kompaktansicht an/aus
ERWEITERTE SUCHE
2456Neuigkeiten
gefunden:
Mai032018

DSA LARP Bericht: Auf dem Nirgendmeer III im finstersten Tobrien

Wir schreiben das Jahr 1040 nach Bosparans Fall. Mendena ist gefallen und mit ihr die Herrschaft des Schattenmarschalls Helme Haffax, doch wurde die Finsternis damit nicht aus Tobrien verbannt. Nachdem ein Banner der kaiserlichen Armee bei der Sicherung der Grenzlande zu Transysilien verschwand, macht sich eine Gruppe von Freiwilligen auf, um nach den verschollenen Soldaten zu suchen. Ihr Weg führt sie in die Wälder der angrenzenden Baronie Kummersfelden, tief hinein in den finsteren, von dämonischen Mächten verseuchten Forst. Schon bald ahnen die Helden jedoch, dass sie nicht alleine durch die Wildnis streifen – denn die lebenden Toten wandeln hier, getrieben von einem niederhöllischen Hass auf alles Lebende. So hatten die Abenteurer nur noch eine letzte Hoffnung: Die Flucht nach vorne, tiefer in das Herz der Dunkelheit...


 

so begann das DSA-Liverollenspiel "Nirgendmeer 3 – Dunkelheit und Hoffnungsschimmer", das vom 13. bis 15. April 2018 auf der Tannenburg in Nentershausen stattfand.
60 Personen kamen an diesem Wochenende zusammen, um gemeinsam der Region Tobrien Leben einzuhauchen. Unter den etwa 30 Helden fanden sich als Spieler-Charaktere Geweihte der Zwölfgötter, Gildenmagier, Hexen, Ritter, Knappen und Abenteurer, welche versuchten, sich den Widrigkeiten dieses düsteren Szenarios zu erwehren.
Währenddessen gestalteten die übrigen Teilnehmer mit sogenannten Nicht-Spieler-Charakteren hingebungsvoll die triste und bedrohliche Atmosphäre des Settings – als Burgbewohner, Vigilanten und sogar als wandelnde Leichen.

So gab es an diesem Wochenende viele tobrische Geschichten zu erleben. Zwar war da der Praiosgeweihte Greifwin, der der tobrischen Natur unterlag und nun von den Helden geborgen werden musste oder der Schmied des kaiserlichen Trosses, der wie ein Handwerksmeister arbeitete, seit er diesen tollen, neuen Schmiedehammer von einem Händler aus Yol-Ghurmak bekommen hatte. Im Zentrum der Geschehnisse standen jedoch drei große Handlungsstränge:
Die Helden fanden die Ursache des Schreckens, der die Umgebung heimsuchte und erkannten, dass das Omegatherion weite Teile des Waldes vergiftet hatte. So versuchten sie fieberhaft, Sumus Leib von den dämonischen Einflüssen zu befreien und erhielten schließlich unerwartete Hilfe, als sie ein Borbarad-Heiligtum unter dem Burggemäuer entdeckten, welches dort einst von einer verblendeten Nandusgeweihten versteckt wurde. In diesen alten Katakomben fanden sie Manuskripte des Dämonenmeisters selbst, welche die Reinigung des Bodens ermöglichten.


Durch die lebensfeindliche Umgebung und einen schlimmen, mehrere Jahre zurückliegenden Hungerwinter hatten die Bewohner der Burg in ihrer Not unvorsichtige Reisende erschlagen und verspeist, eine Eigenart, die sich bis heute in der Form eines Ogeron-Kultes hielt – ein Umstand, der den Helden, die bereits mehrmals am Tisch der Burggemeinschaft speisten, schnell den Appetit verdarb.


Und dann war da noch die Dämonenpaktiererin, die Erbin der Burg, die ihren Pakt brechen wollte, wozu sie einen Vertrag erfüllen musste, den sie einst mit dem gierigen Feilscher Tasfarelel geschlossen hatte.
Keine leichten Aufgaben also, bedenkt man, dass kein Schritt vor das Burgtor gesetzt werden konnte, ohne, dass bereits die lebenden Toten lauerten, um die Leiber der Helden zu zerfetzen.



Dieser LARP-Con, der von der Nirgendmeer-Orga aus dem Codex Liverollenspiel e.V. veranstaltet wurde, war Teil der Aventurien LARP Kampagne, welche es sich unter der Schirmherrschaft der Ulisses Spiele GmbH zur Aufgabe gemacht hat, stimmungsvolle und authentische Liverollenspiele in der Welt von Das Schwarze Auge zu veranstalten.
Im Zuge der Aventurien LARP Kampagne erleben Spieler immer wieder spannende Geschichten und eine dichte Atmosphäre, die sie sehr unmittelbar nach Aventurien versetzt. Dabei hilft das DSA-LARP Regelwerk und Zauber- und Liturgiebuch, das von der Community in einem Crowdfunding finanziert wurde und diesen Monat erscheint.

Julian Härtl