kompaktansicht an/aus
ERWEITERTE SUCHE
2499Neuigkeiten
gefunden:
Jan092013

Sturmgeboren: Sturmspitzen

„Wohin es geht, bei diesem Dreckswetter? Wieso denn Dreckswetter, ist doch nur ein bisschen windig? Stürmisch? Nein, das da draußen ist kein Sturm, sag ich dir. Wenn du das schon Sturm heißt, dann ... jaja, schon gut, wohin es geht, willst du wissen. Na, nach Donnerbach, geht’s. Haste der Ausruferin vorhin denn nicht gelauscht? Scheint, als gäb’s mit dem Einzug des Frühlings einiges an Arbeit im Dominium, jedenfalls suchen sie Handwerker. Ja, Rumtreiber suchen sie auch ... he, Obacht und Griffel weg. Was anderes sind Abenteurer denn, als Rumtreiber? Wer kein Heim hat, treibt sich rum, aber ja, die werden auch gesucht, keine Ahnung wozu ...“

—Faduhenna Riedkötter, Weidener Zimmerfrau auf der Walz, gehört – vor einer Kneipenschlägerei – im Gasthaus ‚Zur humpelnden Henne‘ in Rathila, Spätwinter 1035 BF

 

Wie zuvor ausgeführt, lässt sich Sturmgeboren in zwei Teile gliedern. Hier nun wollen wir einen Blick in den ersten Teil des Kampagnenbandes werfen – die Szenariosammlung.

Ausgangspunkt ist im Spätwinter 1035 BF der auf klassische Weise übers Land getragene Aufruf, fähige Handwerker, respektable Gelehrte, ehrenvolle Kämpen und, ja, vielleicht auch (nützliche) Herumtreiber mögen sich zum Zwecke der Anwerbung in Donnerbach einfinden. Lukrative Anstellungen locken, sofern es in Aufbruchstimmung gelingt, das eigene Können in Szene zu setzen und sich so im Feld der Mitbewerber zu behaupten.

Ist dies geschafft, geht es hinaus in die Ebene, die nicht mit ihren ‚Reizen‘ geizt. Schon frühzeitig scheiden sich angesichts der Herausforderungen einfache Siedler von jenen, die zu Höherem berufen sind. Sturmgetrieben, das erste Szenario, widmet sich den Anfängen der Besiedelung und bietet gerade diesen ‚Auserwählten‘ reichlich Gelegenheit, sich zu bewähren – beim Bau des Dorfes ebenso wie in Fragen seiner Versorgung und im Angesicht so manchen Widersachers.

Im Zwischenszenario Sturmumtost beginnen die Neusiedler zu ahnen, dass der Bau ihres Dorfes Konsequenzen nach sich zieht. Einerseits äußert sich dies in der Aufmerksamkeit der Bergbaustadt Uhdenberg, die gar nicht daran denkt, die Siedler in Ruhe zu lassen. Zum anderen hat es den Anschein, als verstärke sich die Unwirtlichkeit der Ebene mit jedem Tag, da die Siedler fester Fuß fassen. In Gelbauge und Rußfell begegnen die Helden diesen Herausforderungen und erhalten erste Einblicke in die weit zurückreichende Geschichte der Region. Einblicke, die sich im Überleitungsszenario Schattenfinger noch vertiefen. Denn die gerade mühsam erkämpfte Ruhe ist nur von kurzer Dauer: in Flammen und Wogen häufen sich unheimliche Begebenheiten, Menschen verschwinden und in den Seeauen werden seltsame Kreaturen gefunden. Die Bedrohung nimmt zunächst nur schleichend zu, doch lässt sich erahnen, dass der vom Neunaugensee ausgehende Schrecken bald alle Anrainer bedrohen wird, wenn ihm niemand Einhalt gebietet.

 

Die Szenarien in Sturmgeboren wenden sich vornehmlich an Einsteigerhelden, aber nicht zwingend an Einsteigerspieler. Vielmehr ergibt sich für erfahrene Spieler die Gelegenheit, jenen Helden, auf deren Schultern das Schicksal des Mittelreiches – ja ganz Aventuriens – lastet, eine kleine Auszeit zu gönnen und stattdessen in die Rolle eines abenteuerlustigen Grünschnabels zu schlüpfen. Hierzu bietet der Kampagnenband sechs vorgefertigte, aus der Neunaugenseeregion stammende Archetypen an. Sturmgeboren ist jedoch problemlos mit selbst erstellten Helden spielbar. Dank des ursprünglichen ‚Aufhängers‘ sind Heldentypen spielbar, die sich bisweilen nur schwer für ein abenteuerliches Leben motivieren lassen, wie beispielsweise die resolute Zimmerfrau vom Beginn dieses Beitrags, Handwerker anderer Gewerke, Gelehrte oder Diener üblicherweise nicht zu den Heldengottheiten zählender Alveransbewohner wie Traiva, Ingerimm oder Peraine. Sturmgeboren bietet all jenen einen schönen Einstieg in das, was schon bald ein Heldenleben sein wird.

Bilder: