Ein Magier für den Meister

Ein Unterforum für Spielleiter.

Ein Magier für den Meister

Beitragvon Anon » Freitag 22. September 2017, 12:31

Halli, Hallo, liebe DSA-Gemeinde,

ich bin gerade ein wenig in Gedanken versunken und dachte, vielleicht könnt ihr mir mit ein paar Ideen aushelfen. :-)
Zudem hoffe ich, daß ich hier im richtigen Bereich bin, bin mir da nie so wirklich sicher.
Wir spielen momentan in einer recht kleinen Runde (zwei Spieler und ich, als Meister) und da ich auch gern mal wieder
einen Charakter spielen würde, wurde mir von den anderen angeboten, meinen Charakter mitlaufen zu lassen. Ich weiß, daß das nicht unbedingt eine gute Idee ist, aber auf der anderen Seite kann man es ja durchaus mal versuchen.
Zur Information - wir spielen DSA3 und die beiden Anderen spielen einen Brauer, welcher sich in erster Linie auf
gesellschaftliche Talente, das Handwerk und ein klein wenig Kampf versteht, und eine Hexe, welche sich in der Natur gut
auskennt und entsprechend einige praktische Zauber gesteigert hat. Da ich den beiden in keinster Weise ihr Spotlight
nehmen will, dachte ich daran, mir einen Magier aus Punin zu erschaffen (so einen wollte ich sowieso schon lange mal
spielen). Also nicht unbedingt super praktische Zauber, eher alles in Richtung magische Analyse und von den Talenten her
mit starkem Fokus auf Wissenstalente. Meiner Überlegung nach sollte so niemandem "sein" Gebiet streitig gemacht
werden; mein Charakter aber auch nicht völlig überflüssig sein, da er an bestimmten Stellen durchaus sinnvoll einsetzbar wäre.
Zudem, so würde ich ihn zumindest auslegen, wäre er, durch seine auf Theorie angelegte Natur, nicht unbedingt derjenige welcher sich in die Planung von Vorhaben einmischen würde. Es wäre also nicht unpassend, wenn er z.B. in einem Detektivpolt dafür plädiert, weitere Hinweise sammeln zu müssen, da sich das Puzzle vor seinen Augen noch nicht zu 100% zusammengesetzt hat; er also nicht, oder wenig, an der tatsächlichen Lösung beteiligt ist. Ich möchte ihn also relativ zurückhalten und einigermaßen passiv spielen, wenn es nicht gerade um seine Fachgebiete geht. Auf der anderen Seite könnte ich ihnen somit ein wenig helfen, sollten sie mal komplett hängen (auch wenn das bisher nicht vorgekommen ist).
Meine erste Frage ist also - meint ihr ein solches Konzept könnte aufgehen? Also die Zurückhaltung meines Helden in mein
Charakterkonzept einzubauen, damit es "natürlich" wirkt, wenn er sich häufiger heraushält und nicht wirkt, als würde mein
Charakter schweigen, weil ich ansonsten die Lösung verrate?

Meine Idee war das Ganze in dem Abenteuer "Die Totenmaske" auszuprobieren, da meine Spieler sich aktuell sowieso in
Havena aufhalten. Die Überlegung war wie Folgt: Mein Magier ist noch Studiosi (somit auf Stufe 0),
begleitet den im Abenteuer beschriebenen Magier und wird so mit den Helden bekannt. Er kann an dem Abenteuer beteiligt sein, muß danach aber wieder nach Punin zurück, so, daß ich quasi die Möglichkeit habe ihn den Spielern vorzustellen, er aber auch wieder verschwinden kann (und verschwunden bleiben kann), sollte das Konzept nicht aufgehen.

Meine zweite Frage ist eher kreativer Natur. :-)
Selbstredend habe ich, nach guter DSA3 Art, meinen Charakter komplett ausgewürfelt (vor den Mitspielern natürlich, mir soll keine Schummelei unterstellt werden). Mit komplett meine ich dabei, daß nicht nur die Werte ausgewürfelt worden sind, sondern auch die Kindheit und Jugend des Helden (nach Mit Mantel, Schwert und Zauberstab). Ich dachte ihr könnt mir vielleicht helfen eine nette Geschichte daraus zu bauen. Immerhin weiß ich um die große Kreativität der DSA-Gemeinde und dachte es wäre vielleicht mal Interessant, was ihr so dazu denkt. :)
Zudem habe ich mir in der letzten Zeit so viele NPCs ausdenken dürfen, daß ich nun für meinen Charakter fürchte in "Schema F"zu verfallen.
Falls also jemand mag, hier die Eckdaten:
Geboren im Lieblichen Feld, das einzige, was ich mir ausgesucht habe, bevor der erste Würfel gefallen war,
denn immerhin betont diese Herkunft seine Stärken und Schwächen. Zudem erklärt es wieso er in Punin genommen wurde.
Schließlich muß man da schon vor der Ausbildung lesen und schreiben können. Bin hier aber für Vorschläge offen.

Die Würfelergebnisse, allgemeines:
Stand der Eltern - Mittelständisch
Geschwister - 1 jüngerer Bruder
Geburtsort - Dorf
Besondere Umstände bei der Geburt - Während der Geburt war aus nächster Nähe stetes, unheimliches Gepolter zu hören
Legitimation: Kind wird von den Eltern anerkannt

Die Würfelergebnisse, Kindheit:

Findet einen guten Freund gleichen Alters, dieser bleibt ein Leben lang, Stand "Arm"
Freundlicher Nachbar unterweist das Kind in Lesen und schreiben
Wahrsagerin sagt dem Kind eine Große Zukunft voraus


Die Würfelergebnisse, Jugend:

Verliebt sich in der Jugend, doch die große Liebe zieht weg.

Alles in allem, so befanden wir am Spieltisch, recht passend für einen Magier (auch wenn ich die Wahrsagersache nicht so recht mag. Aber gut. Alea iacta est.)
Allerdings habe ich keine Ahnung wie ich das alles unterbringen soll. Wann soll ein junger Magier Zeit dafür gefunden haben
einen Freund zu finden? Zumal ich ungern einen weiteren Magier als Freund haben mag.
Wann soll er sich verliebt haben? Und in wen? Und wieso hat sich mich nur verlassen?
Punin ist ja nun nicht unbedingt dafür bekannt, seinen Schülern viel Freizeit zu gestatten, wie bringe ich das unter einen Hut?
In jedem Fall wäre ich dankbar für Anregungen. :D
Anon
 
Beiträge: 15
Registriert: Donnerstag 12. März 2015, 13:01

Re: Ein Magier für den Meister

Beitragvon Grumbrak » Montag 25. September 2017, 08:22

Da Dein Magier in einem Dorf aufgewachsen ist und einen armen Freund hat, passt das doch wunderbar!
Diesen kann er ja kenengelernt haben, bevor er auf die Akademie ging.

Sicherlich ist er während seiner Ausbildung oft und lange nicht im Dorf, aber sicherlich wird ihm ein paar Tage vor dem Tag der Heimkehr gestattet seine Eltern zu besuchen. Wenn du das Dorf nicht allzuweit von Punin verortest kann er dort sicher öfter (3-4 mal pro Jahr) für jeweils ein paar Tage sein.

"Obwohl Du ihn schon Monate nicht gesehen hast, habt ihr euch gleich verstanden, so als wäre der Abschied gestern gewesen". Eine echte Freundschaft halt.

Zur "ersten Liebe":

Wie verliebt man sich in der Jugend? Schnell und heiß!

Es kann auch ein Mädchen aus dem Dorf sein, aber genauso gut die Schankmaid aus der Taverne Klarum Purum, wo sich die Puniner Magier abends immer treffen, oder eine "weitgereiste" Adeptus major, die älter und erfahrener ist...

"Du hängst dieser Frau förmlich an ihren Lippen, obwohl Du dem Sinn ihrer Ausführugnen über Hexa-Elementare-Konnexion im historischen Kontext schon lange nicht mehr folgen kannst, könntest du ihr stundenlang zuhören... Du traust dich kaum Deinen Blick von ihren sinnlichen Augen zu lösen aus Angst, sie könnte bemerken, wie du ihr in den Ausschnitt... Bei dem Gedanken daran hast du den Blick gesenkt und es nicht nur gedacht. Ob sie es bemerkt hat? Du hättest fast dein Weinglas umgestoßen, aber sie redet einfach weiter...

Nachdem ihr euch verabschiedet habt, bist du dir ganz sicher, dass du sie morgen wiedersehen musst! Jetzt musst du nur noch deinen Vortrag über "Die Präperation der Anaylse unbekanner Objekte" verschieben, denn das müsstest du sonst vorbereiten und hättest keine Zeit für Zibelia.... Ob Meister Turgiel das verstehen würde? Schließlich war er doch auch mal jung... wobei diese Vorstellung irgendwie nicht zu dem alten Knochen passt...."
Grumbrak
 
Beiträge: 243
Registriert: Freitag 10. März 2017, 08:10

Re: Ein Magier für den Meister

Beitragvon orkenspalter » Montag 2. Oktober 2017, 22:35

Hier geht's weiter. Durch den Forenwechsel bedingt ist für diesen Thread im Orkenspalter-Forum ein Fortsetzungsthread angelegt worden:
https://www.orkenspalter.de/index.php?t ... n-meister/
Benutzeravatar
orkenspalter
 
Beiträge: 242
Registriert: Sonntag 9. September 2012, 12:17
Wohnort: Schwerte


Zurück zu Spielleiterbereich (DSA4 und älter)



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron