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Jul202013

5 Fragen an ... Henning Mützlitz

Bald schon erscheint der neue Das Schwarze Auge-Roman Der Ring des Namenlosen von Henning Mützlitz. Ich habe Henning auf Burg Naumstein bei Tee und Keksen einem gnadenlosen Verhör unterzogen, um herauszufinden, was genau euch ins seinem neuen Roman erwartet, und ob auch hier Sumpfrantzen eine tragende Rolle spielen.


Eevie: Der Ring des Namenlosen ist die Fortsetzung deines Erstlings Das Zepter des Horas. Richtig, oder falsch?

Henning: Prinzipiell richtig. Die Geschichte spielt im Herbst 1032 BF, also etwas mehr als ein Jahr nach den vorhergehenden Ereignissen. Die Hauptfiguren Darian und Sela müssen sich unverhofft erneut mit dem Zepter des Silem-Horas auseinandersetzen und zwischendurch immer wieder in ihren Erinnerungen wühlen, um noch alles richtig zusammenzubekommen. Zudem gibt es einen komplett neuen Handlungsbogen, der uns mit Adlerritter Gion nach Rethis auf Hylailos führt. Inhaltlich wird die Geschichte um das Horaszepter fortgesetzt, allerdings so, dass man den Roman auch ohne Probleme lesen kann, wenn man das Zepter nicht kennt.

Ein bisschen mehr zur Entstehung und Verknüpfung beider Romane erzähle ich in meinem Werkstattbericht, den man auf dem Ulisses Blog lesen kann.


Eevie: Das Zepter des Horas als auch der Ring des Namenlosen spielen im Reich des Horas, und auch in deiner Kurzgeschichte in Schattenlichter machst du einen Horasier zum Protagonisten. Woher rührt deine große Vorliebe für diese Region?

Henning: In meinen ersten Jahren als Das Schwarze Auge-Spieler hat mich das Horasreich überhaupt nicht interessiert. Ich habe Thorwal immer als meine aventurische Heimat betrachtet. Erst mit der Aarenstein-Kampagne und der Fürsten, Händler, Intriganten-Box bin ich auch der Faszination des Lieblichen Feldes erlegen. Weniger aufgrund der damals belustigt betrachteten Modernisierung mit Perücken, Visitenkarten und Spitzentüchlein, sondern vielmehr aufgrund des interessanten Settings mit seinen so grundverschiedenen Metropolen auf engem Raum, den vielen Orden und Geheimorganisationen sowie den damals neuen Möglichkeiten zur Modifikation von DSA3-Heldentypen. Die Abenteuer Spur in die Vergangenheit und Die unsichtbaren Herrscher haben dann Interesse und Sympathie für das Horasreich verfestigt. Zudem war ich schon immer Fan des Mantel&Degen-Genres, das mir im Mittelreich-dominierten Aventurien zuvor viel zu kurz gekommen war.

Dass sich in Schattenlichter zwei Horasier in der Neureicher-Metropole herumtreiben, ist deshalb wohl ebenfalls kein Zufall ...

Eevie: Was genau erwartet die Leser im Ring des Namenlosen – in sechs Worten?

Henning: Spannung, Action, Humor – ein wenig Romantik!

Eevie: Wenn du dich nicht gerade schriftstellerisch in Aventurien tummelst, wobei kann man dich sonst so erwischen, wenn man unangekündigt an einem Werktag bei dir vor der Tür steht?

Henning: Vielleicht sitze ich gerade an Artikeln für die Geek! oder eine Armbanduhren-Fachzeitschrift, vielleicht setze ich einen wissenschaftlichen Tagungsband oder arbeite an einem Sachbuch, vielleicht plane oder schreibe ich gerade ein Exposé, eine Kurzgeschichte oder einen Roman – meistens laufen viele Dinge im gleichen Zeitraum, so dass es eigentlich selten langweilig wird.

Eevie: Und die alles entscheidende Frage: Kommen Sumpfrantzen in deinem neuen Roman vor, und wenn ja: Sollte man sie kaufen?

Henning (mit gehetztem Blick): Hat man mich deshalb hier nach Naumstein bestellt? Deswegen habt Ihr erst so freundlich getan! Hätte ich mir doch denken können, dass Marschall Ravendoza an ganz anderen Dingen interessiert ist als an meinen Pamphleten! Ich sage es noch ein letztes Mal im Guten: Wir werden diese Rantze nicht kaufen! Ich hoffe, wir haben uns verstanden, Signorina!

Eevie: Selbstredend, Herr Mützlitz, selbstredend. Bitte verzeiht mir die kleine Indiskretion und herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!

Bilder: