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Mär082016

Aus dem Fandom: Ledercover für DSA-Bücher

Heute haben wir einen Gastbeitrag aus dem Fandom für euch. Genauer gesagt von Steven Talbot aus dem Lederlabor. Vielleicht habt ihr ja vor Kurzem seinen selbstgemachten Ledereinband für dem Praios gefällige Schriften gesehen? Falls nicht: Hier ist das gute Stück. Und damit übergeben wir an Steven. 
 
Wie oft träumt man als Rollenspieler nicht davon, diesen oder jenen Ausrüstungsgegenstand real in den Händen zu halten? Man sucht und sucht, findet aber nur Einheitskram ohne das gewisse Etwas. 
 
Irgendwann vor zwei Jahren hat es dann bei mir „klick“ gemacht. Ich habe im Internet Videos über Leder-Crafting gesehen und war sofort verzaubert! Was wäre wenn….
 
Ihr kennt sicher dieses Gefühl, wenn euch eine Idee gepackt hält – ihr deswegen nachts nicht schlafen könnt, weil das Thema euch so sehr im Griff hat? Ich kann es nicht rational begründen, warum das bei mir so gelaufen ist aber ich war fortan mit dem Ledervirus infiziert und der scheint nicht heilbar zu sein. Soll er auch gar nicht, denn er macht richtig Spaß!
 
Also habe ich mich schlau gemacht, mir das nötige Werkzeug gekauft und einfach angefangen zu arbeiten. Mittlerweile schaue ich voller Freude auf eine deutlich sichtbare Lernkurve und bin begeistert, dass meine Ideen nach und nach Realität werden. 
 
Schließlich wurde Mitte 2015 das Lederlabor geboren, ein Blog, in dem ich alle meine Ideen aufschreiben und sie Interessierten zeigen kann. Und das Beste ist: Ich kann mir viele Dinge, die ich als Rollenspieler schon immer haben wollte, nun selbst herstellen.
 
Wie entsteht ein neues Projekt?
 
Der Entstehungsprozess eines „Experiments“, wie ich es nenne, ist lang und sehr zeitaufwändig. Zudem ist Leder relativ teuer, Verschnitt tut weh. Und überhaupt, wehtun…viele Messer und spitze Gegenstände bergen ein „interessantes“ Verletzungsrisiko. 
 
Wenn man trotzdem dran bleibt, kann man sehr viele unterschiedliche Dinge lernen und natürlich seine Techniken verfeinern. Das Lederhandwerk umfasst viele kleine Arbeitsschritte und vom Messer schleifen, über Punzieren (= Muster ins Leder schlagen), bis hin zum Nähen ist irgendwie alles dabei. 
 
Jeder einzelne Arbeitsschritt benötigt immer die volle Aufmerksamkeit, sonst besteht die Gefahr, dass ein Moment der Unachtsamkeit das gesamte Werk ruiniert. Wer mit Leder arbeitet, darf keine Eile haben. 
 
Am Ende langer Arbeiten und vieler kleiner Zwischenschritte entsteht schließlich ein handgefertigtes und sehr individuelles Stück, in das eine Menge Zeit, Planung und vor allem Liebe geflossen ist. Die wichtigste Komponente für ein gelungenes Experiment ist meiner Meinung nach aber eine Vision, wie das finale Werk am Ende aussehen soll. Nur wenn ich vorher alles vor meinem geistigen Auge visualisieren kann, bin ich zufrieden und meine Hände realisieren dann nur noch das, was mein Hirn sich ausgedacht hat. Und genau dieser Planungsprozess ist ein großer Teil des Spaßes an der Sache.
 
Der Aufwand ist enorm aber dafür unterscheidet sich das Endprodukt dann auch qualitativ sehr vom industriellen Einheitsbau. Man sieht, dass es handgemacht ist und gerade das verleiht jedem Stück einen besonderen Charakter.
 
In meinem neuesten Ledercover im A4-Format habe ich mich für das Motiv der „Hand Borons“ entschieden und bin begeistert, wie sich die goldene Farbe auf dem schwarzen Leder macht. Doch entscheidet selbst und schaut euch die Bilder an. Ich freue mich auf eure Kommentare.
 
 
Wohin geht die Reise für das Lederlabor?
 
So viele Ideen warten noch auf Umsetzung. Egal ob LARP, Steampunk oder Rollenspiele; meine Kreativität wird in nächster Zeit und in Zukunft noch einiges zu tun haben. Insbesondere im Bereich DSA möchte ich noch Ideen umsetzen und z.B. neue Ledercover entwickeln. Vielleicht habt ihr meine Arbeit zum Praios-Ledercover  schon gesehen? Ein paar Götter sind ja noch übrig…
 
Zurzeit tobt auch noch eine weitere brandheiße Idee in meinem Hinterkopf herum: Ledercover für die Vademecum-Reihe. Ich sammle noch Ideen für dieses Projekt aber ich bin mir sicher, dass es auch hierzu bald ein erstes Werk im Lederlabor geben wird.
 
Wenn ihr regelmäßig etwas über meine Arbeiten erfahren möchtet oder vielleicht einfach nur mögt, was ihr hier seht, dann könnt ihr mich auch auf Facebook besuchen. So können wir uns austauschen und ich kann euch gut auf dem Laufenden halten. 
 
Eventuell wird es in diesem Jahr auch noch einen Shop geben. Aber gut Ding will Weile haben und diese Pläne müssen reifen. Ansonsten, schreibt mir einfach eine E-Mail oder kontaktiert mich über Facebook. Ich freue mich, von euch zu hören!
Bis bald und viel Vergnügen beim Stöbern. Ich muss zurück ins Labor…
 
Viele Grüße
 
Steven
kontakt@lederlabor.de