DSA 5 und ich

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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Anon » Mittwoch 4. Januar 2017, 12:02

Morgel hat geschrieben:Moin,
Dein Post ist ja lustig. Ich dachte anfangs, gleich taucht irgendwo noch ein Bewerbungsfoto auf. Aber nachdem Deine DSA - Vita zum Ende kam, sind ja tatsächlich einige interessante Themen aufgetaucht. Wenn auch etwas sarkastisch verpackt :-)


:lol: :lol:
Nee, ich habe einmal versucht selbst ein Spielsystem zu schreibe, das ist verdammt schwer und ich habe nach ca 40 Seiten Regelwurst aufgehört. Das überlasse ich dann doch lieber den Profis.

Morgel hat geschrieben:Meine DSA 5 pros:
- verringerte Parade, schnellere Kämpfe-


Das stimmt. Bzw. das liest sich so. Gerade auf höheren Leveln zogen sich die Kämpe bei DSA3 ewig hin und Kämpfe sind, zumindest für mich, nicht der spannendste Teil des Spielabends. Also begrüße ich es absolut, daß diese schneller ablaufen.

Morgel hat geschrieben:- Schips


Die gab es als Optionalregel, wie ich so lese, schon bei DSA3 und bei DSA4.

Morgel hat geschrieben:- System der QS. Mal ehrlich, der Erfolg einer Probe lässt sich wesentlich besser in 6 Stufen qualifizieren, als in 18...


Absolut wahr, uneingeschränkte Zustimmung.

Morgel hat geschrieben:- Generierung mit AP


Ist sicherlich fairer als das alte auswürfeln, wohl wahr. :D Obwohl ich das Würfeln mochte. Und meine Spieler das, auf mein Nachfragen hin, sogar bevorzugen würden. :shock:

Morgel hat geschrieben:- Probenerschwernisse/-erleichterungen auf Eigenschaften, nicht auf FW


Kann ich noch nichts zu sagen, da ich noch nicht gespielt habe. Weiß ja noch nicht, wie sich das "anfühlt". Stelle mir das nur ungewohnt vor, aber da kann das System ja nichts dafür. WIrd die Abstufung dadurch nicht schwieriger?

Morgel hat geschrieben:- Aufwertung von Monstern


Stimmt, das finde ich auch gut.

Morgel hat geschrieben:- insgesamt: dass Aventurien gefährlicher geworden zu sein scheint


Würde mir auch gefallen. :)

Morgel hat geschrieben:- der Metaplot Sternenfall (soweit das bislang zu beurteilen und abzusehen ist


Kann ich nicht beurteilen. Und es bleibt meine Frage, ob die Regeln so sehr mit den Ereignissen verknüpft sind, daß man die DSA5 Regeln nicht gut in der Zeit vor dem Sternenfall einsetzen kann.

Morgel hat geschrieben:Meine DSA 5 contras:
- Magienerf
- kleinteilige Regelboni (+ 1 FP oder -1 auf die xte Teilprobe)
- "Gleichstellung" aller Charaktere bei Erschaffung, kein differenziertes Machtlevel (und für mich zählt nicht das Argument, man könne mit unterschiedlichen AP starten, das ist im Sinne der Fairness untereinander in vielen Gruppen ein Problem)
- insgesamt ist mir das "Powerlevel" einen Tick zu gering.
- Teilweise zu viele "Kuriositäten", deren Entstehung ich mir nicht erklären kann (wurde schon angesprochen, Bratspieß Regeln, Schokoladenwasauchimmer und so ein Quatsch)


Hier stimme ich ebenso überall zu. Mein Problem ist, daß sich diese Kleinteiligen Boni und Kuriositäten über die Zeit und Veröffentlichungen ja ansammeln werden und ich mir nicht vorstellen kann, mir diese ganzen Sachen zu merken/sie sinnvoll im Spiel ins Spiel zu bringen. Und wenn ich mir jedesmal ein gerüttelt Maß der Regeln sparen kann, weil sie mir zu unübersichtlich sind frage ich mich eben, ob sich der umstieg von 3 auf 5 für mich lohnt.

Anon hat geschrieben: Wenn ein Spieler z.B. etwas verkaufen will, muß er dann "Handel" nehmen? Hier finde ich im Kompendium nur die Anwendungsgebiete "Buchführung", "Feilschen" und "Geldwechsel". Selbiges in den Grundregeln. Ist "Handel" ohne eine gefüllte Klammer dahinter nun das Talent der Wahl? Oder doch eher "Überreden (Aufschwatzen)"? Und kann ich, nach dem Aufschwatzen noch auf "Handel(Feilschen)" würfeln? Und wenn "Überreden (Aufschwatzen)" gehen sollte, wieso dann nicht "Überreden (Manipulieren)" oder, je nach Geschlecht, "Überreden (Schmeicheln)"? Und wenn letzteres erlaubt ist, wieso dann nicht "Betören" ohne eine Klammer dahinter


Hier habe ich, nach erneutem lesen, so ziemlichen quatsch geschrieben. Das muß ich mir nochmal ansehen. Entschuldigt bitte, es war bereits spät gestern. :oops:
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Morgel » Mittwoch 4. Januar 2017, 12:15

Die Änderung der Proben, bezogen auf die Eigenschafts- statt Talentwerte fühlt sich für mich geschmeidig und auch richtiger an. Wenn einer mit FW 4 und einer heftig erschwerten Probe glücklich würfelt, hat er 4 FP übrig, also 2 QS. Wenn einer mit Fertigkeitswert 10 nicht ganz so gut würfelt hat er bsw. nach drei verbrauchten Punkten immer noch 7 FP, also 3 QS übrig. Das differenziert für mich besser, ob jemand gut oder nicht so gut in einem Talent ist.

Ich würde schon generell von DSA 3 auf 5 umsteigen. Allein schon wegen Abenteuer und Kampagnenpublikationen. Sicherlich wird es eine Umstellung sein (aber das war es von 3 auf 4 für uns auch erstmal). Wenn man als Gruppe offen ist, kann man verschiedenen Dingen auch durhc Hausregeln begegnen. Vieles ist wirklich schön gemacht. In einigen Themen hat man sich wohl etwas verrannt. Aber das war bei DSA 4 auch der Fall.
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Leomar » Mittwoch 4. Januar 2017, 12:17

Morgel hat geschrieben:Meine DSA 5 pros:
- verringerte Parade, schnellere Kämpfe-
- Schips
- System der QS. Mal ehrlich, der Erfolg einer Probe lässt sich wesentlich besser in 6 Stufen qualifizieren, als in 18...
- Generierung mit AP
- Probenerschwernisse/-erleichterungen auf Eigenschaften, nicht auf FW
- Magische Analyse über Magiekunde
- Aufwertung von Monstern
- insgesamt: dass Aventurien gefährlicher geworden zu sein scheint
- der Metaplot Sternenfall (soweit das bislang zu beurteilen und abzusehen ist


  • Die Kämpfe dauern imho noch immer sehr lange, schneller als in DSA3 mit Stufe 12+ Charakteren gewiss, aber nicht wesentlich schneller als in DSA4. Vor allem sind mit der reduzierten Parade komplette Kampfstile praktisch ausgelöscht worden, vieles lohnt sich nicht mehr.
  • Aus irgendeinem Grund glauben viele hier im Forum, nicht nur Morgel, die wären eine Erfindung von DSA5. Tatsächlich gab es bereits in DSA3 Schicksalspunkte als Optionalregel und die paar Ergänzungen aus DSA5 sind, falls der Wunsch dazu bestehen sollte, schnell übernommen.
  • QS? Das ist ein Punkt, der mir überhaupt nicht gefällt. Warum sollten 6 QS besser sein als 18 QS, damit jede QS einen hübschen Namen bekommen kann? Was soll so toll daran sein, anstatt die FP* direkt miteinander zu vergleichen (einfach, schnell, klares Ergebnis), erst durch 3 teilen, dann runden zu müssen, mit der weiteren Sonderregel, bei 0 doch 1 daraus zu machen, um dann dies zu vergleichen, falls dieses gerade geteilte und gerundete Ergebnis nicht dann doch gleich wieder mit 3 multipliziert werden muss (langsam, umständlich, unscharfes Ergebnis, häufigeres Unentschieden)?
  • Die neue Form der Probenerschwernisse hat ein paar Vorteile, aber auch Nachteile, wie z.B. dieser Krampf von erleichterten Teilproben zeigt. Zwar können nun auch bei Erschwernis mal die vollen FP als FP* übrigbleiben, doch die Schritte sind sehr grob und die Proben insgesamt, dies allerdings auch schon in früheren Editionen, ein statistischer Krampf, die Erfolgswahrscheinlichkeit kaum intuitiv einzuschätzen.
  • Magische Analyse über Magiekunde war auch schon in früheren Editionen möglich, das ist nichts neues.
  • Inwiefern wurden die Monster aufgewertet?
  • Ich hatte nie Probleme damit ein Abenteuer bei Bedarf gefährlicher zu machen.
  • Imho ist der Metaplot noch nicht abzusehen, aber das Thema grundlegend interessant.

Morgel hat geschrieben:Meine DSA 5 contras:...


Diesen kann ich mich direkt anschließen.


@Anon

Vieles, welches dir an DSA5 gefällt, z.B. Einstiegsalter der Charaktere, verschiedene Erfahrungsgrade, Indices in Büchern usw., gab es bereits mit DSA4 ;)
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Morgel » Mittwoch 4. Januar 2017, 12:38

Leomar hat geschrieben:
Morgel hat geschrieben:Meine DSA 5 pros:
- verringerte Parade, schnellere Kämpfe-
- Schips
- System der QS. Mal ehrlich, der Erfolg einer Probe lässt sich wesentlich besser in 6 Stufen qualifizieren, als in 18...
- Generierung mit AP
- Probenerschwernisse/-erleichterungen auf Eigenschaften, nicht auf FW
- Magische Analyse über Magiekunde
- Aufwertung von Monstern
- insgesamt: dass Aventurien gefährlicher geworden zu sein scheint
- der Metaplot Sternenfall (soweit das bislang zu beurteilen und abzusehen ist


  • Die Kämpfe dauern imho noch immer sehr lange und vor allem sind mit der reduzierten Parade komplette Kampfstile praktisch ausgelöscht worden, vieles lohnt sich nicht mehr.
  • Aus irgendeinem Grund glauben viele hier im Forum, nicht nur Morgel, die wären eine Erfindung von DSA5. Tatsächlich gab es bereits in DSA3 Schicksalspunkte als Optionalregel und die paar Ergänzungen aus DSA5 sind, falls der Wunsch dazu bestehen sollte, schnell übernommen.
  • QS? Das ist ein Punkt, der mir überhaupt nicht gefällt. Warum sollten 6 QS besser sein als 18 QS, damit jede QS einen hübschen Namen bekommen kann? Was soll so toll daran sein, anstatt die FP* direkt miteinander zu vergleichen (einfach, schnell, klares Ergebnis), erst durch 3 teilen, dann abrunden zu müssen, mit der weiteren Sonderregel, bei 0 doch 1 daraus zu machen, um dann dies zu vergleichen, falls dieses gerade geteilte und gerundete Ergebnis nicht dann doch gleich wieder mit 3 multipliziert werden muss (langsam, umständlich, unscharfes Ergebnis, häufigeres Unentschieden)?
  • Die neue Form der Probenerschwernisse hat ein paar Vorteile, aber auch Nachteile, wie z.B. dieser Krampf von erleichterten Teilproben zeigt. Zwar können nun auch bei Erschwernis mal die vollen FP als FP* übrigbleiben, doch die Schritte sind sehr grob und die Proben insgesamt, dies allerdings auch schon in früheren Editionen, ein statistischer Krampf, die Erfolgswahrscheinlichkeit kaum intuitiv einzuschätzen.
  • Magische Analyse über Magiekunde war auch schon in früheren Editionen möglich, das ist nichts neues.
  • Inwiefern wurden die Monster aufgewertet?
  • Ich hatte nie Probleme damit ein Abenteuer bei Bedarf gefährlicher zu machen.
  • Imho ist der Metaplot noch nicht abzusehen, aber das Thema grundlegend interessant.


  • Kämpfe gehen schon zügiger als nach 4.1. Reduzierte Parade, aber auch keine Initiativeveränderung tragen dazu bei. Parade basierte Kampfstile sind sicher eingeschränkt, aber ein kompetenter Schildkämpfer geht durchaus. Im Grunde waren es die Defensivorientierten Kampfstile, die die Kämpfe häufig in die Länge zogen: Verzögern, abwarten, Binden etc. Für mich hat eine straffere Kampfführung priorität. Was haben wir schon stundenlang gewürfelt an Kämpfen mit mehreren Beteiligten... Problem ist va. wenn jemand meistert, der nicht die totale Routine hat. Der ist völlig überfordert in einem DSA 4.1 komplexen Kampf.
  • Schips. Ja, hast recht. Aber so richtig als Teil des SPiels erfasse ich es erst mit DSA 5
  • QS kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Mir gefällt es gut. Kopfrechnen ist wohl nicht so das Problem. Für mich deutlich besser so.
  • Magische Analyse ist mit DSA 5 anders: Mit Zauber Analys konnte man entsprechend der ZfP nach DSA 4.1 ein Artefakt untersuchen. Nach DSA 5 bietet der Analys lediglich den "Rahmen" dessen was herausgefunden werden KANN. Was man dann tatsächlich herausfindet, hängt von der Magiekunde ab. So meinte ich das.
  • Bsw. hat der Riesenlindwurm endlich mal 1.000 LeP. Oder Hesthot statt 20 nun 35. Monster können beliebig viele Verteidigungen ohne Malus würfeln. Die Werte und Fertigkeiten insgesamt im Verhältnis zu den SCs sind aufgewertet.
  • Klar. Aber für mein Empfinden zählt auch das, was in öffentlichen Publikationen daher kommt. Und das fühlt sich gefärlicher an, bsw.
    + SPOILER
    der Kampf gegen den Bären zu Beginn von Offenbarung des Himmels
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon ScraNagar » Mittwoch 4. Januar 2017, 12:47

@ Morgel & Leomar:

Das was ihr beide ansprecht finde ich besonder in DSA 5 gelungen, dass endlich mal die Werte unterhalb von 20 gehalten werden. Bei einer Spielmechanik von 1W20 ist es voll unklug beim Fernkampf oder auch bestimmten magischen Gebieten Werte jenseits von 30 zu verwenden...
Das ist echt gut gelungen, gebe ich euch recht.

Der Rest ist halt Geschmackssache, wir spielen mit einem Qualitätssystem im Kampf, damit der Würfelwurf mit berücksichtigt wird.

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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon ScraNagar » Mittwoch 4. Januar 2017, 12:52

@ Leomar,

es gibt einen recht guten Vorteil beim QS System von 6. Theoretisch könnte dieser Wert in Erzeugnisse besser eingebracht werden anstatt QS 18. Hoffe die setzten das mal um :)

z.B. ein Schwert mit einer passender Bauanleitung mit QS 3 könnte halt mehr Treffer verursachen, je nach Qualität des Schmieds. oder sowas halt :)

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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Leomar » Mittwoch 4. Januar 2017, 13:18

Morgel hat geschrieben:...QS kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Mir gefällt es gut...


Nur damit ich dies selbst nachvollziehen kann, was gefällt dir daran besser?

1. Beispiel: Zwei Personen laufen um die Wette und würfeln dafür eine Athletikprobe. Die Person A erzielt 7 FP*, Person B 9 FP*.
In DSA4 (und DSA3) wäre ich jetzt fertig, Person B hat knapp gewonnen.
In DSA5 teile ich hingegen die 7 FP* erst einmal durch 3 und runde auf QS 3, selbiges mache ich für Person B und komme ebenfalls auf QS 3, also müssen beide Proben wiederholt werden. Diesmal werden 9 FP* und 10 FP* erzielt, erneut muss bei beiden geteilt und gerundet werden; endlich, obwohl B diesmal nur 1 FP* mehr hatte als A, hat B gewonnen. -> Was war in DSA5 nun besser?

2. Beispiel: Der Ignisphaero kostet in DSA5 mit 32 AsP (Kosten sind nicht modifizierbar) nun deutlich mehr und richtet mit 2W6+(QS x 3) TP weniger Trefferpunkte an als in DSA4.
Schauen wir uns die Berechnung der TP in DSA5 genauer an: Der Magier erzielt z.B. 6 FP*, diese werden durch drei geteilt (und aufgerundet) zu QS 2. Diese 2 wird nun mit 3 multipliziert, ergibt folglich wieder 6.
-> Wäre, trotz möglicher Verschiebung durch Rundungen, 2W6+FP* TP nicht leichter gewesen?


Morgel hat geschrieben:...Magische Analyse ist mit DSA 5 anders: Mit Zauber Analys konnte man entsprechend der ZfP nach DSA 4.1 ein Artefakt untersuchen. Nach DSA 5 bietet der Analys lediglich den "Rahmen" dessen was herausgefunden werden KANN. Was man dann tatsächlich herausfindet, hängt von der Magiekunde ab. So meinte ich das...


Ich müsste nachlesen, wie dies genau in WdZ geregelt war, doch spätestens mit WdA bestand kaum ein großer Unterschied.


Morgel hat geschrieben:...Bsw. hat der Riesenlindwurm endlich mal 1.000 LeP. Oder Hesthot statt 20 nun 35. Monster können beliebig viele Verteidigungen ohne Malus würfeln. Die Werte und Fertigkeiten insgesamt im Verhältnis zu den SCs sind aufgewertet.


Die höheren LeP des Heshthots klingen nicht schlecht, beim Riesenlindwurm stellt sich mir hingegen die Frage, er das Tierchen nicht bloß in vernünftiger Zeit, sondern überhaupt noch besiegen soll. Wobei dies einer der Punkte ist, die sich recht leicht nach DSA4 übertragen lassen.
Allen Tieren und Monstern hingegen beliebig viele Paraden zu geben, während Menschen diesbezüglich deutlich eingeschränkt werden, stört mein Spielgefühl einer glaubwürdigen Welt deutlich.
Die Fertigkeiten müsste ich mir noch einmal genauer ansehen.


Morgel hat geschrieben:...Klar. Aber für mein Empfinden zählt auch das, was in öffentlichen Publikationen daher kommt...


Wenn ich da an die Borbaradkampagne oder an die Phileasson-Saga denke, wurde auch zuvor einiges geboten; selbst in Marmortränen hätte die SCs beinahe gegen die Gargyle eine tödliche Niederlage erlitten.
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Leomar » Mittwoch 4. Januar 2017, 13:21

ScraNagar hat geschrieben:...es gibt einen recht guten Vorteil beim QS System von 6. Theoretisch könnte dieser Wert in Erzeugnisse besser eingebracht werden anstatt QS 18. Hoffe die setzten das mal um :)...


Auch in DSA3 und DSA4 konnten Werkzeuge, z.B. Waffen, problemlos in verschiedenen Qualitäten hergestellt werden. Selbst falls das QS-System diesbezüglich einen Vorteil bringen könnte, ist dies noch lange kein Grund, alles auf dieses QS-System umzustellen.
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Anon » Mittwoch 4. Januar 2017, 13:37

Morgel hat geschrieben:Die Änderung der Proben, bezogen auf die Eigenschafts- statt Talentwerte fühlt sich für mich geschmeidig und auch richtiger an. Wenn einer mit FW 4 und einer heftig erschwerten Probe glücklich würfelt, hat er 4 FP übrig, also 2 QS. Wenn einer mit Fertigkeitswert 10 nicht ganz so gut würfelt hat er bsw. nach drei verbrauchten Punkten immer noch 7 FP, also 3 QS übrig. Das differenziert für mich besser, ob jemand gut oder nicht so gut in einem Talent ist.


Vielen Dank für Deine Meinung. Das muß ich mir mal in Ruhe überlegen.

Morgel hat geschrieben:Ich würde schon generell von DSA 3 auf 5 umsteigen. Allein schon wegen Abenteuer und Kampagnenpublikationen.


Ehrlich gesagt ist das für mich kein Grund, da ich, wie erwähnt, sowieso "am Anfang" anfangen wollte. Gerade weil ich die Geschichte bei DSA für so stark halte, will ich meiner Gruppe das nicht vorenthalten. Deswegen mache ich mir auch so viele Gedanken darüber, mit welchem System wir in DSA einsteigen. Ich fände es sehr unelegant, "mitten drin" zu wechseln, da eine solche Änderung in der Welt ja das Spielgefühl doch ziemlich ändern kann und ich es schön fände, wenn über die "gesamte" DSA Zeit das Spielgefühl gleich bleibt. Damit man dieses Gefühl von einer konsistent existierenden Welt erhalten kann.

Leomar hat geschrieben:
  • Die Kämpfe dauern imho noch immer sehr lange, schneller als in DSA3 mit Stufe 12+ Charakteren gewiss, aber nicht wesentlich schneller als in DSA4. Vor allem sind mit der reduzierten Parade komplette Kampfstile praktisch ausgelöscht worden, vieles lohnt sich nicht mehr.


Mit Kampfstilen kenne ich mich so gar nicht aus, schon gar nicht in DSA4. Schneller ist schon gut, mehr taktische Möglichkeiten wären auch schön. DSA3 war schon recht häufig ein ziemliches herunterwürfeln von Lebenspunkten.

Leomar hat geschrieben:
  • QS? Das ist ein Punkt, der mir überhaupt nicht gefällt. Warum sollten 6 QS besser sein als 18 QS, damit jede QS einen hübschen Namen bekommen kann? Was soll so toll daran sein, anstatt die FP* direkt miteinander zu vergleichen (einfach, schnell, klares Ergebnis), erst durch 3 teilen, dann runden zu müssen, mit der weiteren Sonderregel, bei 0 doch 1 daraus zu machen, um dann dies zu vergleichen, falls dieses gerade geteilte und gerundete Ergebnis nicht dann doch gleich wieder mit 3 multipliziert werden muss (langsam, umständlich, unscharfes Ergebnis, häufigeres Unentschieden)?


  • Oh mann, das hatte ich auch nicht bedacht. Prinzipiell haben wir es früher schon immer so gemacht, daß je mehr FP über blieben desto besser war das Ergebnis. Und ab FPx hatte man dann ein besonders gutes Ergebnis. Also sowas ähnliches wie QS. Im Endeffekt aber aber etwas einfacher und nicht mit den negativen Konsequenzen die hier gerade genannt wurden.

    Leomar hat geschrieben:
  • Die neue Form der Probenerschwernisse hat ein paar Vorteile, aber auch Nachteile, wie z.B. dieser Krampf von erleichterten Teilproben zeigt. Zwar können nun auch bei Erschwernis mal die vollen FP als FP* übrigbleiben, doch die Schritte sind sehr grob und die Proben insgesamt, dies allerdings auch schon in früheren Editionen, ein statistischer Krampf, die Erfolgswahrscheinlichkeit kaum intuitiv einzuschätzen.


  • Ok, das muß ich mir wohl tatsächlich einmal sehr genau ansehen. Bei der 3W20 Probe ist es sowieso nicht einfach einzuschätzen wie wahrscheinlich ein Erfolg ist, aber zumindest grob sollten die Spieler wissen können, was Aussichten auf Erfolg hat und was nicht. Je unintuitiver desto schlechter, gerade für meine "Anfänger".

    Leomar hat geschrieben:Vieles, welches dir an DSA5 gefällt, z.B. Einstiegsalter der Charaktere, verschiedene Erfahrungsgrade, Indices in Büchern usw., gab es bereits mit DSA4 ;)


    Oh, das Einstiegsalter ist mir noch nie Aufgefallen. Das schlage ich gleich mal nach. Und die Erfahrungsgrade auch nicht, oder meinst Du, das Starten mit unterschiedlich vielen GP?


    Holla seid ihr schnell...

    Morgel hat geschrieben:[list]
    [*]Kämpfe gehen schon zügiger als nach 4.1. Reduzierte Parade, aber auch keine Initiativeveränderung tragen dazu bei. Parade basierte Kampfstile sind sicher eingeschränkt, aber ein kompetenter Schildkämpfer geht durchaus. Im Grunde waren es die Defensivorientierten Kampfstile, die die Kämpfe häufig in die Länge zogen: Verzögern, abwarten, Binden etc. Für mich hat eine straffere Kampfführung priorität. Was haben wir schon stundenlang gewürfelt an Kämpfen mit mehreren Beteiligten... Problem ist va. wenn jemand meistert, der nicht die totale Routine hat. Der ist völlig überfordert in einem DSA 4.1 komplexen Kampf.


    Ok, der Kampf scheint ja sowohl bei DSA4 als auch bei DSA5 weitaus komplexer geworden zu sein. Zumindest bei DSA5 habe ich das auch so gelesen. Da das nicht meine Lieblingsbaustelle ist, bin ich in der Thematik auch nicht sonderlich Fit. Aber wenn ich das gerade so lesen, dann scheint mir das einfach LP runterstreichen mit wenigen Manövern aus DSA3 gerade gar nicht mehr so unsympathisch. :D

    Morgel hat geschrieben:[*]Magische Analyse ist mit DSA 5 anders: Mit Zauber Analys konnte man entsprechend der ZfP nach DSA 4.1 ein Artefakt untersuchen. Nach DSA 5 bietet der Analys lediglich den "Rahmen" dessen was herausgefunden werden KANN. Was man dann tatsächlich herausfindet, hängt von der Magiekunde ab. So meinte ich das.


    Jetzt gerade hab ich das Gefühl, ich müßte alle Regelwerke noch mal studieren, nur um auszuwählen, welches ich nehmen soll. :lol:

    Morgel hat geschrieben:[*]Bsw. hat der Riesenlindwurm endlich mal 1.000 LeP. Oder Hesthot statt 20 nun 35. Monster können beliebig viele Verteidigungen ohne Malus würfeln. Die Werte und Fertigkeiten insgesamt im Verhältnis zu den SCs sind aufgewertet.


    1000 LP ist schon ne Hausnummer. Aber wie soll man den denn im Spiel nutzen, das dauert doch Stunden, den zu erlegen, oder sehe ich das jetzt völlig daneben?

    ScraNagar hat geschrieben:Bei einer Spielmechanik von 1W20 ist es voll unklug beim Fernkampf oder auch bestimmten magischen Gebieten Werte jenseits von 30 zu verwenden...


    Was jetzt auch wieder für DSA3 sprechen würde. Da gab es keine Werte über 18 und auch die waren extrem selten...

    Momentan bin ich froh, daß die nächste Spielsitzung noch nicht feststeht. :lol: Es überkommt mich das Gefühl, als sei ein DSA Studium nötig, nur um sich für ein System zu entscheiden. Vielleicht versuche ich es einmal umgekehrt.
    Für mich persönlich stellen die Regeln dar, wie die Welt in welcher sich die Spieler befinden funktioniert. Prinzipiell sollten alle Charaktere in der Welt also den gleichen Prinzipien unterliegen. Das ist, für mich Persönlich etwas, daß mich z.B. an Schicksalspunkten und Mehrfachparaden ausschließlich für SCs und besondere Personen stört. Wieso sollte das innerweltlich so sein? Auf der anderen Seite haben Charaktere bei DSA3 unfaßbar hohe LP Werte, so daß bestimmte Gefahrensituationen für die Spieler keine Gefahr mehr darstellen, was ich auch wieder sehr schade finde. Ich möchte quasi eine möglichst genaue Simulation mit möglichst großer Freiheit und einfachen, schlanken Regeln. Also will ich etwas, was wohl nicht möglich ist, das ist mir bewußt. Wenn man die Anzahl der LP bei 3 etwas reduziert hat (z.B. 1W3 statt 1W6) dann hatte man aber einen ganz guten Kompromiß. Ich frage mich nur, ob DSA5 (oder 4) der bessere Kompromiß ist. Mehr Regeln, aber dafür eine bessere Simulation. Und bei DSA5 der Vorteil, daß man alle Regelwerke erhält und (ggf in weiter weiter Zukunft) mal aktuelle Abenteuer spielen kann (hier davon ausgehend, daß man die alten damit auch noch spielen kann).

    So, jetzt mache ich mir erstmal einen Kaffee, ihr tippt alle so zügig, da komme ich nicht hinterher, obschon ich mich zu beeilen versuchte.
    In jedem Fall vielen, vielen Dank an alle, welche mir hier bereits geantwortet haben. Ihr helft mir wirklich sehr weiter. Mir liegt DSA wirklich an Herzen und ich möchte, daß meine Gruppe, wenn wir zu DSA kommen, dieses Spiel ebenso ins Herz schließen kann, wie ich es vor langer Zeit getan habe. Und da wir wahrscheinlich noch sehr lange spielen werden, ist gerade die Wahl der Version für mich ein sehr wichtiges Thema.
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    Re: DSA 5 und ich

    Beitragvon ScraNagar » Mittwoch 4. Januar 2017, 13:43

    Leomar hat geschrieben:
    ScraNagar hat geschrieben:...es gibt einen recht guten Vorteil beim QS System von 6. Theoretisch könnte dieser Wert in Erzeugnisse besser eingebracht werden anstatt QS 18. Hoffe die setzten das mal um :)...


    Auch in DSA3 und DSA4 konnten Werkzeuge, z.B. Waffen, problemlos in verschiedenen Qualitäten hergestellt werden. Selbst falls das QS-System diesbezüglich einen Vorteil bringen könnte, ist dies noch lange kein Grund, alles auf dieses QS-System umzustellen.


    Für den direkten Vergleich gebe ich dir vollkommen recht, jedoch für den Transfer für Bonis und Malis ist ein gesenktes angepasstes QS System wesentlich effektiver und passt besser in die Werteskala der Realität von DSA.

    Ich persönlich finde die neuen Werte von Monstren bei DSA 5 auch wesentlich besser... Bei hochstufigen Helden, stellten gewöhnliche niedere Dämonen rein regeltechnisch keine Bedrohung mehr da. jaja jeder Spielleiter kann es taktisch anpassen und Dämonen gefährlich gestallten, dass ist aber bei Spielleitern mit weniger Erfahrung schwieriger.

    Der Witz an allem ist, gemeckert wird eh immer :) Besonders über gravierende Veränderungen. Dummerweise passte hier die Struktur der Publikationen nicht und stört durch die Zerstückelung der Regeln den Spielfluss. Das ist so gravierend, dass es sich in alle Bereiche hineinzieht und allgemein das DSA 5 "erleben" behindert.
    Hätte man es wenigstens übersichtlich und vollständig gehalten, wäre der Shitstorm ( theoretisch aber wesentlich geringer ausgefallen als aktuell ) ebenfalls da gewesen, nur dann hätten sich die DSA liebenden Spieler sich nicht über die Handhabung beschwert...

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