Einsatz Kleiner Heilsegen

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Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon Yeto Nandurio » Montag 5. Juni 2017, 11:23

Beim Lesen des Götterbandes kam bei mir die Frage auf, wann ein Geweihter den kleinen Heilsegen anwendet.

Gerade bei einer Perainegeweihten sehe ich nicht, wann sie diesen einsetzten sollte. Geweihte werden ja sicher
achtsam mit den Gaben ihrer Götter (= Karmapunkte) umgehen und sie nicht nur aus Bequemlichkeit einsetzen.
Jetzt kann man mit dem kleinen Heilsegen selbst als Perainegeweihte nur Verletzungen heilen, die nach einer
erholsamen Nacht Schlaf sowieso verschwunden sind. Das werden also Verletzungen sein, die die Geweihte auch
profan ohne großen Aufwand wird versorgen können.
Für größere und ernsthaftere Verletzungen gibt es den Heilsegen, der deutlich größere Verletzungen heilen kann.
Den einzigen Zweck sehe ich in missionarischen bzw. glaubensstärkenden Absichten, indem die Geweihte die
Kraft ihrer Gottheit demonstrieren kann, indem sie eine kleine Verletzung heilt.

Gibt es noch andere Situationen, in denen der kleine Heilsegen (IT) sinnvoll ist ?
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon x76 » Montag 5. Juni 2017, 12:53

Segnungen
Jeder Geweihte verfügt über eine Reihe von Alltagsliturgien, die dem Zweck dienen, den Gläubigen zu helfen und die Macht der Gottheit jeden Tag aufs Neue zu demonstrieren. Es sind meist schwache Manifestationen, die nur wenig Kraft kosten. In manchen Situationen sind sie trotzdem ausgesprochen nützlich.


Das stammt aus der Einführung zu dem Thema im Regelwerk (S. 322) und trifft Zweck und Einsatzmöglichkeiten doch ganz gut.

Man kann den kleinen Heilsegen z.B. guten Gewissens ins Nachtgebet einer Heldengruppe einflechten. Schläft man besser, wenn man vorher die Nähe Peraines gespürt hat? In vielen Fällen bestimmt. Gerade in Fällen, in denen eine natürliche Heilung und Wundbehandlung noch ausreichend ist (mäßig schwer verletzt), kann man als Geweihter auf jeden Fall den kleinen Segen noch obendrauf packen. Aus einer profanen Handlung, wird etwas Besonderes. Der Aufwand ist minimal, aber die Geste ist umso größer.

Ganz zu schweigen davon, dass manchmal 1 Punkt mehr oder weniger einen großen Unterschied machen kann (z.B. bei Schmerzstufen) und hier hat die kleine Segnung auch einen wirklich "chrunchigen" Einsatzzweck. Steigen die LE über die Schwelle, lassen die Schmerzen schlagartig nach und viele Dinge gehen wieder leichter von der Hand.

Wenn das mal nicht ein großes Zeichen der Götter ist!

Unabhängig davon gibt es kleine Verletzungen, die zwar nicht bedrohlich aber unglaublich nervig und störend sind (z.B. ein kleiner Schnitt an einer ungünstigen Stelle an der Hand, an "sensiblen Körperzonen" oder Blasen an den Füßen) und wenn diese durch einen Handwink verschwinden, ist man doch sehr dankbar und genau dafür eignet sich der kleine Segen.
Zuletzt geändert von x76 am Montag 5. Juni 2017, 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon AlariFirefly » Montag 5. Juni 2017, 12:57

Yeto Nandurio hat geschrieben:Beim Lesen des Götterbandes kam bei mir die Frage auf, wann ein Geweihter den kleinen Heilsegen anwendet.

Gerade bei einer Perainegeweihten sehe ich nicht, wann sie diesen einsetzten sollte. Geweihte werden ja sicher
achtsam mit den Gaben ihrer Götter (= Karmapunkte) umgehen und sie nicht nur aus Bequemlichkeit einsetzen.
Jetzt kann man mit dem kleinen Heilsegen selbst als Perainegeweihte nur Verletzungen heilen, die nach einer
erholsamen Nacht Schlaf sowieso verschwunden sind. Das werden also Verletzungen sein, die die Geweihte auch
profan ohne großen Aufwand wird versorgen können.
Für größere und ernsthaftere Verletzungen gibt es den Heilsegen, der deutlich größere Verletzungen heilen kann.
Den einzigen Zweck sehe ich in missionarischen bzw. glaubensstärkenden Absichten, indem die Geweihte die
Kraft ihrer Gottheit demonstrieren kann, indem sie eine kleine Verletzung heilt.

Gibt es noch andere Situationen, in denen der kleine Heilsegen (IT) sinnvoll ist ?


Hallo Yeto Nandurio,
die 12 Segnungen sind tatsächlich eher als Fluff geeignet, dafür kosten sie eben auch nur einen Karmapunkt. Perainegeweihte haben insbesonderd beim Heilsegen jedoch den Vorteil für einen Karmapunkt 2 LeP zu heilen, es macht unter Umständen also durchaus Sinn erstmal einen kleinen Heilsegen zu sprechen, bevor man sich der Heilung anderweitig widmet. Grundsätzlich gilt für alle Liturgien, Zeremonien und Segnungen, dass ein Geweihter sie nicht leichtfertig spricht und einfach mal 'zündet', weil das eine Situation einfacher macht. IT macht es durchaus Sinn Segnungen zu sprechen, insbesonders rollenspieltechnisch/atmosphärisch. Eine Segnung ist auch immer ein Beweis, dass einem die Gottheit, der man dient beisteht... und das spüren auf diese Weise auch die Nutznießer solcher Segnungen. Ein Borongeweihter wird auch nicht auf einen Grabsegen verzichten, weil der Effekt 'lame' ist und ein geübter Nekromant sich davon eh nicht aufhalten lässt.
LG Alari
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon Suratarius » Montag 5. Juni 2017, 13:47

Nach einer Prügelei mit den Prügelregeln des Meisterschirms sind sie wahrhaft sinnvoll. Da die verlorenen Prügelpunkte (PP) in verlorene LeP umgerechnet werden, entstehen in der Regel nur sehr kleine Verletzungen (also geringer LeP-Verlust).

Ich hatte letzte Woche tatsächlich den Fall, dass unsere Gruppe sich während eines Gelages, ähh Festes der Stimmung wegen mal richtig aufs Fressbrett geben wollten. Da sich unser Magier, und anschließend unser Elf, ehrenhaft unserem Zwerg gestellt haben (beide haben verloren, aber gut dagegen gehalten) konnte der Rondarianer deren Wunden (zwischen 1 und 3 LeP) schon anerkennend weg segnen...
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon Jerong » Dienstag 6. Juni 2017, 16:40

Ich würde als Perainegeweihter den kleinen Heilsegen einsetzen bei:
-einem Kind, welches sich das Knie aufgeschlagen hat
-einem kleinen verletzten Tier, welches im Weidezaun hängengeblieben ist
-dem Hirten, der sich den Knöchel im Hasenbau verknackst hat
-etc

Größtenteils Fluff um ein wenige die "gute/gütige" Seite zu betonen.
Im Grunde sehe ich es mit allen 12 Segnungen gleich, ein Geweihter sieht sich sogar in der Pflicht, die Segnungen immer zu sprechen, wenn sie gebraucht werden.
Analog spricht der Boroni auch nicht nur bei jedem 5. Todesfall den Grabsegen, sondern immer, da die Gläubigen ohne diesen Segen und Beistand der Götter, alleine wären.
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon Cifer » Dienstag 6. Juni 2017, 16:57

Jerong hat geschrieben:Analog spricht der Boroni auch nicht nur bei jedem 5. Todesfall den Grabsegen, sondern immer, da die Gläubigen ohne diesen Segen und Beistand der Götter, alleine wären.

Witzig, dass du es gerade erwähnst: Doch, laut Aventurisches Götterwirken ist dem tatsächlich so. Der Grabsegen wird dort eingeschränkt auf "bedeutende Persönlichkeiten" oder vermutete Anwesenheit von Grabräubern und Nekromanten, der Rest bekommt bloß eine nicht-karmale Bestattung. Warum man sich zu der Änderung entschieden hat, nachdem man ja geade den Grabsegen auf 1 KaP runtergeregelt hat, ist eine gute Frage.
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon Jerong » Dienstag 6. Juni 2017, 17:29

Cifer hat geschrieben:
Jerong hat geschrieben:Analog spricht der Boroni auch nicht nur bei jedem 5. Todesfall den Grabsegen, sondern immer, da die Gläubigen ohne diesen Segen und Beistand der Götter, alleine wären.

Witzig, dass du es gerade erwähnst: Doch, laut Aventurisches Götterwirken ist dem tatsächlich so. Der Grabsegen wird dort eingeschränkt auf "bedeutende Persönlichkeiten" oder vermutete Anwesenheit von Grabräubern und Nekromanten, der Rest bekommt bloß eine nicht-karmale Bestattung. Warum man sich zu der Änderung entschieden hat, nachdem man ja geade den Grabsegen auf 1 KaP runtergeregelt hat, ist eine gute Frage.


Bei den Zwölfen, diese Entwicklung ist in der Tat erschreckend. Dann benötigt ja nurnoch der Hof einen Boroni auf dem Boronsanger. Irgendwie Schwachsinnig.
Zumal Grabräuber ein Grab durch Plündern entweihen, verwunderlich, dass ungeweihte Gräber entweiht werden können.

Dann muss ich meine Aussage zurückziehen. Es werden nur gesellschaftlich besser gestellte Kulturschafende durch den kleinen Heilsegen, geheilt. Ob es reicht, der Sohn des Dorfvorsteher zu sein oder ob man ein Nachkomme einer der größeren Adelshäuser sein muss, wird derzeit heiß in der Perainekirche diskutiert.
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon Cifer » Dienstag 6. Juni 2017, 17:31

Bedenkt man, dass der Grabsegen auch bloß eine Willenskraftprobe -1 notwendig macht und gerade mal ein Jahr anhält, brechen in Aventurien für Nekromanten wirklich gerade goldene (schwarze? knochenbleierne?) Zeiten an.
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon Gratler » Mittwoch 7. Juni 2017, 11:41

Cifer hat geschrieben:
Jerong hat geschrieben:Analog spricht der Boroni auch nicht nur bei jedem 5. Todesfall den Grabsegen, sondern immer, da die Gläubigen ohne diesen Segen und Beistand der Götter, alleine wären.

Witzig, dass du es gerade erwähnst: Doch, laut Aventurisches Götterwirken ist dem tatsächlich so. Der Grabsegen wird dort eingeschränkt auf "bedeutende Persönlichkeiten" oder vermutete Anwesenheit von Grabräubern und Nekromanten, der Rest bekommt bloß eine nicht-karmale Bestattung. Warum man sich zu der Änderung entschieden hat, nachdem man ja geade den Grabsegen auf 1 KaP runtergeregelt hat, ist eine gute Frage.


In der Tat eine gute Frage. Vor allem warum es dann keine Möglichkeit gibt den Grabsegen in irgendeiner Form willentlich "stärker" zu machen (oder gleich als eine Zeremonie abzuhandeln). Gerade Gräber von bedeutenden Persönlichkeiten sollten doch besonders geschützt werden...
In unserer Gruppe ignorieren wird das allerdings weitgehend. Dort bekommen alle Gräber den Grabsegen, gerade weil die Segnung so günstig ist und ein schönes spielerisches Element darstellt (und viele herumreisende Borongeweihte sonst einen wesentlich Teil ihrer Arbeit verlieren würden :D )

In meinen Augen ist der Grabsegen ähnlich wie der Eidsegen oder auch der kleine Heilsegen vor allem eine Möglichkeit für spielerisches Potential abseits der Regeln. Der effektive "Wert" ist relativ gering - 1 LE, eine leicht erschwerte Probe die für die meisten ein Klacks sein dürfte - aber durch das Wirken wird die Macht der Götter unmittelbar spürbar, für alle Beteiligten. Effektiv ist es vielleicht nur ein LE, aber der Begünstigte spürt die Heilung viel intensiver als durch profane Behandlung. Beim Eidsegen schwingt Feierlichkeit mit, und es gehört schon viel dazu einen Eid, noch dazu geschlossen vor den Augen eines göttlichen Vertreters, zu brechen (egal was die Probenerschwernis sagt). Gleichzeitig "spamme" ich als Geweihter auch nicht meine Segnungen wild durch die Gegend nur weil ich es kann. Es muss schon passend sein.
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Re: Einsatz Kleiner Heilsegen

Beitragvon E.C.D. » Mittwoch 7. Juni 2017, 15:06

Es ist doch keinesfalls die MACHT des Grabsegens, die eine Plünderung verhindert.

Man muss davon ausgehen, dass zahlreiche Zwölfgöttergläubige ohne Segen unter die Erde kommen.Das hinterlässt bei den Angehörigen vielleicht ein unwohles Gefühl, aber selbst inneraventurisch existiert nicht der Erfahrungsschatz "ungeschützte Gräber gehen hopps, geschützte sind sicher." Für beides gibt es zu viele Gegenbeispiele. Letztendlich ist es die MACHT Borons, die die Gräber schützt.
So wie die Polizei unser aller Respekt gegenüber den Verkehrsregeln überwacht; aber eben nur einmal im Monat.
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