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Feb242017

Making Of: Die Siebenwindküste

In unserer neuen Rubrik Making Of liefern wir euch Einblicke in die Entstehung bald erscheinender Produkte. 

Redakteur und Autor Daniel Simon Richter plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen, wie sich die Arbeiten an Die Siebenwindküste – Albernia & der Windhag dargestellt haben. Den Regionalband könnt ihr hier bestellen. 

 

 

 

 

Es ist viele Jahre her, da fing unser Spiel in Aventurien mit folgenden Worten an: „An der Stelle, wo der Große Fluss in das Meer der Siebe Winde mündet, liegt nördlich des sumpfigen Deltas, Havena, die sagenumwobene Hafenstadt.“

Was soll ich sagen? Havena liegt noch immer dort, und die Region darum herum, Albernia, war der Ort vieler Abenteuer, die unsere Gruppe erlebt hat. Und ich bin sicher, das geht vielen so, denn gerade Albernia gehört zu den beliebtesten Regionen des Mittelreichs.

Und gerade, wenn viele Ereignisse in einem Landstrich stattgefunden haben, dann ist es eine bisweilen kniffelige Aufgabe, alle Informationen zusammenzutragen und daraus jene auszuwählen, die ihren Weg in das fertige Buch finden sollen.

Mein besonderer Dank während dieser Phase der Arbeit gilt den Briefspielkanzlern des Fürstentums Albernia und der Markgrafschaft Windhag, Marcus Buss und Maik Lafrenz, die bereitwillig Hilfestellung gaben, wenn ich aus bestimmten Ereignissen partout nicht schlau werden konnte, oder wenn ich mich entschied bestimmte Sachen wegzulassen, um den Lesefluss nicht über Gebühr zu verkomplizieren.

Im Grunde genommen funktioniert die Regionalspielhilfe Die Siebenwindküste, wie eine Kamerafahrt durch die Landschaften – und genau so ist sie auch geschrieben worden. Mit der groben Beschreibung der Landstriche und Landschaften hat alles angefangen. Dann folgten Erläuterungen zu den Bewohnern und wie der Menschenschlag in der Region so tickt. Vorlagen und Inspirationen finden sich in meiner DSA-Bibliothek dabei zur Genüge, wie man sich denken kann. Allerdings hat es auch nicht geschadet, mir immer wieder mal Bildbände über Irland und Schottland aus dem Regal zu ziehen, oder durch alte Fotos zu scrollen, denn etliche Regionen der Siebenwindküste haben genau den Flair, den die grüne Insel oder die Highlands ausstrahlen. Und so macht es auch kaum Wunder, dass keltisch angehauchte Musik eigentlich während der ganzen Arbeit im Hintergrund lief.

Bei den Städten und Dörfern musste eine genaue Auswahl erfolgen und vor allem mussten die Beschreibungen zusammengefasst und auf den aktuellen Stand gebracht werden. Gerade bei Havena, mit all den Informationen, die es zu dieser imposanten Stadt gibt, war das kein wirklich leichtes Unterfangen.

Danach ging es an die Arbeit, um die anderen Kapitel mit Inhalt zu füllen. So musste endlich eine Wortliste des Alberned, des albernischen Dialekts, erstellt werden, die Sippenstruktur im Windhag erläutert. Kreaturen und Pflanzen der Region mussten ausgewählt und mit den Regeln für die 5. Edition von Das Schwarze Auge versehen werden. Dabei gilt mein Dank Alex Spohr, der immer wieder in die Bresche sprang, um auch komplizierte Dinge sofort anzugehen. Das gilt für alle Regelelemente, die Die Siebenwindküste umfasst, vor allem für die durchaus komplizierten Mechanismen zu den Feenwesen, die Alex gemeinsam mit Markus Plötz, immer wieder verfeinert hat, bis sie schließlich in allen Facetten funktionierten, die wir für den Band vorgesehen hatten. Auch die anderen Redaktionskollegen, Eevie Demirtel, Niko Hoch und Marco Findeisen, sind mir in Diskussionen immer wieder zur Seite gesprungen, wenn es darum ging eine Auswahl zu treffen oder neue Dinge einzuführen, seien es Personen, Waffen oder Professionen.

Schwierig wurde es dann noch einmal bei der Auswahl der Mysterien, über die ich an dieser Stelle nichts verraten will, um den Spielspaß an der Siebenwindküste nicht zu verderben, aber ich denke, die Arbeit daran hat sich gelohnt.

Und dann folgte das Lektorat, bei dem sich Marco und vor allem Eevie selbst übertroffen haben. Den Argusaugen der beiden entging nie, wenn ich irgendwo etwas vergessen hatte oder wenn etwas umgestellt, erweitert oder gekürzt werden musste, damit die Regionalspielhilfe genau das Format erhalten konnte, das wir uns wünschen. Und natürlich gilt mein Dank auch den vielen Illustratoren, die unsere Artdirektoren Nadine Schäkel und Steffen Brand angeheuert haben, damit ihr tolle Bilder und grandiose Karten in diesem Band entdecken könnt.

Mir jedenfalls hat der Ausflug in die Lande an der Siebenwindküste ausnehmend viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ihr alle ebenso viel Spaß beim Lesen haben werdet und vor allem beim Spielen in der Region oder eines Charakters, der von dort stammt.

Daniel Simon Richter