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Dez152018

Werkstattbericht: Die Rüstkammer der Flusslande

Autor David Schmidt berichtet über die Arbeit an der Rüstkammer der Flusslande. Mit Die Gefangenen von Santobal wird er bald sein nächstes Abenteuer vorlegen.


Nachdem ich meine Texte für die Regionalspielhilfe zu den Flusslanden abgegeben hatte, äußerte ich Interesse, auch etwas für die zugehörige Rüstkammer der Region beizusteuern. Zwischenzeitlich verschob sich allerdings der Erscheinungstermin der Regionalspielhilfe und am Ende wurde vereinbart, dass ich die komplette Rüstkammer übernehmen sollte. Nach Besprechung der Seitenplanung machte ich mich mit Neugier und der ein oder anderen noch unausgegorenen Idee an die Arbeit. Als erster Schritt stand dann allerdings, wie bei DSA-Texten unerlässlich, die Recherche an. Mehrere Tage wälzte ich nicht nur die Kapitel meiner Mit-Autoren für die Regionalspielhilfe, sondern auch frühere Quellenbände mit Waffenbeschreibungen von Kaiser Retos Waffenkammer bis zum Aventurischen Arsenal und schmökerte dann noch einmal in den Texten der älteren Regionalbeschreibungen Am Großen Fluss und Angroschs Kinder. Mir war wichtig einerseits auf den bisherigen Setzungen zu den unterschiedlichen Waffen und besonderen Gegenständen aufzubauen und andererseits die typische Stimmung des Kosch und der Nordmarken, sowie die motivischen Hauptthemen der Region in den Text mit einfließen zu lassen.

Der Rahmen für die Rüstkammer der Flusslande war klar vorgegeben: Zwei Dutzend Waffen und Rüstungen, dazu noch einige Ausrüstungsgegenstände, Werkzeuge und weitere Dinge sowie ein anschließendes Kapitel über Handwerkszünfte, Werkstätten und die Flussschifffahrt im Kosch und den Nordmarken. Das schien vom Umfang her erst einmal gut zu bewältigen, zumal ich durch die Mitarbeit an der Aventurischen Rüstkammer II bereits einige Erfahrung mit dem Schreiben von Texten für Waffen und Ausrüstungsgegenstände gesammelt hatte. Am Ende saß ich bei einigen der Texte dann aber doch länger als gedacht vor dem leeren Blatt. Wodurch unterscheidet sich das Koscher Langschwert von seinem Nordmärkischen Gegenstück? Wo liegen die Unterschiede zwischen der Angbarer Mauerwehr und der Waldwachter Armbrust? Und wie war das nochmal mit dem Eisenlot des Grevenstecken ...?

Den meisten Spaß bei der Schreibarbeit hatte ich am Ende aber nicht bei der Beschreibung der unterschiedlichen Gegenstände, sondern bei dem Abschnitt zur Flussschifffahrt. In den Flusslanden, in denen ein beachtlicher Teil von Handel und Reiseverkehr nicht über Land, sondern über den Großen Fluss verläuft, sind Flussschiffe ein wichtiger Bestandteil des regionalen Flairs. Ein typischer Vertreter dieser Art ist die in der Rüstkammer beschriebene Schwester der fetten Jungfer. Das Schiff eignet sich als zufällige Begegnung und Transportmittel, aber auch als Szenarioaufhänger, verbindendes Element zwischen einzelnen Abenteuern oder einer selbst erdachten Kampagne in der Region. Dank einer wunderschönen Zeichnung im Ingame-Stil von Steffen Brand, nahm der Flusssegler parallel zu den Arbeiten am Text vor meinen Augen Gestalt an. Schiff und Besatzung werden auch meiner eigenen Spielgruppe sicher noch bei der ein oder anderen Gelegenheit begegnen.

Ich wünsche euch viel Spaß mit der Rüstkammer der Flusslande, sei es beim Stöbern nach neuen Waffen und Ausrüstungsgegenständen für eure Helden oder auf der Suche nach einem besonderen Gegenstand, um den sich eine Abenteuerhandlung spinnen lässt. Und wer weiß, vielleicht unternehmt ihr auch eine Fahrt auf dem Großen Fluss, womöglich sogar mit der Schwester der fetten Jungfer? Es lohnt sich!

 

David