kompaktansicht an/aus
ERWEITERTE SUCHE
2363Neuigkeiten
gefunden:
Apr132018

Katakomben und Ruinen - Meisterschirm: Making of 3

In unserem letzten Werkstattbericht zum DSA5-Meisterschirm – Katakomben & Ruinen gewährte Rafael Knop uns einen Blick über seine Schulter und ließ uns an der Entstehung von 2 der 4 Beispieldungeons teilhaben. Die beiden anderen Settings unter Tage wurden von Bernd Ochs entwickelt und geschrieben, der mit dem Dunklen Mhanadi in 2017 bereits eine erste Kostprobe zum Thema Dungeons abgeliefert hatte. Auch er lässt euch gerne an der Entstehung teilhaben.

 

Als das Thema Dungeons im Rahmen des neuen DSA Meisterschirmes – Katakomben und Ruinen aufkam, war ich sofort Feuer und Flamme. Mein erster Gedanke war: Cool, endlich kann ich meine Ideen zur Zitadelle der Geister in einem DSA – Produkt unterbringen! Niko Hoch musste wohl schmunzeln, nicht dass ich ihn in dem Moment gesehen hätte, aber ich konnte es seiner Antwort per Email bildlich ansehen. Meine Ansatzpunkte zur Zitadelle der Geister klangen zwar toll, waren aber natürlich im Rahmen einer Vorstellung generischer Dungeons eher schlecht unterzubringen. So wurde ich also freundlich angehalten, in etwas kleineren Dimensionen zu denken, was zwar nicht meine leichteste Übung ist, aber nun gut.

Ich konnte mich mit Rafael darauf verständigen, dass ich das Höhlensystem und das Grabmal eines Priester vergessener Götter übernehme, obschon auch er mit diesen Settings geliebäugelt hatte. Für diese unkomplizierte Abstimmung gilt Rafael zunächst mein Dank. Die erste große Herausforderung bei der Konzeption des Höhlensystems bestand in der Auslegung des Hinweises der Redaktion, es solle ruhig bodenständige Kost sein, denn das Höhlensystem soll so universell einsetzbar sein, dass ein jeder Spielleiter es im Handumdrehen in nahezu jeder Region Aventuriens in andere oder seine eigenen Abenteuer einbauen kann – Hauptsache es ist ein cooler Dungeon. Hm, was heißt bodenständig, dachte ich mir. Es muss ja irgendwie mehr sein, als nur die Aneinanderreihung von Gängen und Höhlen mit einen paar Monstern reingeklatscht. So überlegte ich mir als konzeptionelle Grundlage für den Dungeon ein Thema, aus dem ich dann verschiedene Ausgestaltungsmerkmale ableiten konnte.

Nachdem dies klar war, ging mir der Rest der Arbeit relativ leicht von der Hand. Die Drei Verdammten, wie die Höhle im Volksmund genannt wird, ist schon so manchem unachtsamen Abenteurer zum Verhängnis geworden. Aber vielleicht wird es ja eurer Heldengruppe gelingen, ihr das Geheimnis zu entlocken, das sie in finsteren Tiefen verbirgt.

Der größere Teil meiner Arbeit am Beiheft bestand dann in der Entwicklung des Grabmals eines Priesters vergessener Götter. Nachdem ich mit Niko auf der Dreieich-Con ein Brainstorming machen konnte, war schnell klar, dass die Grabanlage variabel einsetzbar sein sollte. Wir verständigten uns auf drei vergessene Gottheiten oder Wesenheiten, die für den Hintergrund von Priester und Grabmal als Alternativen zur Verfügung stehen sollten, aus denen der Spielleiter dann wählen kann. Zumindest zwei von ihnen könnte man als ziemlich obskur bezeichnen, aber sie werden definitiv für spannende Überraschungen sorgen.

Auch hier machte ich es mir zur Aufgabe, ein verbindendes Thema zu finden, aus dem ich Struktur und Inhalt des Dungeons ableiten konnte. Täuschung, Verwirrung und Wahn waren schließlich die Stimmungselemente, die die Konzeption des Grabmals maßgeblich mitbestimmt hatten. „Das Grab eines Priesters vergessener Götter ist kein altertümliches Museum“, diesen Gedanken hatte ich immer wieder vor Augen, als ich die Grabstätte entwickelte. Und ja, ich glaube, dass das Priestergrab ein echt harter Dungeon ist, an dessen Ende allerdings auch Ruhm und Reichtum warten.

 

An alle Dungeoncrawler und solche die es werden wollen: Viel Spaß und eine glückliche Würfelhand bei der Erkundung dieser tollen Schauplätze in finsterer Tiefe!

Bernd

 

Den Schirm könnt ihr hier vorbestellen.