Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon Grumbrak » Montag 12. Juni 2017, 12:25

TrollsTime hat geschrieben:Wenn ein Gott jemanden weihen oder weihen lassen will, soll er das tun und fertig! (meine ganz subjektive Meinung)


Deine Meinung ist gut.
Meine ist anders.
Kha hat eine noch mehr abweichendere Meinung... Kha sagt: Wer ohne Kopf als Gebirge rumliegt, muss sich an die Gesetze von Kha halten.
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon TrollsTime » Montag 12. Juni 2017, 12:40

Grumbrak hat geschrieben:
TrollsTime hat geschrieben:Wenn ein Gott jemanden weihen oder weihen lassen will, soll er das tun und fertig! (meine ganz subjektive Meinung)


Deine Meinung ist gut.
Meine ist anders.
Kha hat eine noch mehr abweichendere Meinung... Kha sagt: Wer ohne Kopf als Gebirge rumliegt, muss sich an die Gesetze von Kha halten.


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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon Delta » Mittwoch 14. Juni 2017, 09:17

Erastäus von Salvunk hat geschrieben:Eventuell könnt ihr mich aufklären: Ist es nicht so, dass Götter dann besonders mächtig sind und ggf. Karma spenden können, wenn sie viele Gläubige haben? Ich kann mich zumindest dunkel daran erinnern, dass in irgendeinem Götterbuch gelesen zu haben. Wenn das zuträfe, müsste Rastullah doch Karma spenden können, da viele Novadis aktiv zu ihm beten, oder? Dann müsste theoretisch nur noch die Primärliturgie "unters Volk" gebacht werden und voila....fertig. :)


Es gibt da zwar einige Theorien, aber die die aktuell wohl immer noch Gültigkeit besitzt ist die aus der HA (zumindest habe ich es so verstanden dass die in DSA5 Gültigkeit behält?) und die sagt klipp und klar dass Karma für Geweihte grundsätzlich nur aus Alveran kommt, alle nicht-alveranischen Gottheiten die Geweihte haben haben entweder einen Deal mit einem der Zwölfgötter (die ganzen üblichen Halbgötter bekommen ihr Karma eben von ihren "Eltern") oder cheaten (wie der Namenlose der vor seinem Fall eine Karma-Backdoor in Windows Alveran Edition eingebaut hat), was eine Rastullah-Primärliturgie ebenso de facto aktuell unmöglich machen würde wie eine von Brazoragh (womit man auch schon sieht wieviele Probleme diese Setzung aufwirft, da die Suche nach eben jener Primärliturgie ja die Triebfeder im Handeln des Aikars ist... schon blöd, das)
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon Cifer » Mittwoch 14. Juni 2017, 09:22

@Delta
Wenn ich mich recht erinnere, ist der Karma-Makler-Krams glücklicherweise aus der Neuauflage rausgeflogen.
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon TrollsTime » Mittwoch 14. Juni 2017, 09:45

Das ganze wurde aufgeweicht:
1) Am einfachsten ist es Karma aus Alveran zu vergeben
2) Schwieriger ist es als "sekundäre" Gottheit, aber auch nicht wiiiiiirklich ein Problem
3) Fast unmöglich für gespaltene Gottheiten (Nandus), an die Dämonenbresche gekettete Gottheiten (Namenloser) oder gar in den Dämonenzonen weilende Ex-Gottheiten (zB Amazeraan und Charyotoroth).... Naja "fast". Soweit ich mir erinnere haben alle vier Vorsorge getroffen und vor ihrem Desaster irgendwelche "Anker" in der Welt hinterlassen, die die Karmavergabe (jedenfalls in Maßen) ebenfalls gestatten. Diese kurzfristige Neusetzung war insbesondere für die "Nandus-Problematik" notwendig.
Das schöne ist jetzt, das Rätsel, woher Nanduspriester ihr Karma bekommen, ist sogar noch größer geworden.
4) Die "Karma-Maklerei" (Ich mag den Ausdruck nicht, haben wir was anders) gilt entweder als abgeschafft oder als Notnagel.

Im Ergebnis:
Wenn DU willst, dass diese oder jene Gottheit auf Dere karmawirkende Priester hat, dann wird es dafür schon ne Lösung geben!

Deshalb war auch die These von der Primärliturgie eher bug als Feature. Im Grunde ist sie Methode
5) Ständig selbst weihen und Karma zu vergeben ist für Götter zwar nicht anstrengend, aber umständlich. Einfacher ist es da über "Pirmärliturgien" auserwählten Priestern o.ä. die Möglichkeit zu geben, selbst weitere Priester weihen zu lassen.

--> Mithin ist eine Rastullah-Karma-Vergabe nicht unmöglich, sondern allenfalls erschwert... . Das ist allerdings das Problem von Rastullah und nicht des einzelnen Karmanutzers (und damit noch weniger das des Spielers)
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon DnD-Flüchtling » Sonntag 25. Juni 2017, 22:43

TrollsTime hat geschrieben:Die Fluffseite wiederum wurde abgegriffen durch den Kulturaufsatz "Thulamidischer Held" in der "Wüste Khom und die Echsensümpfe".... na toll.... wieso es da nicht bereits einen Kulturaufsatz auch für Novadis gab, war mir schleierhaft.
Aber damals wurde vieles falsch gemacht...


Eigentlich war es eher schleierhaft, warum der Tulamide den Kulturaufsatz bekommen hat, das war damals nämlich nicht nur untypisch, sondern de facto einzigartig: In der DSA 2-Basisbox gab es im Grunde zwei primäre Optionen: Entweder man spielte den Angehörigen eines "Berufs" (Krieger, Streuner, Händler, Gaukler - nein, Seefahrer, Jäger und Söldner gabs damals noch nicht) oder den eines Volks (Novadi, Moha, Thorwaler, Nivese, Zwerg). Es war zwar auch die dritte Option einer Kombination aus beidem ausdrücklich erwähnt, aber außer "nehmt bei jedem Talent den Mittelwert" wurde da nichts weiter zu gesagt. Die Tulamiden waren meines Wissens das einzige Volk in DSA 2, von denen es keinen separaten Heldentypen gab, sondern die ausschließlich als Aufsatz zu einer der Basisberufe zu haben waren.

DAS IST ES JA GERADE: "Novadi" ist der stereotypischste Charakter/Kultur überhaupt. Wäre er in dieser Form HEUTE erfunden worden, hätte ich "Rassismus" vorgeworfen. In den 80ern hatte man noch eine andere naivere Sichtweise der Dinge.


Na komm, stereotypischer als zB die Thorwaler sind die auch nicht.
Der Hauptunterschied ist halt der, dass die Stereotypisierung der Novadis weniger sympathisch (aggressiv, leicht beleidigt, intolerant) ist als die der Thorwaler (jovial, ungehobelt, können gut feiern).

Erastäus von Salvunk hat geschrieben:Eventuell könnt ihr mich aufklären: Ist es nicht so, dass Götter dann besonders mächtig sind und ggf. Karma spenden können, wenn sie viele Gläubige haben? Ich kann mich zumindest dunkel daran erinnern, dass in irgendeinem Götterbuch gelesen zu haben. Wenn das zuträfe, müsste Rastullah doch Karma spenden können, da viele Novadis aktiv zu ihm beten, oder? Dann müsste theoretisch nur noch die Primärliturgie "unters Volk" gebacht werden und voila....fertig. :)


Wenn das ein Kriterium wäre, müsste Brazoragh mit über 100000 Orks im Rücken mehr Karma verbraten können als jeder Halbgott.
Listensammlung: Mängel bei den Regeln in DSA 5 - http://www.ulisses-spiele.de/forum/viewtopic.php?f=188&t=6260
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon TrollsTime » Montag 26. Juni 2017, 06:17

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
TrollsTime hat geschrieben:Die Fluffseite wiederum wurde abgegriffen durch den Kulturaufsatz "Thulamidischer Held" in der "Wüste Khom und die Echsensümpfe".... na toll.... wieso es da nicht bereits einen Kulturaufsatz auch für Novadis gab, war mir schleierhaft.
Aber damals wurde vieles falsch gemacht...


Eigentlich war es eher schleierhaft, warum der Tulamide den Kulturaufsatz bekommen hat, das war damals nämlich nicht nur untypisch, sondern de facto einzigartig: In der DSA 2-Basisbox gab es im Grunde zwei primäre Optionen: Entweder man spielte den Angehörigen eines "Berufs" (Krieger, Streuner, Händler, Gaukler - nein, Seefahrer, Jäger und Söldner gabs damals noch nicht) oder den eines Volks (Novadi, Moha, Thorwaler, Nivese, Zwerg). Es war zwar auch die dritte Option einer Kombination aus beidem ausdrücklich erwähnt, aber außer "nehmt bei jedem Talent den Mittelwert" wurde da nichts weiter zu gesagt. Die Tulamiden waren meines Wissens das einzige Volk in DSA 2, von denen es keinen separaten Heldentypen gab, sondern die ausschließlich als Aufsatz zu einer der Basisberufe zu haben waren.
Beim Norbarden, der mit dem Bornlandheftchen rauskam, bin ich mir nicht sicher. In der Tat war vieles kurios: Da warten AD&D-Wechsler und Bauerngamer auf den Barden und welche Rasse/Kultur bekommt den? Richtig, die als (zum damaligen Zeitpunkt) ungehobelste Kultur dargestellten Thorwaler, der Skalde ähja, sicher, ganz toll... (Ich meine, der war ja auch toll, dumm nur dass den kein anderer hatte).
Und dann kommt mit DSA3 der Barde rein und auch Kulturaufsätze und der Skalde wir nicht etwa eingestampft, sondern läuft nebenher. Ja, nee, is klar. Dafür streichen wir mal den Händler.
DAS IST ES JA GERADE: "Novadi" ist der stereotypischste Charakter/Kultur überhaupt. Wäre er in dieser Form HEUTE erfunden worden, hätte ich "Rassismus" vorgeworfen. In den 80ern hatte man noch eine andere naivere Sichtweise der Dinge.


Na komm, stereotypischer als zB die Thorwaler sind die auch nicht.
Der Hauptunterschied ist halt der, dass die Stereotypisierung der Novadis weniger sympathisch (aggressiv, leicht beleidigt, intolerant) ist als die der Thorwaler (jovial, ungehobelt, können gut feiern).

Eben während die einen negativ konnotiert wirkten, hatten die anderen - zumindest aus heutiger Sicht - zwar auch ein rassistisches Geschmäckle, folgten aber dem noch aus völkischen Zeiten sich hartnäckig haltenden (falschen) Bildes des kämpferischen, tapferen, dabei freiheitsliebenden Wikingers.
Manchmal vermute ich, die Autoren haben die Tendenz zur Deppenhaftigkeit und Sauferei extra reingeschrieben, um dem Vorwurf "völkisch" zu entgehen.
Aber damals habe ich mir darüber auch keine Gedanken gemacht..... bis ich dann in DSA3 den Kulturaufsatz der Mohas sah....."Was haben die sich da nur bei gedacht?" war noch die mildeste Variante.
DISCLAIMER: Allerdings vermute ich keine böse Absicht. Zum einen waren in der Endzeit von Winnetou und RamboIII solche kuschelrassistischen Klischees noch Zeitgeist. Zum zweiten habe ich mir solche Gedanken damals auch noch nicht gemacht. Der Kulturaufsatz des Mohas störte mich zuerst nur, weil er so endschlecht war.
Zum Dritten neigt man bei einem Klassensystem schneller zu "Rassenklischees" in Werten. Man muss die einzelnen Klassen ja stärker voneinander abgrenzen.
Zum Vierten war das schöne bei DSA ja gerade, dass die meisten Gegner Menschen waren und fast immer darauf geachtet wurde, dass das zu einem gewissen moralischen Dilemma führen konnte. Ich erinnere mich an "Wie Sand in Rastullahs Hand" zB, dass da einen sehr vielschichtigen Ansatz hatte.
Erastäus von Salvunk hat geschrieben:Eventuell könnt ihr mich aufklären: Ist es nicht so, dass Götter dann besonders mächtig sind und ggf. Karma spenden können, wenn sie viele Gläubige haben? Ich kann mich zumindest dunkel daran erinnern, dass in irgendeinem Götterbuch gelesen zu haben. Wenn das zuträfe, müsste Rastullah doch Karma spenden können, da viele Novadis aktiv zu ihm beten, oder? Dann müsste theoretisch nur noch die Primärliturgie "unters Volk" gebacht werden und voila....fertig. :)


Wenn das ein Kriterium wäre, müsste Brazoragh mit über 100000 Orks im Rücken mehr Karma verbraten können als jeder Halbgott.

Ich denke, dass die bereinigte Setzung nach HA folgenden Zweck erfüllen soll:
Es gibt verschiedene Stellschrauben für Karma:
-- Anzahl der Anhänger
-- Sitz und Aufgabe in Alveran
sind neben diversen anderen die wichtigsten. Sitz und insbesondere Aufgabe in Alveran hat dabei die größte Bedeutung, ist aber nicht (anders als in der verunglückten 1. Version der HA) der ausschließliche Faktor.
Daraus ist dann zumindest erklärbar, warum Brazoragh und Peraine nicht die mit am Abstand mächtigsten Gottheiten sind.

Gleichzeitig hat man sich (mit der 2. Auflage der HA und dem Sternenfall) aber genug Hintertürchen aufgelassen auch andere Gottheiten mit vollwertigen Priestern auszustatten. Which is Nice. Dass ein Rotschweif-Priesterschamane (mit Karma!) wesentlich seltener ist als ein Phexpriester sollte klar sein. Und ein Priester "Tuur-Maqaqs, des Affengottes" wäre sicher ein Kuriosum. Aber es ist möglich. Es gibt (mittlerweile) sicherleich mehr als ein halbes Dutzend Erklärungen für Karma statt wie früher nur eine wie der der verunglückten Primärliturgie.
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon Erastäus von Salvunk » Montag 26. Juni 2017, 09:47

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
Erastäus von Salvunk hat geschrieben:Eventuell könnt ihr mich aufklären: Ist es nicht so, dass Götter dann besonders mächtig sind und ggf. Karma spenden können, wenn sie viele Gläubige haben? Ich kann mich zumindest dunkel daran erinnern, dass in irgendeinem Götterbuch gelesen zu haben. Wenn das zuträfe, müsste Rastullah doch Karma spenden können, da viele Novadis aktiv zu ihm beten, oder? Dann müsste theoretisch nur noch die Primärliturgie "unters Volk" gebacht werden und voila....fertig. :)


Wenn das ein Kriterium wäre, müsste Brazoragh mit über 100000 Orks im Rücken mehr Karma verbraten können als jeder Halbgott.


Ich schrieb doch ausdrücklich, dass dazu die Primärliturgie auf Dere fehlt. Das ist zumindest laut Satzung in der letzten Orkspielehilfe der Grund, warum der Aikar händeringend danach sucht und es bisher keine karmalen Brazoragh-Priester (mehr) gibt. Wer weiß jedoch schon, ob die Redax das nicht in Zukunft ändern wird.
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon TrollsTime » Montag 26. Juni 2017, 12:02

Erastäus von Salvunk hat geschrieben:
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
Erastäus von Salvunk hat geschrieben:Eventuell könnt ihr mich aufklären: Ist es nicht so, dass Götter dann besonders mächtig sind und ggf. Karma spenden können, wenn sie viele Gläubige haben? Ich kann mich zumindest dunkel daran erinnern, dass in irgendeinem Götterbuch gelesen zu haben. Wenn das zuträfe, müsste Rastullah doch Karma spenden können, da viele Novadis aktiv zu ihm beten, oder? Dann müsste theoretisch nur noch die Primärliturgie "unters Volk" gebacht werden und voila....fertig. :)


Wenn das ein Kriterium wäre, müsste Brazoragh mit über 100000 Orks im Rücken mehr Karma verbraten können als jeder Halbgott.


Ich schrieb doch ausdrücklich, dass dazu die Primärliturgie auf Dere fehlt. Das ist zumindest laut Satzung in der letzten Orkspielehilfe der Grund, warum der Aikar händeringend danach sucht und es bisher keine karmalen Brazoragh-Priester (mehr) gibt. Wer weiß jedoch schon, ob die Redax das nicht in Zukunft ändern wird.


Ganz gewagte wilde Spekulation:
Brazoragh plant den "großen Wurf". Die Orkkriege dienten seiner Präsenz und Prominenz auch in unmittelbarer menschlicher Wahrnehmung. Kulte in Almada werden installiert. Ähnliche Kulte in Thalusistan o.ä. wieder stärker gefüttert.
Karma hält er derzeit bewusst zurück. Erst mal schauen, ob seine Jungs auch sowas auf dem Kasten haben und seine karmale Gunst überhaupt verdienen.
Erst wenn die Kulte auch außerhalb der Orkenschaft Blüten treiben, wird Karma vergeben.

Gleichzeitig kann es auch sein, dass Brazoragh anderweitig verhindert ist.
Sei es, dass es außerhalb des Kamarkathäons nur alveranialen Gottheiten vergönnt sei, Karma zu vergeben, um die derischen Glaubenskriege etwas im Zaum zu halten. Zur Weltzeitwende sind Glaubenskriege aber ausdrücklich erwünscht.
Sei es, dass die anderen Gottheiten zu Brazoragh und Levthan sagen "Entscheidet euch erst Mal, wer von euch beiden der "Männlichkeitsgott" ist! Bis dahin schneiden wir bzw Kha euch vom Karmafluss ab!"
Sei es, dass von Brazoragh erwartet wird, sich erst Mal über sein "Werte und Normen"-Portfolio abschließende Gedanken zu machen, da es keinem Gott gestattet ist, mal für die und mal für jene Sache Karma zu spenden.
Sei es, dass er gerade eine Höllenfahrt hinter sich hatte oder mit den Niederhöllen sympathisierte (Belharhar zB) und erst jetzt davon Abstand genommen hat.
Sei es, dass ihm als Vatermörder von Seiten Tairachs der Strom abgedreht wurde. Vielleicht sogar mithilfe Phexens. Waren doch beide mal Buddys, als sie Mada fesselten. Das wäre der komplizierteste Plot.

Und bei all diesen Varianten müssen wir "Primärliturgie" oder die bei vielen unbeliebte "Karmalmaklerei" (wie ich dieses Wort hasse) nicht ein mal thematisieren.
Bzw "Primärliturgie" könnte ein roter Hering sein, mit dem Brazoragh nur den Aikar testen will.
ODER Brazoragh braucht eine wiederauftretende Mada, um Tairach zu erpressen, nach dem Motto "Sorg du dafür, dass ich mein Karma wiederbekomme, sonst unterstütze ich dieses Mädel hier als zukünftige Mondgöttin!"
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In geringerer Komplexität ließen sich ähnliche Details für Rastullah finden.
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Re: Wie stieht ein Rastullah-Geweihter aus?

Beitragvon DnD-Flüchtling » Montag 26. Juni 2017, 12:56

TrollsTime hat geschrieben:Beim Norbarden, der mit dem Bornlandheftchen rauskam, bin ich mir nicht sicher.


Okay, Korrektur. Der Tulamide war meines Wissens der einzige, bei dem sie es so gehalten hatten. Das Bornland-Heftchen ist einer der wenigen älteren Hintergrundbände, den ich nie in den Händen gehalten hatte.

In der Tat war vieles kurios: Da warten AD&D-Wechsler und Bauerngamer auf den Barden und welche Rasse/Kultur bekommt den? Richtig, die als (zum damaligen Zeitpunkt) ungehobelste Kultur dargestellten Thorwaler, der Skalde ähja, sicher, ganz toll... (Ich meine, der war ja auch toll, dumm nur dass den kein anderer hatte).
Und dann kommt mit DSA3 der Barde rein und auch Kulturaufsätze und der Skalde wir nicht etwa eingestampft, sondern läuft nebenher. Ja, nee, is klar. Dafür streichen wir mal den Händler.


Das allerdings ist mir ebenfalls aufgefallen, genau die Gedanken hatte ich nämlich auch :lol:
Im Grunde wäre ein RKP-System (bzw zumindest ein VP-System) schon damals angebracht gewesen - anstatt generische Volksvertreter zu erstellen, die dann de facto auf bestimmte Professionen hinauslaufen (wie zB der nivesische Jäger, der norbardische Händler, der thorwalsche Krieger/Seefahrer etc.).

Manchmal vermute ich, die Autoren haben die Tendenz zur Deppenhaftigkeit und Sauferei extra reingeschrieben, um dem Vorwurf "völkisch" zu entgehen.


Ich unterstelle der alten Redaktion zwar durchaus eine Tendenz zur Political Correctness, aber das glaube ich jetzt nicht. Und wenn man bedenkt, wie die historischen Wikinger gehaust haben, kommen die Thorwaler ja eigentlich noch ganz gut weg.

Aber damals habe ich mir darüber auch keine Gedanken gemacht..... bis ich dann in DSA3 den Kulturaufsatz der Mohas sah....."Was haben die sich da nur bei gedacht?" war noch die mildeste Variante.


Falls du dich darauf beziehst, dass ein Moha wie der prototypische, etwas minderbemittelte Wilde aus den Kolonialzeit-Geschichten rüberkommt - ja, da ist schon was dran.
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