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Aug012013

Zuwachs für die Redaktion des Schwarzen Auges

Weitere Verstärkung für die Das Schwarze Auge-Redaktion ist in Waldems eingetroffen. Seit Anfang Juli ist Jens Ullrich bei Ulisses Spiele. Grund genug, ihn von Großmeister Axel Spor beinhart und investigativ ausfragen zu lassen.

Axel: Hallo Jens. Bevor wir in medias res gehen, gib uns doch erst einmal einen Überblick wer du überhaupt bist.

Jens: Ja, hallo auch. Mein Name ist Jens Ullrich, aber der eine oder andere könnte mich auch unter dem Synonym „Eismann“ kennen. Ich bin 36, wohne bei Düsseldorf, wo ich an der Heinrich-Heine-Universität Geschichte und Linguistik studiert habe.

Wenn ich nicht gerade für Ulisses arbeite, bereite ich meine Promotion im Fachbereich Gamedesign vor, gebe als Lehrbeauftragter Seminare an der Mediadesign Hochschule Düsseldorf, füttere meinen Blog und verbrenne Zeit mit MMORPGs.

Axel: Und wie bist du zum Rollenspiel gekommen?

Jens: Ich hatte schon früh ein latentes Faible für Fantasy. Im Zivildienst habe ich dann einen Midgard-Spielleiter kennen gelernt und mit ein paar Schulfreunden meine erste Runde aufgezogen. Darauf folgte dann Das Schwarze Auge, später Shadowrun, Earthdawn, Cthulhu und viele andere Systeme.

Axel: Und wie bist du von der einen Seite des Buchdeckels auf die andere gekommen?

Jens: Es half mit dem damaligen Shadowrun-Chefredakteur zusammen zu zocken. Das muss so um 2000 herum gewesen sein. Es fing dann mit Kleinigkeiten für Fantasy Productions an, als erstes im Mensch & Maschine, und wuchs sich nach einiger Zeit bis zur Redaktion zweier Quellenbände und der inhaltlichen Betreuung eines Teils der Homepage aus. Außerdem habe ich zeitweise auch noch das SAR-Team organisiert (die Älteren erinnern sich vielleicht noch).

Axel: Warum dann der Wechsel zu Das Schwarze Auge?

Jens: Einerseits ist es mit Das Schwarze Auge irgendwie als ob man nach Hause käme. Man hat die Welt lieb gewonnen und viel Zeit damit verbracht. Andererseits schätze ich die große Freiheit, auch wenn das im Zusammenhang mit Das Schwarze Auge vielleicht seltsam klingen mag. Natürlich gibt der Hintergrund sehr viel vor, aber wie hat Walter Gropius so schön gesagt: „Gestalten heißt in Fesseln tanzen“. Die Freiheit äußert sich eher im Umgang mit Ideen. Ich habe nun, wenn man „Familienbande“ dazu zählt, drei komplette Publikationen für Das Schwarze Auge geschrieben in den letzten zwei Jahren, dazu noch einige Kleinigkeiten in „Auf gemeinsamen Pfaden“, und ich hatte nie den Eindruck, dass man mir von Seiten der Redaktion ernsthaft Steine in den Weg gelegt hat. Der Umgang ist freundschaftlich und respektvoll, was ich sehr zu schätzen gelernt habe.

Axel: Moment... drei Publikationen?

Jens: Ja, „Die reisende Kaiserin“ stammt von mir, und wie du weißt, liegen die Rohtexte für einen Teil der Splitterdämmerung in Waldems vor.

Axel: Interessant. Gibt es dazu mehr Informationen?

Jens: Ich glaube das überlasse ich lieber kundigeren Händen bei Ulisses, bevor ich mich hier verplappere. Nur so viel sei gesagt: Man kann die Bewohner des Orklandes näher kennen lernen, und die haben zum Glück ein dickes Fell.

Axel: Das befriedigt die Neugierde unserer Leser wahrscheinlich nur unzureichend. Und was werden deine Aufgaben in der Redaktion sein?

Jens: Aktuell Lektorat, kleinere Textteile schreiben, das übliche Tagesgeschäft eben. Mittelfristig aber wohl allgemein Weiterentwicklung von Hintergrund und Regeln. Ich bin selbst gespannt, wo die Reise noch so hin geht.

Axel: Hast du Lieblingsregionen oder Meisterpersonen, an denen dein Herz besonders hängt?

Jens: Ich mag das Orkland und Weiden, besonders in Kombination. Gerade Letzteres hat mehr Aufmerksamkeit verdient, speziell die Weidener Ritter. Bei den Meisterpersonen habe ich große Freude an Rohaja, auch wenn sie bei manchen nach dem Jahr des Feuers ein rotes Tuch ist. Ich glaube mit etwas weniger subjektiver Färbung ist sie Material für eine spannende und „heldentaugliche“ Kaiserin.

Außerdem ist mir Litprand von Darbonia ans Herz gewachsen. Ich habe für ihn einige nette Ideen. Vielleicht lässt sich da noch was machen.

Oh, und Nahema in Kombination mit einem heran rasenden, führerlosen Ochsenkarren fänd ich spannend. Aber ich fürchte da wird nichts draus.

Axel: Da drängt sich schon die Frage auf, in wie weit da Vetternwirtschaft oder womöglich ganz andere Gefälligkeiten den Weg geebnet haben …

Jens: Die Antwort kennst du doch sehr genau, Axel. Immerhin weiß ich jetzt, warum man dich auch den Panthergleichen nennt.

Aber ich schätze mal ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und 10 Jahre Erfahrung als Autor in anderen Systemen kann vielleicht auch geholfen haben. Außerdem gibt es Angebote, die man schlecht ablehnen kann. Sein Hobby zum Beruf zu machen gehört dazu.

Axel: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei Ulisses und herzlich Willkommen im Team!