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Aug142015

HeXXen 1733 - Werkstattbericht IV

Sorgfältig beobachteten und notierten wir ihre Reaktionen. Würden sie die Regeln schnell verstehen? Hatten sie Probleme mit den Jägerbögen? Wie fanden sie den Hintergrund? Es stellte sich schnell heraus, dass alle Spieler sehr angetan waren, sowohl vom Setting, als auch von den Regeln. Dass die Regeln nun relativ abstrakt und leicht waren, störte keinen. Im Gegenteil: sehr viele Spieler fanden es entspannend, dass ihre Charaktere nicht jede Aktion wie "Waffe ziehen", "Waffe wechseln", "Waffe wegstecken", "Waffe nachladen" ankündigen mussten. Schnell und simpel - das waren die Stichworte, die am Ende hängen blieben. Nach diesen Erfahrungen machte ich mich noch einmal an die Arbeit und ging ein letztes Mal über das Regelwerk. (Ich musste danach Markus und Michael hoch und heilig versprechen, dass dies nun wirklich die letzte Regelfassung sei). Glücklicherweise traf ich mit der nochmaligen "Entschlackung" den Geschmack von Markus und Michael, so dass wir erstmals eine "fertige" Version in den Händen hielten.

Mehr barocker Flair: Ich wollte etwas mehr den Flair typischer Mantel- und Degen-Filme einbringen. Das gelang durch konsequente Benutzung typischer Waffen (hier vor allem Fechtwaffen wie Rapier oder Degen, was in HeXXen 1730 leider komplett fehlt). Aber auch die Kleidung sollte anschaulicher sein. In HeXXen 1733 wird man sich für fertige Kleidungssets entscheiden könnne, deren Zusammenstellung genau beschrieben wird. Wobei hierbei auch einige typisch barocke Kleidungsstücke ins Spiel kommen, wie das Contouche-Kleid, das Manteau, das Justeaucorps oder die Dalmatik. Wir sind uns bewusst, dass wir uns mit HeXXen 1733 von typischen Mittelalter- oder Fantasy-Settings abheben müssen. Gleichzeitig sind die wenigsten Spieler vertraut mit den typischen barocken Kleidungsstücken. Aus diesem Grund widmen wir der Kleidung mehr Raum als in HeXXen 1730 und liefern eine Beschreibung der wichtigsten, oft französischen Modetrends.

Fazit: Auch wenn noch nicht alle Regeldetails komplett fertig entwickelt sind, so sind wir doch dabei, ein Regelwerk zu produzieren, das sowohl den Flair der barocken Welt einfängt als auch die Coolness von Actionfilmen oder Mantel-und-Degen-Filmen. Gleichzeitig bleibt HeXXen 1733 seinem Vorgänger treu. Wesentliche Elemente wie Ressourcen-Nutzung und die Selbstbestimmung der Spieler bleibt erhalten. Das Handling ist aber noch leichter und vor allem schneller geworden - ohne an Spieltiefe zu verlieren. Die Charaktere werden sich zwar etwas langsamer, dafür aber sehr viel breiter und vielseitiger entwickeln können. Ich wage die Behauptung, dass jeder, der HeXXen 1730 mag, den Nachfolger noch mehr ins Herz schließen wird.