Im Schatten des Elfenbeinturms

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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon Losan » Donnerstag 26. September 2013, 15:13

Ich habe mir heute die PDF-Version gekauft und mache dann mal den Anfang. :)

Nach erstem Querlesen macht der Band einen guten Eindruck. Die Ausarbeitung der Basilisus-Prüfung ist mir persönlich zwar immernoch etwas zu wage, aber da werden die Geschmäcker wahrscheinlich variieren.
Das Einzige was mich wirklich stört, ist die regeltechnische Auswirkung, wenn man Erzmagier geworden ist. Nämlich... nix - nichtmal sowas Profanes wie SO+1. Ich hoffe, ich habe es einfach nur überlesen. :D

Kleinere Fehler sind mir auch aufgefallen (aber damit kann ich leben):
+ SPOILER
  • S102f.: Rohaldor: MU 16, GE 14, KO 13, KK 12; nur ein paar Zeilen weiter hat er aber plötzlich: MU 19, GE 13, KO 16, KK 16
  • S.103f.: Uridabash wird als zweigehörnter Dämon bezeichnet, obwohl er eigentlich siebengehörnt ist.
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon Pack_master » Donnerstag 26. September 2013, 20:11

Losan hat geschrieben:Ich habe mir heute die PDF-Version gekauft und mache dann mal den Anfang. :)

Nach erstem Querlesen macht der Band einen guten Eindruck. Die Ausarbeitung der Basilisus-Prüfung ist mir persönlich zwar immernoch etwas zu wage, aber da werden die Geschmäcker wahrscheinlich variieren.
Das Einzige was mich wirklich stört, ist die regeltechnische Auswirkung, wenn man Erzmagier geworden ist. Nämlich... nix - nichtmal sowas Profanes wie SO+1. Ich hoffe, ich habe es einfach nur überlesen. :D

Ich hoffe es auch, denn die Ankündigung war doch definitiv, dass man durch die bestandene Prüfung tatsächlich Fähigkeitsboni bekommt - also, wirklich etwas körperliches, sozusagen, da die eigene zaubermacht vergrößert wird.
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon Xyxyx » Donnerstag 26. September 2013, 20:55

Ich habe mir ebenfalls die PDF-Version gekauft und gelesen. Im Folgenden halte ich meine Eindrücke fest, da darin massive Meisterinformationen verpackt sind setze ich das alles in einen Spoiler:

+ SPOILER
Ich habe mich wirklich auf das Abenteuer gefreut, die aventurische Gildenmagie schätze sich sehr, auf die Basilius-Prüfung war ich gespannt und als ich gewisse Hintergründe erfahren habe konnte ich es kaum noch erwarten. Sogar am ausgespielten Konvent auf der Bilstein habe ich teilgenommen und habe sehnsüchtig auf das etwas verzögerte Abenteuer gewartet. Auch Franz Janson war für mich bisher als Autor immer eine Qualitätsgarantie. Natürlich habe ich dadurch hohe Erwartungen, aber da mir die Thematik so zusagt habe ich das Abenteuer recht gnädig gelesen und über manche Sache, die mir nicht gefällt - ist ja auch Geschmackssache - einfach hinweg gesehen. Doch nach der Lektüre kann ich nur festhalten: Ich bin massiv enttäuscht worden, insgesamt halte ich Im Schatten des Elfenbeinturms für ein Abenteuer mit ganz gravierenden handwerklichen Mängeln, die ein Spielen ohne Komplettüberarbeitung nahezu unmöglich machen. Die Fehler sind dabei so alt, so bekannt und so offensichtlich, dass ich mich wirklich frage wie in einem so langen Produktionsprozess so etwas herauskommen kann. Denn bei der Wartezeit wurde das Abenteuer ja mit Sicherheit nicht "hingerotzt."

Die wesentlichen Kritikpunkte:
- Übles Railroading
- Vollkommene und sträfliche Vernachlässigung der Möglichkeiten der für das Abenteuer idealen Heldengruppe
- Verhindern von Spielmöglichkeiten
- Schlechte Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Platzes
- Reine Geschmackssachen (z.B. finde ich die Umsetzung der Basilius-Prüfung äußert unstimmig)

Lob:
- Die Hintergründe sind interessant und gut ausgewählt
- Man hat sich Gedanken über die Strukturierung gemacht (aber sie dann schlecht umgesetzt)
. Mir gefällt - wie gesagt - die Thematik.

Insgesamt bleibt für mich nur ein: "Gut gemeint, aber schlecht gemacht" übrig. Ich werde das nun begründen:

In einer ausführlichen Einleitung wird auf die Themen Bezug genommen: Das Yrando-Emblem, die Machenschaften des Illusionisten Rohaldor und die Fremmelshof-Forschungen Prishyas von Grangor spielen eine gewichtige Rolle, dazu ein Magierkonvent samt Basilius-Prüfung - für meinen Geschmack all das, was einen guten Hintergrund verspricht.

Bei der Auswahl der Helden wird von erfahrenen bis sehr erfahrenen Helden gesprochen, mit 7000-8000 AP, man kann auch einen Heldenmagier zum Erzmagier machen, dann sollte man von bis zu 10.000 AP ausgehen. Insgesamt also äußert fähige Individuen und vor allem Magier, sogar eine Themengruppe soll möglich sein. Leider werden diese Helden - folgt man dem vorgegebenen Verlauf des Abenteuers - ihre beeindruckenden Fähigkeiten nicht auspacken dürfen.

Eine generell gute Idee ist die Strukturierung des Abenteuers durch Kästchen, die den genauen Zweck der Szene verraten, die wichtigen Ergebnisse festhalten und Möglichkeiten angeben, wie es denn kaufen kann, falls es für die Helden zu schwer oder zu leicht wird. Eines der wenigen wirklichen Highlight des Bandes ist dabei das Beispielkästchen mit völlig überzogenen, aber erheiternden Punkten: "Die Helden haben Mada mit dem Drachenei zusammen im Keller des Schwarzen Keilers eingeschlossen" [...] "Sollten die Helden bei ihrem Unterfangen scheitern, greift Nahema ein und wirft ein Kettenhemd nach den Übeltätern..." Diese humoristischen Beispiele sind (leider) nicht nur das absolute Highlight des Bandes, sondern sind leider auch fast so übel im tatsächlichen Abenteuer vorhanden.

Der Prolog ist seeehr ausführlich, im Prinzip geht es darum, dass die Helden angeworben werden um Frau von Garlischgrötz bei ihrer Forschung zu unterstützen, dabei können sie den getarnten Antagonisten kennen lernen indem sie ihn vor einem Raubüberfall retten. Außerdem gibt es einen vollkommen überflüssigen Vorlesetext über einen Konferenzraum, dazu ein paar Informationen zum Institut der Arkanen Analyse, die sich noch einmal ausführlicher im Anhang finden. Dazu noch oberflächliche Infos über Kuslik und ein paar Details, aber insgesamt sorgen diese 9 Seiten Prolog dafür, dass später wesentliche Teile des Abenteuers deutlich zu kurz kommen, die Ausrede vom Platzmangel zieht hier sicher nicht, es ist einfach nur schlecht strukturiert

Das erste Kapitel behandelt die Forschung, bei der die Helden durch das Erfüllen von Missionen oder passende Proben Forschungspunkte ansammeln, um die Fremmelshof-Relikte auszuwerten. Nettes System, aber vollkommen überflüssig, da ohnehin alles wie geplant verlaufen muss. Da hätte man sich die ganze Chose gleich sparen können, in der Quanionsqueste wurde ähnliches besser gelöst, in Uthuria auch. Dass man hier ein ähnliches System anwendet, es jedoch nicht nur überflüssig ist, sondern wieder mal ein wenig anders funktioniert - regeltechnisch - ist eines der typischen DSA-Probleme.

Es handelt sich bei diesem Kapitel um 5 Szenarien, in deren Verlauf die Helden quer durch das Liebliche Feld reisen, um irgendwelches Zeug zu beschaffen. Die meisten Abenteuer bestehen tatsächlich aus einer völlig belanglosen Reise und einer überhaupt nicht herausfordernden Aufgabe, um an den Kram zu gelangen. Gut, es gibt hier mal einen kleinen Raubüberfall und man trifft ein paar NSCs, aber im Prinzip handelt es sich immer um den gleichen Käse: Geht zu Ort X und besorgt Gegenstand/NSC Y. Etwas spannendes oder schwierigere Verwicklungen sucht man vergebens, dafür wurde hier auch ordentlich Platz verschwendet.

Mein persönliches Lowlight ist die Suche nach einer bestimmten Auflage eines bestimmten Buches, bei der man Magierakademie um Magierakadmie und Bibliothek um Bibliothek abklappert, um denn zu fragen ob das gesuchte Buch da ist. Spuren, Hinweise, wirkliche Hindernisse? Pustekuchen! Elendlangweilige Recherche.

Der eigentlich beste Teil des Kapitels. die Konkurrenz durch eine weitere Forschungsgruppe, krankt leider auch an allen Ecken und Enden: Der geneigte SL erfährt kaum etwas über die Methoden der Konkurrenten und muss die eigentliche Arbeit wieder selber machen. Was mir gefällt ist die Idee von alchimistischen Schlössern und das Eingehen auf die Nandus-Republik Sibur - aber das rettet leider weder eintönige, sich wiederholende Szenarios noch fehlende Informationen für den SL bei essentiellen und abenteuerrelevanten Dingen.

Dann kommt auch schon das Finale des ersten Kapitels und während ich bei der Lektüre den Hintergrund noch immer spannend fand und die schwächeren Szenarien für den Einstieg als durchaus verzeihbar einstufte, kommt hier zum ersten - aber beileibe nicht letzten Male - ganz großer Käse. Der Antagonist Rohaldor hat die Rolle der erwähnten Konkurrentin übernommen und klaut die Forschungsergebnisse. Fertig. Er startet ein Ablenkungsmanöver, das auf jeden Fall gelingen wird - egal ob die Helden Wachen zurücklassen. Er läuft jetzt und vorher in falscher Identität in einer der besten Akademien Aventuriens herum, ohne dass jemand auch nur den geringsten Schimmer hat, auch unsere potentiellen Erzmagier-SCs können da einfach nix machen, egal welche Sicherungen sie aussuchen und wie sie sich auch mit ihren Konkurrenten beschäftigen. Entschuldigung, aber: Das ist mies. Ok, ich habe nix dagegen, wenn es dem Fiesling mal gelingt zu entkommen, aber dies hier wird nicht die einzige ähnliche Situation bleiben und bei sehr erfahrenen Helden ist so was nicht so einfach möglich. Die Hinweise im Abenteuer wie denn das gelingen soll sind zudem völlig unzureichend, dafür haben wir noch einen weiteren Vorlestext über ein Konferenzzimmer zu bestaunen.

Schon im ersten Kapitel gab es haufenweise Anspielungen in den Überschriften, nun kommt der Indiana Jones-Teil, d.h. die Suche nach verschiedenen Teilen eines Artefakts. „Ist das nicht so ähnlich wie die Suche nach verschiedenem Krimskrams in Kapitel 1?“, mag man einwenden. die Antwort lautet: Ja, es wird nur noch schlimmer. In diesem Kapitel haben wir es endgültig mit einer Anti-Heldengruppe zu tun, Handlanger des Oberbösewichts, die unseren Helden in die Quere kommen. Und den obersten handlanger haben wir im ersten Kapitel schon kennen lernen dürfen.

Im ersten Unterkapitel dieses Teils sucht man eben mal wieder nach Gegenständen, darf sich - wahrscheinlich schon wieder - mit den gleichen nervigen NSCs herumplagen wie bei der Suche nach Krimkrams in Kapitel I, aber: Man kann nix machen, der böse Handlanger hat den entscheidenden Gegenstand schon gemopst.

Der zweite Teil behandelt eine archäologische Expedition, die man gemeinsam mit der fiesen Heldengruppe bestreitet. Obwohl Helden wie den unsrigen sicherlich Menschenkenntnis, Hellsicht, Herrschaftszauberei und viel Einfluss zusteht, kann man die fiesen Kerle höchstens ein wenig verdächtigen und nichts dagegen tun, wenn sie den Helden mit einem ziemlichen lahmen Ablenkungsmanöver das Artefakt vor der Nase wegklauen. Die Fieslinge entkommen und auch hier wird nicht auf eventuelle Möglichkeiten der Helden zu einer erfolgreichen Verfolgung (etwa über Elementare) eingegangen, sondern unsere Helden sind einfach die kompletten Vollversager. Apropos: Expedition. Mit Ausgrabung und so. Gibt's dafür Regeln? Nö! Können die Helden da was machen? Ja, zugucken und sich zwangsweise verarschen lassen.

Darauf folgt ein kleiner "Krimiplot" bei dem die Helden endlich mal etwas an sich bringen könne. Der wird als offen angepriesen, schlecht ausgearbeitet mit ziemlich festem Ende würde es aber eher treffen. Weder hier noch im Anhang bekommen wir, bis auf einige wenig hilfreiche Worte, wirklich Methoden der Gegner präsentiert. Es geht um den Diebstahl einen Gegenstands aus dem Museum und der Rat des Abenteuers an den SL ist in etwa: Improvisieren Sie. Das war es im Wesentlichen. Ein Handlungsüberblck wie - und vor allem in welcher Zeit - der Coup ohne Einfluss der Helden stattfindet wäre mehr als nett gewesen.

Als Finale laufen unsere Helden dann - natürlich - in eine Falle des fiesen Antagonisten, haben aber immerhin einen Teil des Artefakts vorher sichern können. Die Strategie: Klaut den Helden das Artefakt und lasst sie Pseudo-Teilerfolge haben wird durch Wiederholung nicht besser. Insb. ist es in diesem Abenteuer schon massiv ärgerliche wie häufig völlig dämlich plot-devices benutzt werden und den Helden ihre Fähigkeiten nicht zugestanden werden - die sie laut den Anforderungen des Abenteuers aber haben. Wäre das ein Abenteuer für Einsteiger, die etwas im Auftrag der Magiergilden tun: OK. Dann kann man auch mal auf so Railroading-Elemente zurückgreifen, aber auch nicht unbedingt in dieser Fülle. Aber bei Erzmagier-Kandidaten und dem IAA? Hallo?! Ist das wieder ein Beispiel für: Alle guten NSCs sind inkompetent und die Helden dürfen nix auf die Reihe bringen?

Dann beginnt der Konvent, der durch eine nette Spielhilfe begleitet wird, wie in Rohals Versprechen finden sich zudem feine Beschreibungen der NSCs. Aber sonst? Katastrophe! Es passiert so viel Interessantes auf dem Konvent (Freie Gilde, Yppolita, Urnen des Horas etc.), dazu Gildenpolitk und Justiz - aber nichts, wirklich gar nichts davon ist auch nur annähernd ergebnisoffen oder mit ausreichenden Informationen zum Spiel versehen. Das wäre doch nicht zu viel verlangt gewesen da ein paar ergebnisoffene Teile einzubauen, um zu zeigen, dass die Helden Einfluss haben. Es wäre doch nicht so schwierig gewesen, spielrelevante Informationen zu bringen, statt den NSCs zuzuschauen? Anscheinend doch.

Der wesentliche Plot des Konvents - bzw. der bespielbare Plot des Konvents - ist, dass der erwähnte diese Rohaldor versucht die Basilius-Prüfung, die in einer Globule stattfindet, quasi mittels seiner erworbenen Macht (Yrando-Emblem) wortwörtlich zum Platzen zu bringen um ein Freizauberer zu werden. Die anwesenden Magier merken rasch, dass da was in der Globule nicht stimmt und wen schickt man rein? Richtig, unsere Helden, die Vollversager, denen der Fiesling schon mehrmals entkommen ist und die nicht einmal verhindert konnten, dass seine unfähigen Handlanger mit lächerlichen Mitteln wichtige Artefakte an sich bringen konnten. Saldor Foslarin und Thomeg Atherion dürften sich wenigstens einmal einige sein: Nach dem vorgegebenen Verlauf des bisherigen Abenteuers nehmen wir sicherlich nicht diese Nulpen, um die Gildenmagie zu retten.

Auf jeden Fall dringen unsere Helden, entweder komplett als Rettungseinheit oder als Kandidaten für die Erzmagierwürde, in die Globule ein, in der die Prüfungen laufen. Die Hinweise zum Ausgestalten eigener Prüfungen sind mehr als vage und das übliche Blabla von der Auseinandersetzung mit dem eigenen Inneren und es finden sich so lustige Ideen wie: Ein Magier muss in der Globule eine Zauberformel konstruieren, das kann mehrere Monate dauern und die übrigen Helden dürfen für ihn irgendwelchen Krimskrams besorgen. Nicht ernsthaft, oder? Auf jeden Fall wird der SL aufgefordert passende Abenteuer für seine Heldengruppe auszugestalten - man könnte auch: „Endlich mal gute Abenteuer" sagen.

Dass diese gildenmagische Globule auch mehr an ein Elfendisneyland erinnert (schöne Natur, Butterblumen schmelzen, Glockenblumen geben Glockengeläut ab) finde ich auch mehr als komisch. Auf jeden Fall findet noch ein mittelmäßig herausfordernder Kampf gegen den fiesen Antagonisten und seinen Dämon statt, ein interessanter - aber bisher völlig vernachlässigter - NSC stirbt zwangsweise und man rette die Welt.

Ich frage mich wirklich: Was soll das? Ich ärgere mich regelrecht über das Abenteuer. Es handelt sich um bestenfalls durchschnittliche Szenarien, die durch ärgerliches Railroading entwertet werden. Man will laut Abenteuer erfahrene Magier als Helden, aber die dürfen ihre Fähigkeiten nicht einsetzen, es wird nicht einmal darauf eingegangen wie sich die Schurken wirklich schützen und was geschieht, wenn ein Held mal was kann. Das Abenteuer ist einfach nicht gut. Schade drum, denn das Setting ist wundervoll.


Mein Lieblingsfehler: „Rohal(!) ist der Antagonist im Hintergrund...“ S. 102

Zum Erzmagier: Nix, Der Magier weiß, „was seine wahre Bestimmung ist und worauf er in Zukunft sein Können verwenden sollte.“

Ich entschuldige mich für eventuell recht harte Worte, hierbei ist es jedoch nicht so, dass mir einfach Dinge nicht gut gefallen, sondern richtige Mängel vorhanden sind.
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon TeichDragon » Donnerstag 26. September 2013, 21:16

Ich muss leider Xyxyx in fast allen Punkten zustimmen.
Ich hatte enorme Erwartungen an den Band, die fast nirgendwo erfüllt wurden.

+ SPOILER
Ich muss dazu sagen, das ich diesen Pseudo-Traum-Globulen/Feenwelten/whatever-Kram spätestens seit der Simyala-Kampagne hasse.
"Denken sie sich für ihre Spieler was Gutes aus." ist leider KEIN gutes Abenteuer.
Überhaupt ist die entscheidende Phase des ABs viel zu schwurbelig und nichtssagend ausgearbeitet.


Schade irgendwie, dabei hat die "Quanionsqueste" gerade gezeigt wie man so etwas richtig toll herausarbeiten kann und dem SL die nötigen und möglichen Hilfsmittel an die Hand gibt.
Leider ist die QQ für meine Gruppe vollkommen uninteressant bzw. passt überhaupt nicht zu den Spielern.

Wäre der Elfenbeinturm ähnlich aufgebaut, hätte das Teil richtig rocken können.
In der derzeitigen Form ist dieses AB aber mehr oder weniger durchgehend eine Enttäuschung für mich.
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon Xyxyx » Donnerstag 26. September 2013, 21:30

Noch ergänzend zu TeichDragons Spoiler:

+ SPOILER
Ich hatte auch ein unglaubliches Simyala Deja Vu. Und zwar im Sinne von: Alles was an Simyala nicht so toll war wird wieder verwendet:

- Globulenkitsch mit schwurbeligen Informationen, die kaum weiter helfen
- Das wichitige Artefakt wird geklaut und man kann nix daran ändern, dass es der fiese NSc bekommt
- Kampf gegen Spiegelbilder der Helden
- Recherche um der Recherche willen. Heißt: Kaum interessante Informationen und spannende Sachen, sondern nerviges Abklappern verschiedener Örtlichkeiten
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon Franz Janson » Donnerstag 26. September 2013, 21:41

Kurze Erklärung, falls sich jemand wundert, dass der Autor bzw. einer der Autoren sich für einen solchen Verriss, wie den von Xyxyx bedankt:
Naturgemäß sehe ich viele inhaltliche Punkte etwas anders, aber ich freue mich dennoch für eine solche substanzielle Kritik, die nicht nur "alles Scheiße" ruft.
Besser hätte es mir natürlich gefallen, wenn das Abenteuer nicht ganz so katastrophal angekommen wäre.

Inhaltlich werde ich mich nicht äußern. Längere Forenerfahrung hat mir gezeigt, dass das noch nie zielführend war.
Vielleicht allerdings eines: auf einige der geäußerten Kritikpunkte bin ich zumindest in der Einleitugn eingegangen und habe dementsprechend meine Disclaimer-Pflicht erfüllt ;)

EDIT: Vielleicht noch ein Punkt; es mag natürlich sein, dass ich eurer Ansicht nach ihre Fehler wiederholt habe, aber tatsächlich ist die Simyala-Kampagne eines der wenigen DSA-Produkte, mit dem ich mich nie intensiver beschäftigt habe.
Zuletzt geändert von Franz Janson am Donnerstag 26. September 2013, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon TeichDragon » Donnerstag 26. September 2013, 21:52

Eine Frage zu Rohaja:

+ SPOILER
Verstehe ich das richtig? Die muss jetzt erst mal nach Punin, um dort weiter zu lernen und sich auf die Prüfung vorzubereiten?
Punin ist klasse, das gehen die Gauner ein und aus und magische Sperren sind für echte Schurken da auch kein Problem... ;)


PS: Sorry, ich hab damals zu schnell hintereinander
+ SPOILER
Simyala und dann Erben des Zorns gespielt. Da bleibt einem Punin als Hochburg der Magie eher ... stümpferhaft ... in der Erinnerung.
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon Franz Janson » Donnerstag 26. September 2013, 21:59

TeichDragon hat geschrieben:Eine Frage zu Rohaja:

+ SPOILER
Verstehe ich das richtig? Die muss jetzt erst mal nach Punin, um dort weiter zu lernen und sich auf die Prüfung vorzubereiten?
Punin ist klasse, das gehen die Gauner ein und aus und magische Sperren sind für echte Schurken da auch kein Problem... ;)

+ SPOILER
Du meinst Yppolita, oder? Grundsätzlich ja zu deiner Frage, aber siehe vor allem den Boten 151. Im Abenteuer ist das ja nur ein Nebenkriegsschauplatz.
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon TeichDragon » Donnerstag 26. September 2013, 22:02

Arrghhh....

*Kopf -> Wand*

Ja, klar. Die Schwester halt. ;)
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Re: Im Schatten des Elfenbeinturms

Beitragvon TeichDragon » Donnerstag 26. September 2013, 23:34

Franz Janson hat geschrieben:EDIT: Vielleicht noch ein Punkt; es mag natürlich sein, dass ich eurer Ansicht nach ihre Fehler wiederholt habe, aber tatsächlich ist die Simyala-Kampagne eines der wenigen DSA-Produkte, mit dem ich mich nie intensiver beschäftigt habe.


+ SPOILER
Ich glaube, wenn Du die Simyala-Kampagne gespielt oder gar gemeistert hättest, wären nicht auch die Schwachpunkte hier aufgetreten, die man jetzt leider so im AB finden kann.
Vieles was Xyxyx und ich da bemängeln hat man in dieser Kampagne bzw. in einzelnen Abenteuer daraus schon nicht richtig gemacht.
Wenn Dir das bewusst gewesen wäre - dann wäre es eigentlich irrsinnig genau diese Elemente wieder aufzugreifen.

Um nochmal auf das Urteil zurück zu kommen: Das AB hat unheimlich tolle Ansätze und gerade auch die Hintergrund-Infos sind toll.
Ebenso das Setting an sich. So kann ich allerdings nur konstatieren: Es wäre vielleicht sogar besser gewesen wenn Du, und/oder all Beteiligten an dem Band hätten genau Simyala gekannt.
Um eben die Schwächen aus diesen Bänden zu kennen und zu umschiffen.


ich bin eigentlich auch froh das Xyxyx das so schön aufgedrösselt hat.
Das ist ja kein Angriff gegen eine Person - und ich finde es auch gut das Du die Rezension (oder fast schon den Verriss) explizit lobst ob der Details und der Hintergründe dazu.
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