DSA 5 und ich

Alles, was in die obige Kategorien nicht passt (Wettbewerbe, Computerspiele, Absurdes)

Re: DSA 5 und ich

Beitragvon bluedragon7 » Mittwoch 4. Januar 2017, 17:04

Anon hat geschrieben:Für mich persönlich stellen die Regeln dar, wie die Welt in welcher sich die Spieler befinden funktioniert. Prinzipiell sollten alle Charaktere in der Welt also den gleichen Prinzipien unterliegen.
Ich möchte quasi eine möglichst genaue Simulation mit möglichst großer Freiheit und einfachen, schlanken Regeln.
Ich frage mich nur, ob DSA5 (oder 4) der bessere Kompromiß ist. Mehr Regeln, aber dafür eine bessere Simulation.

Für Simulation ist in der Tat DSA4 besser.
DSA4 ist ein Kompromiss-System welches versucht hat u. A. Simulation und Spielbalance unter einen Hut zu bekommen während DSA5 da ganz klar nur auf balanciertes Spiel setzt, deswegen auch alle SCs mit gleichen AP aber besser als NSCs mit ansonsten gleichem Beruf ins Spiel starten (Mehrfachparaden, Schicksalspunkte)
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon heinzi » Mittwoch 4. Januar 2017, 17:10

Mich stört die Zerstückelung der Regeln weniger als die vielen Mini-Boni und die abgeschwächten Zauber.
Anstatt profane Klassen interessanter zu gestalten wurden magische Klassen in ihrer Handlungsmöglichkeit einfach stark eingeschränkt. Damit wurden die Klassen zwar in ihrem Machtpotential untereinander angenähert aber NICHT interessanter :(

Das wurde bei Splittermond wesentlich besser gelöst. Da gibt es 27 profane und 13 magische Fertigkeiten (mit jeweils 300+ und 150+ Meisterschaften (SF) und 200+ Zauber).
Die Steigerungskosten sind so bemessen, dass man selbst auf hohen Erfahrungsstufen mit einem profanen Charakter immer noch genügend Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb
des Charakterkonzepts besitzt und einem stark auf Magie fokusierte Charakterkonzepte der Mitspieler so gut wie nie in die Quere kommen.

Etwas in der Art, hätte ich mir auch für DSA5 gewünscht...

EDIT: jetzt hab ich in der Aufzählung oben doch glatt die 7 Kampffertigkeiten (mit 79 Kampfmeisterschaften (SF)) vergessen :)
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Anon » Mittwoch 4. Januar 2017, 17:25

bluedragon7 hat geschrieben:DSA4 ist ein Kompromiss-System welches versucht hat u. A. Simulation und Spielbalance unter einen Hut zu bekommen während DSA5 da ganz klar nur auf balanciertes Spiel setzt,


Da ich mich mit DSA4 nicht auskenne, wie würdest Du das System im Vergleich mit DSA3 einschätzen? Mehr in Richtung Balance, oder eher in Richtung Simulation?

heinzi hat geschrieben:Mich stört die Zerstückelung der Regeln weniger als die vielen Mini-Boni und die abgeschwächten Zauber.
Anstatt profane Klassen interessanter zu gestalten wurden magische Klassen in ihrer Handlungsmöglichkeit einfach stark eingeschränkt. Damit wurden die Klassen zwar in ihrem Machtpotential untereinander angenähert aber NICHT interessanter :(


Ich finde es im Prinzip nicht schlimm, wenn Magier etwas(!) weniger können. Ist ja auch nicht sonderlich spannend, wenn der "Endgegner" vom Magier mit 2 Zaubern erledigt wird (wobei das auf der anderen Seite dann natürlich DER Moment ist um zu glänzen, immerhin wurde sich dafür den Rest des Abends/Abenteuers zurückgehalten). Aber man scheint es massiv übertrieben zu haben, ja. Mächtige Magier gehören zu für mich DSA dazu. Wie soll ich denn Borbarad als gefährlich darstellen, wenn er den Helden nur eine Stufe X zufügen kann, wenn ich schlecht würfle? :D
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Morgel » Mittwoch 4. Januar 2017, 21:28

Hach Anon, Du und DSA 5 ... ich bin gespannt was daraus wird... :D
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Leomar » Mittwoch 4. Januar 2017, 22:25

Anon hat geschrieben:...Da ich mich mit DSA4 nicht auskenne, wie würdest Du das System im Vergleich mit DSA3 einschätzen? Mehr in Richtung Balance, oder eher in Richtung Simulation?...


DSA4 ist diesbezüglich sehr ähnlich zu DSA3 (Magierakademien und Kriegerschulen bieten Vorteile beim Lernen, Elfen sind prinzipiell alterslos und min. Viertelzauberer, ...), bietet jedoch viel mehr Charaktere (alles vom Bauern und Tagelöhner, über den Tierkrieger und Gladiator, bis hin zu Schwertgesellen und zwergischen Drachentötern, aber auch die Klassiker Krieger, Magier usw.) und für diese zahlreiches neues Spielzeug (neue Stabzauber, Waffen, Rüstungen, Sonderfertigkeiten usw.). In DSA5 wird hingegen imho alles drei Zielen untergeordnet: 1) Einfachheit und Übersichtlichkeit (gescheitert, dieses Ziel umzusetzen) 2) Gerechtigkeit durch Gleichheit (Bedarfsgerechtigkeit und ähnliche Konzepte wären besser gewesen) 3) Schwächung der Magie (mehr als erreicht). Wer möchte, dass Elfen tatsächlich noch Elfen und Zwerge weiterhin Zwerge bleiben, wie sie aus DSA3 bekannt sind, muss praktisch bei DSA4 bleiben; ebenso all jene, welche nicht bloß kein Problem damit haben, sondern auch wünschen, dass Bauern direkt nach der Charaktererschaffung weniger gebildet als Magier sind und schlechter als Krieger kämpfen können, eben Bauern sind.
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Tengwean » Mittwoch 4. Januar 2017, 23:55

Leomar hat geschrieben:In DSA5 wird hingegen alles imho drei Zielen untergeordnet: 1) Einfachheit und Übersichtlichkeit (gescheitert, dieses Ziel umzusetzen) 2) Gerechtigkeit durch Gleichheit (Bedarfsgerechtigkeit und ähnliche Konzepte wären besser gewesen) 3) Schwächung der Magie (mehr als erreicht).

Das ist Leomars Meinung, es gibt aber auch viele andere, die ihm da (teilweise oder ganz) widersprechen. (z.B. Fayne, Lyral, Satuarius)

DSA 5 hat den Anspruch ein gebalancetes System zu sein, bei dem es halt nix gratis gibt. DSA 4(.1) will simulieren, auch wenn da teilweise in Möglichkeiten resultiert, die unter anderem die angesprochene Magie unter Umständen ein bisschen zu mächtig machen, wenn ich die alten Hasen richtig verstanden habe.

Ich persönlich bin neu im RPG und zufrieden mit DSA5, was mir und meinen Freunden nicht passt, werden wir hausregeln, aber bisher sind wir so glücklich. Nur eine aus unserer Gruppe kennt DSA 4.1 und sie war nicht begeistert von den Geweihtenregeln, den ganzen Rabatten usw.

Soweit meine Sicht der Dinge, die hoffentlich weiterhilft.
Dir, Anon, wünsche ich ein für dich zufriedenstellendes Ende deiner Nachforschungen, egal welche Version dabei rauskommt. :) Denn es ist letztlich alles Aventurien, oder nicht?

Gruß
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Zuletzt geändert von Tengwean am Donnerstag 5. Januar 2017, 01:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Leomar » Donnerstag 5. Januar 2017, 00:05

Tengwean hat geschrieben:
Leomar hat geschrieben:In DSA5 wird hingegen alles drei Zielen untergeordnet: 1) Einfachheit und Übersichtlichkeit (gescheitert, dieses Ziel umzusetzen) 2) Gerechtigkeit durch Gleichheit (Bedarfsgerechtigkeit und ähnliche Konzepte wären besser gewesen) 3) Schwächung der Magie (mehr als erreicht).

Das ist Leomars Meinung, die er ohne zu zögern kundgibt...


Ja, dies ist meine Meinung und das hatte ich, obwohl im Grunde selbstverständlich, durch ein "imho" kenntlich gemacht, welches du offenkundig bei diesem Fehlzitat gelöscht hast.
Außerdem, was soll die Formulierung "ohne zu zögern", auf was sollte ich denn warten?


Tengwean hat geschrieben:...DSA 5 hat den Anspruch ein gebalancetes System zu sein, bei dem es halt nix gratis gibt...


Bei dem Punkt der Spielbalance stört mich in DSA5 weniger, dass niemand etwas geschenkt bekommt, sondern ich die Balance als nicht eingehalten betrachte. Beispielsweise war die Schwächung der Magie deutlich zu groß, die Zauberer sind ihre Punkte IMHO (<- Bei Zitat nicht wieder löschen ;)) nicht wert.


Tengwean hat geschrieben:...DSA 4(.1) will simulieren, auch wenn da teilweise in Möglichkeiten resultiert, die die angesprochene Magie unter Umständen ein bisschen zu mächtig machen...


Das war weniger ein Problem einer realistischeren Darstellung und engeren Verknüpfung von Hintergrund und Spielwelt, sondern lag eher an Sachen wie die SF Zauberspeicher, welche bei guter Nutzung für den Magier praktisch ein Artefakt mit 100 AsP Fassungsvermögen schenkte. Wobei diese in der letzten Version des WdZ bereits einige Schranken erhielt.
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Tengwean » Donnerstag 5. Januar 2017, 01:43

'Tschuldige, hatte keine Ahnung was imho bedeutet, kenn nur mMn und imo, mein Fehler. (Steht das h für humble?)
Das ohne zu zögern ist wohl daraus entsprungen, dass ich ein bisschen davon genervt bin, dass du scheinbar nichts gutes in DSA5 siehst :| , aber das ist auch mMn mein Fehler, hätte ich anders formulieren sollen.

Zur Schwächung kursieren ja die unterschiedlichsten Meinungen, für mich ist sie egal, weil ich keinen Vergleich habe. ;)

Zauberspeicher und so: Joa, gut, siehe oben.

Gruß
T
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Morgel » Donnerstag 5. Januar 2017, 07:46

Tengwean hat geschrieben:Zur Schwächung kursieren ja die unterschiedlichsten Meinungen...


Ist dem so? Ich sehe vielmehr, dass der weit überwiegende Teil der Meinung ist, dass Zauberkundige zu stark generft wurden. Es gibt unterschiedliche Meinungen, wie das Problem behoben werden kann.

Ich hoffe, dass sich die Redaktion dem Thema stellt und zwar nicht nur unter dem Thema des Balancing. Es geht hier um viel mehr, nämlihc das Grundempfinden von Magie und Zauberkundigen in der Welt des Schwarzen Auges. Das was über die Regeln gesetzt wird, stellt sich mit der Zeit als Grundverständnis ein. Insbesondere bei Leuten, die mit DSA neu beginnen, aber auch bei Leuten die DSA 5 länger spielen. Ich für meinen Teil möchte gerne eine aventurische Magie, die das besondere auch in den Regeln abbildet. Und dafür nehme ich gerne in Kauf, dass ein Magier tendenziell mächtiger ist als ein Bäcker. Es war durchaus richtig, die Magier etwas zu korrigieren. Aber nicht in dem Maß. Es entspricht nicht meinem über 30 Jahre DSA gelebten Feeling der aventurischen Magie und ihrer Anwender.
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Re: DSA 5 und ich

Beitragvon Lyral » Donnerstag 5. Januar 2017, 08:19

*schmunzel* Also ein nerf war extrem Dringen nötig was die Magie angeht.
Ob er zu stark war? Keine Ahnung. Die Frage ist sind Magier gleichwertig zu anderen Helden. Wenn ja war es genau passend. Wenn nein war es zu viel. Das die Magier sich vom "Schweizer Taschenmesser Style" verabschieden mussten ist extrem positiv in meinen Augen. Nun heißt es halt, sie müssen/sollten sich einer Schule widmen was zum ersten mal auch dem echten DSA Magier auch entspricht. Deswegen gibt es auch keine hier könnt ihr alles lernen Lehranstalten sondern die DSA Welt bestand schon immer aus "Spezialisten"

Also in meiner einen Gruppe haben wir einen tulamidischen Magier dabei der gefühlt gleichwertig ist.
Ab nächster Woche starten wir eine Gruppe und haben eine Lowangener Magierin dabei. Mal sehen was das Konzept für einen Eindruck macht.

Und muss auch sagen in keiner Gruppe bisher von den Magiern gehört, uh ich bin so nutzlos.
Auch die so extrem schwachen Zustandszauber" empfinde ich als durchaus stark und ein 3 QS Hororphobius hat uns dank dem debuff durchaus auch schon den Arsch gerettet. Und 2 QS3 Somnigravis auf einen wilden durchdrehenden Stier waren auch nützlich.

Naja mein Fazit zu DSA5 ist simpel: Ist es perfekt? Nein. Ist es besser als der Vorgänger? Ja
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