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Mai072018

Meine Welt der Dunkelheit: Philipp Neitzel, Crowdfundingteam und Spielleiter

Philipp Neitzel, 1985 geboren, kam als DSA-Redakteur und über den Aventurischen Boten zu Ulisses Spiele, hat aber auch eine lange Geschicht mit der Welt der Dunkelheit, über die er euch heute berichtet. Nur noch bis Mittwoch um 14:00 Uhr könnt ihr euch am Crowdfunding zu Vampire: Die Jubiläumsausgaben beteiligen, das Philipp mitbetreut und für dessen Unterstützer er eine der Ulisses Unplugged Runden leiten wird.

Während ich diesen Artikel schreibe schwirrt mein Kopf gerade vor Ideen und ich baue mir einen neuen Vampire Charakter. Das Crowdfunding war eine echte Inspiration für mich, die mir nochmal vor Augen geführt hat, was alles cool an Vampire ist und, dass es mir auch heute noch einiges geben kann.

Ich habe meine ersten Begegnungen mit der Welt der Dunkelheit als Teenager gemacht, in meinem Freundeskreis was Buffy gerade ziemlich groß und weder Das Schwarze Auge, noch Shadowrun konnten das wirklich einfangen. Also bin ich nach Hamburg-Harburg in den dortigen Rollenspielladen gefahren und habe mich nach einem passenden Spiel umgesehen. Dabei stieß ich auf die Welt der Dunkelheit, die mir vorher schon oft aus dem Augenwinkel aufgefallen ist. Besonders die Cover der Clanbücher haben mich fasziniert, gerade an Nosferatu erinnere ich mich gut. Mein erstes Welt der Dunkelheit Produkt war dann auch ein dünner Vampire Schnellstarter, der von Freunden und Freundinnen in der Pause der Schule begierig durchgeblättert wurde. Wir hatten zwar nicht Buffy bekommen aber dennoch ein faszinierendes neues Rollenspiel.

Schnell war ich dabei meine erste Runde zu leiten und weitere Bücher zu kaufen, neben Vampire kamen auch Werwölfe hinzu. Der ganze Hintergrund der Welt übte eine enorme Faszination auf mich aus, doch irgendwie verliefen alle Chroniken recht schnell im Sand, auch wenn sie teils richtig cool waren. Ahnen im alten Ägypten, der Sabbat in New York, die versprengten Reste der Tal'mahe'Ra oder Avignon zur Zeit des babylonischen Exils. Vielleicht waren wir damals auch einfach noch zu jung. Ich hatte immerhin meine erste Einladung zum Vampire Live zu einem Zeitpunkt zu dem ich noch eine Unterschrift meiner Eltern gebraucht hätte, das war mir damals dann aber doch etwas zu unheimlich.

Die große Wende kam mit Vampire: The Masquerade: Redemption, dem erste Vampire Computerspiel, das für seine Zeit richtig innovativ war und eine coole Story erzählte. Das beste aber war der Mehrspielermodus, bei dem einer der Spieler, die Rolle des Erzählers übernehmen konnte. Eine ideale Plattform zum Rollenspielen mit einer großen Community also. Im Internet und auf LAN Partys war Redemption über Jahre ein treuer Begleiter, in dem ich sowohl absurdes als auch großartiges erleben konnte.

Mit dem Ende der alten Welt der Dunkelheit und Gehenna hatte ich aber auch eine längere Zeit keine Welt der Dunkelheit Runde mehr, Orpheus hatte ich mir zwar noch komplett geholt, aber das neue Vampire sprach mich nicht an. So ruhte mein Interesse an der Reihe für eine ganze Weile. Dann aber kam Changeling: The Lost, ein Spiel, dass mich auf vielen Ebenen ansprach und für das ich schnell eine Runde mit neuen Freunden, nun aus dem Studium, zusammen hatte. Wir spielten nicht nur eine Chronik sondern mehrere, Spielleiter wechselten sich ab und plötzlich funktionierte es hervorragend. Ich hatte gelernt wie man eine offene Chronik mit großem Ensemble von NSC leitet und wurde immer besser. Mit dieser Erkenntnis kam dann auch der Wunsch, die alte Welt der Dunkelheit nochmal zu besuchen und mehr als eine erfolgreiche Vampire Runde folgte. Passend dazu gab es ja mittlerweile auch die Jubiläumsausgabe, die mir alles was ich brauchte in einem Buch präsentierte und zeigte, dass ich nicht der einzige war, der Lust hatte nochmal zurückzukehren.

Die Welt der Dunkelheit hat mir ganz neue Welten des Rollenspiels eröffnet, ohne die Erfahrungen mit dem Spiel und meinem Scheitern und dann dem Aha-Erlebnis wäre ich heute sicher beschränkter in meinen Techniken und hätte vielleicht zu vielen Rollenspielen nie den Zugang gefunden.

Dieses Crowdfunding bestätigt mich nur wieder und zeigt neue Facetten der Welt der Dunkelheit, natürlich bin ich auch selbst dabei. Ein Buch wie Wissen der Blutlinien habe ich mir lange gewünscht und ich habe ja auch schon wieder zwei Runden in Planung. Eine bei der ich als Spieler meinen neuen Charakter, und es ist mir schwer gefallen mich auf einen zu einigen, ins Feld führe und das kommenden Ulisses Unplugged, über das ich mir schon jetzt Gedanken mache. Als einer der Spielleiter will ich, dass es für die Unterstützer richtig super wird.