sich an Dere festzuklammern.)
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Re: Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Allyve » Freitag 2. Juni 2017, 13:41

Die Regelwerke geben dazu folgendes her:
Aventurisches Götterwirken S. 72 hat geschrieben:Verdammter
Um den Makel des Verdammten zu erlangen, muss jemand nicht nur gegen die Prinzipien seiner Götter verstoßen, sondern seine Seele verpfändet haben. Dies gilt insbesondere für Dämonenpaktierer und Geweihte des Namenlosen. Durch den Paktschluss oder die erste Selbstopferung wird ihre Seele mit dem Makel des Verdammten belegt.
Darüber hinaus können Geweihte mittels der Zeremonie Anathema (siehe Seite 141) oder Götter durch direktes Eingreifen eine Person verdammen.
Konsequenzen: Hilfreiche Liturgien von Geweihten können nicht mehr auf Verdammte gewirkt werden; Verdammten ist der Zutritt in ein Totenreich verwehrt, sie können nach ihrem Tod nur als ruhelose Geister umhergehen oder verbringen ihre Zeit bis ans Ende aller Tage in den Niederhöllen oder den Gefilden des Namenlosen.
Buße: Nur ein Gott persönlich kann einen Verdammten erlösen.
Wege der Götter S. 254 hat geschrieben:Anathema
...
Erwähnt werden sollte noch, dass jedes gesprochene Anathema fast schon ein historisches Ereignis – das letzte bekannte Anathema wurde gegen Borbarad persönlich ausgesprochen.
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Re: Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Alex Spohr » Samstag 3. Juni 2017, 11:38

Allyve hat geschrieben:Die Regelwerke geben dazu folgendes her:
Aventurisches Götterwirken S. 72 hat geschrieben:Verdammter
Um den Makel des Verdammten zu erlangen, muss jemand nicht nur gegen die Prinzipien seiner Götter verstoßen, sondern seine Seele verpfändet haben. Dies gilt insbesondere für Dämonenpaktierer und Geweihte des Namenlosen. Durch den Paktschluss oder die erste Selbstopferung wird ihre Seele mit dem Makel des Verdammten belegt.
Darüber hinaus können Geweihte mittels der Zeremonie Anathema (siehe Seite 141) oder Götter durch direktes Eingreifen eine Person verdammen.
Konsequenzen: Hilfreiche Liturgien von Geweihten können nicht mehr auf Verdammte gewirkt werden; Verdammten ist der Zutritt in ein Totenreich verwehrt, sie können nach ihrem Tod nur als ruhelose Geister umhergehen oder verbringen ihre Zeit bis ans Ende aller Tage in den Niederhöllen oder den Gefilden des Namenlosen.
Buße: Nur ein Gott persönlich kann einen Verdammten erlösen.
Wege der Götter S. 254 hat geschrieben:Anathema
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Erwähnt werden sollte noch, dass jedes gesprochene Anathema fast schon ein historisches Ereignis – das letzte bekannte Anathema wurde gegen Borbarad persönlich ausgesprochen.
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Re: Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Cifer » Samstag 3. Juni 2017, 11:43

Interessant finde ich dabei, dass Verdammter ja auch den Status des Paktierers beschreibt. Ist dessen Seele jetzt nur noch von einer Gottheit persönlich zu retten? Bisher war ja genau das der Zweck des Exorzismus.
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Re: Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Leomar » Samstag 3. Juni 2017, 11:52

Die letztendlich erfolgte Verbannung in den Rausch der Ewigkeit, eine kleine abgeschottete Minderglobule, die hoffentlich hinreichend gesichert und bewacht ist, war imho die deutlich bessere Entscheidung, als das bloße Zutrittsverbot in die göttlichen Gefilde.
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Re: Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Alex Spohr » Samstag 3. Juni 2017, 12:03

Cifer hat geschrieben:Interessant finde ich dabei, dass Verdammter ja auch den Status des Paktierers beschreibt. Ist dessen Seele jetzt nur noch von einer Gottheit persönlich zu retten? Bisher war ja genau das der Zweck des Exorzismus.


Es wird für die Paktierer die Möglichkeit geben, ihren Pakt auch selbst zu brechen. Das könnte dann die Folge haben, dass du kein Verdammter mehr bist, sondern sich dein Makel auf Frevler senkt und du über weitere Bußen dich auch wieder ganz makellos machen kannst (ungefähr den Weg, den z.B. Tarlisin von Bobra bestritten haben könnte, wenn man ein Beispiel will).

Und es mag hier auch noch eine Unterscheidung zwischen einen vollwertigen Pakt und einem Minderpakt geben. Gerade bei einem Minderpakt mag auch eine Zeremonie die Seele reinigen und den Makel aufheben können (also so was wie der Exorzismus).

Durch einen Bannfluch verursachte Verdammung ist aber sicherlich eine Sache, die eigentlich nur ein Gott selbst aufgeben kann.
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Re: Bannfluch und wo geht die Seele hin?

Beitragvon Cifer » Samstag 3. Juni 2017, 12:11

Da sollte man vielleicht nochmal die Makelsbeschreibung anpassen - aktuell klingt "Buße: Nur ein Gott persönlich kann einen Verdammten erlösen." ja eher danach, als sei Tarlisins Weg (persönliche Rettung durch Tsawunder) der einzig gangbare und die kirchliche Exorzismusscheiterhaufen-Aktion ziemlich sinnbefreit, die ja nach alten Quellen auch bei Seelenpakten regulär angewandt wurde.
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