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Okt102017

Starfinder Preview: Quig der Ysoki-Mechaniker

Das Crowdfunding für Starfinder, das Space Fantasy System auf Basis der Pathfinder Regeln, läuft gut und hat bereits mehr als 21.000 Euro eingebracht und zahlreiche Prämien und Zusatzprodukte freigeschaltet. Darunter auch Miniaturen und Charakterblätter für die ikonischen Helden von denen wir euch heut einen weiteren vorstellen wollen.

Nach rieisigen Echsen und Insekten gibt es heute einen nagetierartigen Ysoki. Seit Perry Rhodan und spätestens Guardians of the Galaxy haben sich niedliche Pelzwesen als unersätzliche Teammitglieder etabliert und dieses hat auch noch eine Drohne.

Quig der Ysoki-Mechaniker

Quig Dexel ist der Sohn einer armen Familie, die im kleinen Dorf Estuar auf Akiton gerade so über die Runden kommt. Von Kindheit an haben ihn die diversen Wasserfilteranlagen rund um die nahe eisige Polkappe fasziniert und seine Neugier sorgte dafür, dass er sich selbst die Grundlagen der Mechanik beibrachte, indem er heimlich mit den Kontrollmechanismen herumwerkelte, bis er alt genug war, um für eines der finsteren Syndikate zu arbeiten, welche die Wasserströme kontrollierten. Zunächst arbeitete er als Enteiser und sorgte dafür, dass die Abflüsse der Wassertanks in den kalten Nächten nicht einfroren. Trotz der Nachtschichten konnte er sich mit seinen Kollegen anfreunden, indem er ihnen half, ihre minderwertigen Brenner wieder zum Laufen zu bringen, wenn sie mal wieder den Geist aufgaben.

In seiner Freizeit begann Quig mit dem Bau der ersten Version seines späteren Drohnengefährten „Späher“ aus Einzelteilen, die er auf den Schrottplätzen Estuars fand. Eines frühen Morgens streifte ihn bei der Suche nach weiteren Teilen ein Laserstrahl – in der Nähe tobte ein Schusswechsel zwischen einer Schobhad-Kopfgeldjägerin und ihrer menschlichen Beute. Quig ignorierte die Schmerzen und beobachtete fasziniert, wie die Kopfgeldjägerin ihr Ziel niederrang und in Fesseln legte. Adrenalin durchströmte ihn bei der Erkenntnis, dass er genau dies den Rest seines Lebens tun wollte.

Noch am selben Nachmittag sammelte Quig seine Habseligkeiten zusammen, montierte eine Pistole an Spähers Unterseite, sagte seiner Familie Lebwohl und brach in die weite Welt auf. Er gelangte zum geschäftigen Schwarmmarkt und schloss sich einer Gruppe Ikeschti-Händler als Karawanenwache an. Ein paar Stunden lang stellte er den Echsenleuten Fragen über ihre Gesellschaft und Kultur, bis ihm genug starre Blicke die Botschaft vermittelt hatten, doch endlich die Klappe zu halten. Fortan unterdrückte er seine Neugier und bastelte stattdessen an Späher herum. Ein Schwarm hungriger Norkasas, welcher der Karawane zu nahe kam, gab ihm dann aber doch noch Gelegenheit, die Ikeschtis mit den Verbesserungen zu beeindrucken, die er an seinem, eigentlich zum Enteisen gedachten Brenner vorgenommen hatte.

Die Reise endet in der uralten Stadt Arl, wo das Blutrote Forum als Schauplatz diverser Arten des Blutsports diente. Nachdem Quig seinen Lohn erhalten hatte, erkundete er das Wirrwarr der Straßen, nur um von einer Bande Schläger überfallen zu werden, die ihm nicht nur sein Geld, sondern auch seine Drohne raubten. Quig war stinksauer, zugleich aber auch abgebrüht genug, um zu wissen, dass die lokalen Behörden ihm nicht helfen würden. So fragte er nach anderen Banden oder Freiberuflern herum, die ihm bei seiner Rache helfen könnten.
In einer der schmierigsten Kaschemmen von Arl stieß Quig auf Dharien die Schraubzwinge – so genannt aufgrund ihres gnadenlosen Griffes -, dieselbe Schobhad-Kopfgeldjägerin, welche ihn einst inspiriert hatte. Als der schwer beeindruckte Quig ihr seine Lebensgeschichte vortrug, seufze Dharien müde und wies ihn an, seine verlorene Drohne zu vergessen und in sein Hinterwäldlerdorf zurückzukehren. Dann aber sagte Quig jene Worte, für welche die Schobhad im Grunde lebte: „Ich kann dich bezahlen.“

Dharien schnaubte, hatte der Ysoki ihr doch gerade erst erzählt, dass er ausgeraubt worden war, doch Quig zeigte ein Dutzend Möglichkeiten auf, wie sie ihre Ausrüstung verbessern konnte. So stimmte die Kopfgeldjägerin widerwillig zu und die beiden planten ihren Überfall auf den Unterschlupf der Bande.

Eine Woche später hat Quig Späher wieder und Dharien hatte den Ysoki als Lehrling angenommen, der sie mit seiner schnellen Denkweise sehr beeindruckt hatte. Während er in den nächsten Jahren mit der wortkargen Schobhad das Sonnensystem bereiste, lernte er viel von ihr. Sie stritten zwar manches Mal darüber, wie man eine Beute aufspüren und einfangen sollte, respektierten sich aber durchaus gegenseitig. Letztendlich konnten sie einen hochdotierten Auftrag vollenden und nach einem Wettlauf mit mehreren anderen Kopfgeldjägern insgesamt fünf Kopfgelder zugleich einsammeln. Dies war der Tag, an dem Dharien verkündete, in den Ruhestand zu gehen und zu ihrer Sippe zurückzukehren. Quig war traurig ob des Endes ihrer Partnerschaft, doch zugleich war er auch bereit, nun allein zu operieren. Die Schobhad kehrte nach Akiton zurück, um ein ruhiges Leben zu führen, während Quig sich im System der Paktwelten daran machte, sich einen Namen zu machen.

 

Quig ist offen und freundlich und plappert meist mehr, als seine Kameraden gut finden. Dank seiner ständigen Reisen hat er überall Bekannte und Kontakte. Er ist stolz darauf, andere gut einschätzen zu können. Auch wenn er anderen erst Vertrauen schenkt, nachdem sie es sich verdient haben, wirft er sich oft an der Seite von nahezu Fremden in den Kampf, wenn er ein gutes Gefühl dabei hat. Er kann bestens allein arbeiten, langweilt sich aber rasch ohne Gesprächspartner; viel lieber arbeitet er mit Abenteurergruppen und übernimmt dann die Rolle des Spurenlesers und Ingenieurs. Er hat noch Kontakt zu seiner Familie, spricht aber nicht viel über seinen Geburtsort, da ihm seine Herkunft etwas peinlich ist. Er sammelt gern kleinere Trophäen seiner Missionen und Ersatzteile, die sich garantiert irgendwo irgendwann verwenden lassen, so dass seine Kabine oder Unterkunft eher früher als später einem liebevoll gepflegten Schrottplatz gleicht.

Quigs enger Gefährte ist seine Drohne namens Späher, an der er die meiste Zeit herumwerkelt und mit der er auch spricht – wer ihn nicht kennt (und viele, die ihn kennen) halten ihn deshalb für ein wenig seltsam. Wenn er eine Beute eingefangen hat und zu Streichen auferlegt ist, tut er oft so, als berate er sich mit dem Roboter über das Schicksal der Person – letztendlich behauptet er dann immer, dass er das Ziel ja verstehe und gern gehen lassen würde, der Roboter aber anderer Ansicht sei.

Und was ist nun der Starfinder-Mechaniker?

Der Mechaniker ist ein Meister der Maschinen. Er baut sie zusammen, verbessert sie und setzt sie mit maximaler Wirkung ein. Er kann sich in Computersysteme hacken und Ausrüstungsgegenstände optimieren. Zu Spielbeginn hat er die Wahl, ob er sich eine Drohne als mechanischen Begleiter zulegen will oder lieber eine Künstliche Intelligenz, welche ihn unterstützt. Sowohl die Drohne wie auch der Exokortex können modifiziert und mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet werden.

Der Mechaniker kann viele Rollen ausfüllen – Hacker, Techniker, Wissenschaftler, aber auch Kampfbeteiligter, welcher mit seiner Drohne ins Gefecht geht oder computerunterstützt seine Aufgaben ausführt. Er erlangt 4 + IN-Modifikator Fertigkeitspunkte pro Stufe und besitzt 8 Klassenfertigkeiten, da Intelligenz aber sein Schlüsselattribut ist, sollte er sich nicht über Fertigkeitsränge beklagen können. Der GAB ist durchschnittlich, dafür hat er gute Reflexe und Zähigkeit und ist im Umgang mit Leichten Rüstungen, Granaten, Einfachen Nahkampfwaffen und Handfeuerwaffen geübt. Zudem erlernt er im Laufe seiner Karriere Mechanikertricks, die ihm ermöglichen, seine bevorzugten Tätigkeiten schneller und erfolgreicher auszuführen.

Die Klasse des Mechanikers eignet sich zum Erstellen von Charakteren, die vielleicht an Scotty von der Enterprise oder anderen Raumschiffsingenieuren orientiert sind, aber auch für Hacker und Spezialisten auf dem Gebiet der robotischen Kriegsführung.