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Dez272015

Ein Ausblick auf den Aventurischen Almanach – Teil 2

Schreib doch mal ein Buch …

… oh, gerne! Ich schreibe ja wirklich gerne was? Ein Rollenspielbuch? Oh, noch lieber! Ich bin ja leidenschaftlicher Rollenspieler. Eine Weltbeschreibung für Aventurien? Das ist ja großartig, denn das ist ja mein Steckenpferd.

Ich spiele seit gut 30 Jahren Das Schwarze Auge. Und ein Freund, der Pate meines Sohnes, seit dieser Zeit mit mir. Und meine Frau spielte ganz unabhängig von mir, bevor wir uns kennenlernten. Man kann sagen, dass wir alle diese Welt wirklich erfahren haben. Ganz so wie das Spiel es vorsah, haben wir ganz Aventurien erlebt. Als die ersten Spielhilfen kamen, haben wir sie begierig verschlungen. Es wurde die Welt, die wir alle liebten. Mit ihren all ihren Eigenheit und kleinen Anekdoten, die sie so reich machen. Ich bin überzeugt, dass uns diese Welt so nahe kam, weil sich unsere Helden darin so frei und gut entfalten konnten. Mit all dem Unfug, den Helden – und natürlich wir Spieler – eben für gewöhnlich so tun. Schon Ulrich Kiesow hatte einen unschätzbaren Rat für alle Spieler und natürlich auch die Meister zur Hand gehabt, er sagte: „Mach Dir die Welt zu eigen, denn Du willst ja drin spielen“.

Der Aventurische Almanach

Die Beschreibung der Welt Aventurien und ihrer Geschichte ist über einen langen Zeitraum gewachsen und viele Köpfe haben daran mitgewirkt. Sie ist im Laufe der Zeit sehr umfangreich geworden. Und sie bleibt auch in der neuen, der fünften Edition von Das Schwarze Auge ein entscheidender Motor. Es wurde Zeit für ein neues Regelwerk, und natürlich braucht ein solches Regelwerk auch eine neue Weltbeschreibung, quasi etwas wie die Kulisse in der oder vor der wir uns als Spieler bewegen.
Der schiere Umfang hat uns bewogen, diese Weltbeschreibung nicht im Regelwerk selbst unterzubringen, denn darin geht es ja vor allem um die Techniken des Spiels. Und die müssen gut funktionieren und gut erklärt werden. Alle Komplexe müssen so bedient werden, dass sie benutzt –oder besser: bespielt – werden können.

Daher haben wir uns entschieden, die Weltbeschreibung in den Aventurischen Almanach zu packen. Damit Spieler, alte Hasen, Neulinge oder auch solche, die die Welt wieder für sich entdecken wollen, ihr Aventurien finden können. So versuchen wir konsequent den Weg weiterzugehen, den Das Schwarze Auge eingeschlagen hat.
Die Welt, auch die Geschichte der Welt, ist ein entscheidender Punkt. Ein Punkt, der zum Beispiel mich nie losgelassen hat, seit ich Aventurien kenne. Aber er ist auch ein Punkt, der es immer schwieriger gemacht hat, mal eben in die Welt von Das Schwarze Auge einzusteigen. Mit dem Almanach wollen wir dem nun Abhilfe schaffen.

 

Der Status Quo

Mit dem Aventurischen Almanach wollen wir Meistern und Spielern gemeinschaftlich ein Buch an die Hand geben, dass ihnen ein Gefühl für Aventurien vermittelt. Das ihnen die Welt ausbreitet und darlegt, so dass sich jeder den Flecken, das Setting aussuchen kann, mit dem man am besten spielen kann und famose Abende unter Freunden verbringt.
Der Almanach ist aber mehr, er bietet Spielern und Meistern nicht nur die reine Beschreibung der Welt, er bietet auch einen Abriss der Geschichte, über die Völker und den Götterhimmel. Und er wirft auch ein kurzes Schlaglicht auf die Magie, die der Welt Aventurien innewohnt. Wichtige Personen werden kurz beleuchtet und Kreaturen sowie Bücher und Pflanzen vorgestellt. Vor allem letztere werden dabei auch mit Werten ausgestattet. Damit soll der Almanach vor allem ein Buch sein, dass uns allen wieder die Chance gibt, auf einem gemeinschaftlichen Level die Welt kennenzulernen. Spielern und Meistern wird die Möglichkeit geboten, mit einem gemeinschaftlichen Sinn ihr Aventurien zu erfahren.

Selbstredend kann ein einzelner Band nicht alle Fakten sammeln, die in über 30 Jahren Das Schwarze Auge gewachsen sind. Das soll der Almanach auch gar nicht leisten. Er soll die Basis bilden, von der aus wir weitergehen, von der aus wir die Geschichten spinnen und erzählen wollen, die unsere Helden betreffen. Die Hintergrundwelt soll die Kulisse bilden, vor der unsere Helden über sich hinauswachsen und selbst ein Teil der aventurischen Geschichte werden. Wir hoffen, dass wir genügend Fakten, genügend Crunch und genügend charmante Anekdoten in den Band geschrieben haben, damit jeder wieder eine neue Facette an Aventurien entdecken kann, die er bisher noch nicht kannte. Vor allem aber hoffen wir, dass wir ein Buch geschrieben haben, dass unterhaltsam ist und uns allen den Flair Aventuriens nahebringt, damit unsere Spielfiguren eben das sein können, was ihnen vorherbestimmt ist: echte Helden.

Bilder: